USA, SAH

Bundesregierung final mit Intel einig

19.06.2023 - 13:17:23 | dts-nachrichtenagentur.de

Der US-Chipkonzern Intel und die Bundesregierung haben sich am Montag bei Verhandlungen im Bundeskanzleramt offenbar final auf eine Erhöhung der staatlichen Mittel für die geplante Chipfabrik in Magdeburg geeinigt.

Bundeskanzleramt - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Bundeskanzleramt - Foto: über dts Nachrichtenagentur

Das beichtet das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Das Unternehmen soll demnach 9,9 Milliarden Euro anstatt der bislang zugesagten 6,8 Milliarden Euro erhalten.

Das Geld soll aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) der Bundesregierung kommen. Intel sagte laut Zeitung im Gegenzug zu, deutlich mehr in Magdeburg zu investieren. Außerdem soll Intel Zusagen gemacht haben, eine möglichst moderne Chip-Technologie einzusetzen. Dabei werde es auf die nächste Generation der sogenannten EUV-Anlagen des niederländischen Herstellers ASML hinauslaufen. Die entsprechenden Maschinen werden mehrere Hundert Millionen Euro je Stück kosten und sollen von der Mitte des Jahrzehnts an verfügbar sein. EUV steht für "extrem ultraviolettes Licht", mit dem die Halbleiter belichtet werden. Diese werden für die neuesten Smartphones und Computer verwendet. Bei der Einigung handle es sich aber erneut um eine Absichtserklärung, hieß es aus Regierungskreisen. Vor dem finalen Förderbescheid muss erst noch die EU-Kommission grünes Licht geben. "Die Subventionshöhe kann theoretisch dann durchaus doch wieder kassiert werden", sagte ein Regierungsvertreter. Es habe schon erste informelle Besprechungen dazu mit der EU-Kommission gegeben, die seien aber noch "sehr vage". Die Bundesregierung hatte bereits am Morgen für Montagnachmittag zu einem Fototermin anlässlich der Unterzeichnung einer Vereinbarung im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Intel-Chef Pat Gelsinger eingeladen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63795796 |

Weitere Meldungen

SPD fordert Digitalsteuer als Gegenmaßnahme im US-Handelsstreit Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, fordert von der Europäischen Union eine harte Gegenreaktion auf die neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump."Es braucht Gegenmaßnahmen, die den USA verdeutlichen, dass sie ebenso auf einen reibungslosen Welthandel angewiesen sind", sagte Roloff dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). (Ausland, 03.05.2026 - 17:44) weiterlesen...

DIW fordert EU-Gegenzölle gegen Trump Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert die Europäische Union zu einer harten Gegenreaktion auf die neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump auf."Trump ist im Augenblick innenpolitisch schwach, daher ist dies spätestens jetzt der Zeitpunkt, um mit Gegenzöllen und insbesondere durch die Besteuerung von US-Tech-Unternehmen Nachteile auszugleichen und sich in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).Trump hatte angekündigt, die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der Europäischen Union auf 25 Prozent zu erhöhen. (Ausland, 03.05.2026 - 14:05) weiterlesen...

Ifo-Präsident warnt vor Rezession durch US-Strafzölle Nachdem US-Präsident Donald Trump die Erhebung neuer Strafzölle für die Europäische Union angekündigt hat, warnt das Münchener Ifo-Institut vor einem rückläufigen Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr, sollte die EU ihrerseits mit Zöllen für US-Produkte reagieren."Falls daraus ein neuer Handelskrieg wird, droht Deutschland 2026 eine Rezession, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest der "Bild am Sonntag".Die USA wollen laut Trump den Zoll auf Auto- und Lastwagenimporte aus der Europäischen Union in die USA von 15 auf 25 Prozent erhöhen. (Ausland, 03.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Heusgen und Murphy hoffen auf Wahlsiege der US-Demokraten Der frühere außenpolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, und der frühere US-Botschafter in Deutschland und Ex-Gouverneur von New Jersey, Philip Murphy, hoffen angesichts der Außenpolitik des US-Präsidenten und Republikaners Donald Trump auf Wahlsiege der Demokraten."Die transatlantischen Beziehungen befinden sich in einer Krise", schreiben Heusgen und Murphy in einem Gastbeitrag für die "Rheinische Post" (Samstagausgabe). (Ausland, 02.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Bundesregierung alarmiert über US-KI Mythos Die Bundesregierung fürchtet, dass eine neue Künstliche Intelligenz (KI) aus den USA die Risiken für folgenschwere Cyberattacken drastisch erhöht. (Ausland, 01.05.2026 - 09:10) weiterlesen...