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Deutsche Bahn Kira: 4.200 Fahrgäste bewerten autonome Shuttles mit 4,8/ 5

01.06.2026 - 18:48:44 | boerse-global.de

München wird Testfeld für autonome Stufe-4-Robotaxis. Neue Partnerschaft von Uber, Autobrains und Nvidia startet herstellerunabhängige Technologie.

Deutsche Bahn Kira: 4.200 Fahrgäste bewerten autonome Shuttles mit 4,8/5 - Bild: über boerse-global.de
Deutsche Bahn Kira: 4.200 Fahrgäste bewerten autonome Shuttles mit 4,8/5 - Bild: über boerse-global.de

Uber, Autobrains und Nvidia haben heute eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, um einen Robotaxi-Dienst der Stufe 4 in der bayerischen Landeshauptstadt zu starten. Das System basiert auf sogenannter „Agentic AI" von Autobrains, die auf einer Nvidia-Plattform läuft. Entscheidend für den Erfolg: Die Technik ist herstellerunabhängig und lässt sich in verschiedene Serienfahrzeuge integrieren – Spezialanfertigungen sind nicht nötig.

Der Start des Betriebs steht allerdings noch unter Vorbehalt. Die zuständigen Behörden müssen grünes Licht geben. Uber testet bereits in München mit weiteren Technologiepartnern.

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Autonome Lieferwagen und smarte Shuttles

Doch nicht nur bei Personentransporten tut sich was. Stellantis hat sein Konzept „Box on Wheels" vorgestellt – einen autonom fahrenden, elektrischen Lieferwagen für die letzte Meile. Das Fahrzeug ist Teil der Pro-One-Strategie des Konzerns, die bis 2030 elf neue Modelle vorsieht. Die offizielle Präsentation ist für den 14. September 2026 auf der IAA Transportation in Hannover geplant.

Auch die Deutsche Bahn meldet Fortschritte: Ihr Pilotprojekt „Kira" mit autonomen Shuttles in Darmstadt und Umgebung hat im ersten Jahr rund 4.200 Fahrgäste befördert. An 130 Haltestellen bewerteten die Nutzer den Service mit durchschnittlich 4,8 von 5 Punkten. DB-Regio-Vorstände sehen in der Technologie einen wichtigen Baustein für den öffentlichen Nahverkehr auf dem Land.

Fahrermangel: Spediteure werben in Asien an

Der anhaltende Mangel an qualifizierten Fahrern zwingt Logistikunternehmen zu ungewöhnlichen Schritten. Die Firma Dudek Transporte aus Flerke hat nach eineinhalb Jahren Vorbereitung vier Lkw-Fahrer von den Philippinen nach Deutschland geholt. Nach einer lokalen Schulung sollen sie Ende Juni 2026 für einen Lebensmitteldiscounter ausliefern.

Der Geschäftsführer investierte in die Rekrutierung und stellte Wohnungen zur Verfügung. Die Fahrer verdienten in ihrer Heimat zuvor weniger als 400 Euro im Monat. Politisch sorgt derweil ein Vorschlag von Kanzler Friedrich Merz für Diskussionen: Er will Sozialleistungen kürzen – um bis zu 30 Prozent bei Jobverweigerern. Die Pläne stoßen in der Koalition auf Widerstand, eine Frist für weitere Anträge läuft bis zum 20. Juni 2026.

Köln führt Mindestpreise für Mietwagen ein

Seit heute gelten in Köln neue Regeln für Fahrdienste wie Uber und Bolt. Die Stadt hat Mindestpreise eingeführt: Die Tarife dürfen höchstens 20 Prozent unter den üblichen Taxipreisen liegen. München zieht am 1. Juli 2026 nach. Freenow begrüßt die Maßnahmen als Schutz vor ruinösem Preisdumping. Bolt hingegen kritisiert, dass Mobilität politisch verteuert werde.

Kontrollen: 440 Inspektoren decken Verstöße auf

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) hat die Ergebnisse seiner bundesweiten Kontrollen vom April 2026 veröffentlicht. 440 Prüfer kontrollierten an 95 Standorten insgesamt 1.693 Fahrzeuge. Dabei stellten sie 80 Kabotageverstöße und 63 Fälle fest, in denen Fahrer ihre Ruhezeiten im Fahrzeug verbrachten. Die Behörde kassierte mehr als 162.000 Euro an Sicherheitsleistungen.

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Outsourcing: Wachstum erwartet, aber Risiken bleiben

Die Miebach-Studie 2026 zeigt: 65 Prozent der Befragten rechnen mit weiterem Wachstum im Outsourcing. Hauptgründe sind Kostenflexibilität und der Verzicht auf Kapitalbindung. Doch nur 34 Prozent der deutschen Verlader berichten von wirtschaftlichem Erfolg. 85 Prozent sehen die Abhängigkeit von Dienstleistern als großes Risiko.

Kreislaufwirtschaft: 260 Millionen Euro aus dem Klimafonds

Die Bundesregierung treibt den Umweltschutz voran. Am 31. Mai 2026 einigte sich die Koalition auf ein Aktionsprogramm Kreislaufwirtschaft. Das Kabinett soll die Strategie am 3. Juni 2026 verabschieden. Geplant sind 260 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds, weitere 305 Millionen Euro zwischen 2027 und 2030. Ziel: mehr Materialeffizienz und weniger Treibhausgase.

AGG-Reform: Mehr Schutz vor Diskriminierung

Bereits am 6. Mai 2026 billigte das Kabinett Änderungen am Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die Frist für Diskriminierungsklagen wird von zwei auf vier Monate verlängert. Der Schutz vor sexueller Belästigung wird über den unmittelbaren Arbeitsplatz hinaus ausgeweitet. Zudem soll bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine unabhängige Schlichtungsstelle eingerichtet werden.

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