Putin will wegen der Nato mehr Soldaten in die Arktis senden
27.03.2025 - 19:25:53Er fordere die russische Regierung dazu auf, den Bau und die Renovierung von GarnisonsstĂ€dten in der Polarzone voranzutreiben, sagte der Kremlchef bei einem Arktisforum in Murmansk. "Ich möchte betonen, dass dies natĂŒrlich mit der VerstĂ€rkung unserer militĂ€rischen Komponente in der Region zusammenhĂ€ngt, die Zahl der Soldaten hier wird wachsen." Russland werde so seine Rechte auch gegenĂŒber der Nato durchsetzen, betonte er.
"Uns beunruhigt natĂŒrlich nur der Fakt, dass die Nato-LĂ€nder insgesamt den hohen Norden immer öfter als BrĂŒckenkopf möglicher Konflikte benennen und den Einsatz von MilitĂ€r unter diesen Bedingungen proben", sagte Putin. Dabei kĂ€men auch Soldaten aus Finnland und Schweden zum Einsatz, "mit denen wir bis vor kurzem noch keine Probleme hatten". Finnen und Schweden sind nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aus Sorge um ihre Sicherheit der Nato beigetreten
Russland bedrohe niemanden, betonte Putin in Murmansk. Zugleich werde Moskau aber auch nicht zulassen, dass andere LĂ€nder die SouverĂ€nitĂ€t und die nationalen Interessen Russlands bedrohten, sagte er. Unter dem Eis der Arktis werden gewaltige LagerstĂ€tten an Ăl und Gas vermutet. Russland hat bereits AnsprĂŒche auf groĂe Gebiete angemeldet, die es als unterseeische VerlĂ€ngerung seiner KĂŒste ansieht. Zugleich sagte Putin, dass Russland offen fĂŒr eine partnerschaftliche ErschlieĂung der Rohstoffe auch mit westlichen Firmen sei.
Der Kreml-Chef Ă€uĂerte sich in dem Zusammenhang auch ĂŒber die PlĂ€ne von US-PrĂ€sident Donald Trump, Grönland von DĂ€nemark zu ĂŒbernehmen. Es sei falsch, diese PlĂ€ne als "extravagante Rhetorik der neuen amerikanischen Administration" abzutun. Es handle sich um ernstzunehmende PlĂ€ne der USA gegenĂŒber Grönland. "Es ist offensichtlich, dass die USA auch weiterhin systematisch ihre geopolitischen, militĂ€risch-politischen und wirtschaftlichen Interessen in der Arktis forcieren werden", sagte Putin. Der Anschluss Grönlands sei allerdings eine bilaterale Frage zwischen zwei LĂ€ndern und betreffe Russland nicht.

