Industrie

Auftragseingang der Industrie im Januar gesunken

09.03.2026 - 08:14:57 | dts-nachrichtenagentur.de

Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt um 11,1 Prozent gesunken.

Stahlproduktion (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Stahlproduktion (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Montag mitteilte.

Dies zeigt das maßgeblich durch Großaufträge beeinflusste hohe Niveau im Dezember 2025, als der Auftragseingang den höchsten Wert seit Februar 2022 erreicht hatte. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von November 2025 bis Januar 2026 um 7,4 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge stieg er um 1,5 Prozent. Die Ergebnisse für das Saarland lagen für die Berechnung des Bundesergebnisses für Januar 2026 nicht rechtzeitig vor und wurden daher geschätzt. Im Dezember 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber November 2025 um 6,4 Prozent (vorläufiger Wert +7,8 Prozent).

Nach dem sehr hohen Volumen an Großaufträgen im Dezember 2025 haben sich die Auftragseingänge im Januar 2026 in mehreren Branchen des Verarbeitenden Gewerbes wieder normalisiert. Dies zeigt sich besonders bei den Neuaufträgen in der Herstellung von Metallerzeugnissen, die im Vormonatsvergleich saison- und kalenderbereinigt um 39,4 Prozent abnahmen. Im Dezember 2025 war der Auftragseingang in diesem Bereich noch um 29,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen.

Auch die Rückgänge im Maschinenbau (-13,5 Prozent) und in der Metallerzeugung und -bearbeitung (-15,1 Prozent) sind auf das geringere Volumen an Großaufträgen im Januar 2026 zurückzuführen. Positiv auf das Gesamtergebnis wirkten sich hingegen die Anstiege der Auftragseingänge in der Automobilindustrie (+10,4 Prozent) sowie im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; +9,2 Prozent) aus.

Bei den Investitionsgütern lag der Auftragseingang im Januar 2026 um 14,1 Prozent niedriger und bei den Vorleistungsgütern um 7,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Bei den Konsumgütern stieg er um 0,1 Prozent.

Die Auslandsaufträge sanken im Januar 2026 um 7,1 Prozent. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 7,3 Prozent und die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 7,1 Prozent. Die Inlandsaufträge lagen um 16,2 Prozent niedriger.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Januar 2026 saison- und kalenderbereinigt 1,5 Prozent höher als im Vormonat, so die Statistiker weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,3 Prozent höher. Für Dezember 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber November 2025 (vorläufiges Ergebnis: -1,4 Prozent).

de | wirtschaft | 68651355 |

Weitere Meldungen

Koalitionsabgeordnete fordern mehr Macht des Staats bei KNDS Koalitionsabgeordnete fordern mehr Macht des Staats beim Panzerbauer KNDS, an dem sich der Bund mit 40 Prozent beteiligen will. (Politik, 13.06.2026 - 08:05) weiterlesen...

BDA-Präsident fordert Reformbeschlüsse bis Mitte Juli Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, dringt auf weitreichende Reformbeschlüsse innerhalb der nächsten vier Wochen. (Politik, 13.06.2026 - 06:10) weiterlesen...

Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich Der Vorstandschef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger, schließt nicht aus, dass Frankreich nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS auch beim Zukunftspanzer-Projekt MGCS aussteigt."Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Papperger der "Welt am Sonntag". (Sonstige, 13.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

GKV-Sparpaket: Schnieder kritisiert Einschnitte für Pharmaindustrie Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) pocht auf Änderungen am geplanten Krankenkassen-Sparpaket.Er habe die Sorge, dass Einschnitte bei der Pharmaindustrie zu weniger Forschung in Deutschland führen könnten, sagte der CDU-Politiker dem "Interview der Woche" der ARD. (Sonstige, 12.06.2026 - 16:18) weiterlesen...

Bezug von Schwefelhexafluorid deutlich gesunken Deutsche Unternehmen haben im Jahr 2025 insgesamt 658,7 Tonnen des Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) bezogen. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 08:11) weiterlesen...

BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur sogenannten Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert.Brüssel habe zwar "wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der "Welt" (Freitagausgabe). (Wirtschaft, 12.06.2026 - 01:00) weiterlesen...