Deutschland, Europa

Deutschland erstmals seit 2023 wieder Strom-Nettoexporteur

18.05.2026 - 09:35:30 | dpa.de

Deutschland hat im ersten Quartal wieder mehr Strom exportiert als importiert. Warum die Preise dabei eine wichtige Rolle spielen.

Deutschland hat erstmals seit 2023 wieder mehr Strom ins Ausland verkauft als eingeführt. (Symbolbild) - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Deutschland hat erstmals seit 2023 wieder mehr Strom ins Ausland verkauft als eingeführt. (Symbolbild) - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Erstmals seit 2023 hat Deutschland im ersten Quartal wieder mehr Strom ans Ausland geliefert als eingeführt. Von Januar bis März wurden 17,9 Terawattstunden exportiert und 15,3 Terawattstunden importiert, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. «Es ist das erste Quartal seit dem vierten Quartal 2023, in dem ein Nettoexport verzeichnet wurde», so die Behörde. Im ersten Quartal 2025 betrug der Importüberschuss noch 4,0 Terawattstunden.

Als Hauptgrund für den Nettoexport nannte die Netzagentur, dass die Großhandelspreise in Deutschland stärker fielen als in den meisten Nachbarländern. «Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen.» Umgekehrt habe es für deutsche Stromversorger seltener einen finanziellen Anreiz gegeben, Strom im Ausland einzukaufen.

Größter Abnehmer Österreich, größter Lieferant Dänemark

Größter Stromabnehmer war den Angaben zufolge im ersten Quartal Österreich, wie im Vorjahresquartal. Die größten Zuwächse gab es bei den Exporten nach Dänemark und Norwegen. Deutlich weniger Strom wurde hingegen nach Frankreich ausgeführt. Dort sanken die Exporte um rund die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal. Größter Stromlieferant war Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich.

Den größten Anteil an den deutschen Stromexporten hatte laut Bundesnetzagentur an Land erzeugter Wind. Insgesamt hätten 57,1 Prozent der Stromexporte aus erneuerbaren Energien gestammt. Bei den Stromimporten stieg der Anteil der Erneuerbaren auf 50,2 Prozent. «Kernenergie machte erneut den größten Anteil der einzelnen Energieträger aus.»

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69364061 |

Weitere Meldungen

Und wie wird nun der Eurovision Song Contest nächstes Jahr?. Was wir jetzt schon wissen (und auch nicht wissen) zum nächsten Song Contest. «Bangaranga»! Nach dem ESC ist vor dem ESC: Nach Wien 2026 könnte es Sofia 2027 heißen. (Unterhaltung, 18.05.2026 - 06:55) weiterlesen...

Kommission: WHO sollte Notstand wegen Klimakrise ausrufen. Die WHO trifft sich am Montag zu ihrer jährlichen Versammlung. «Abwarten macht keinen Sinn»: Karl Lauterbach und andere Experten fordern jetzt einen internationalen Notstand wegen der Klimakrise. (Wissenschaft, 17.05.2026 - 16:21) weiterlesen...

Europa wählt «Bangaranga» – Bulgarien gewinnt wild den ESC. Deutschlands Auftritt dagegen verpufft beim Publikum. Mit «Bangaranga» gewinnt Bulgarien erstmals den ESC – und überstrahlt damit sogar die hitzigen Debatten und Proteste rund um Israels Teilnahme. (Unterhaltung, 17.05.2026 - 12:56) weiterlesen...

Iran-Krieg hinterlässt Spuren auf Europas Stellenmärkten. In fast allen ging es bei den Ausschreibungen nach unten - mit einer Ausnahme. Die Jobseite Indeed hat neun Länder untersucht. (Wirtschaft, 17.05.2026 - 04:00) weiterlesen...

Der ESC tanzt bulgarisch – und Deutschland wieder hinterher. Am Ende gewinnt Bulgarien - vor Israel. Der deutsche Song verpufft beim Publikum komplett. Begleitet wurde der Song Contest von Protesten: Fünf Länder boykottierten ihn wegen Israels Teilnahme. (Unterhaltung, 17.05.2026 - 04:00) weiterlesen...

Deutschland erreicht Platz 23 im ESC-Finale (Politik, 17.05.2026 - 00:48) weiterlesen...