Industrie

Gesamtmetall-Präsident Wolf gibt Amt mit sofortiger Wirkung auf

14.10.2025 - 14:35:11 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, gibt sein Amt mit sofortiger Wirkung auf, obwohl er bis Juni nächsten Jahres gewählt ist.

Stefan Wolf (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Stefan Wolf (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Im "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) begründete der frühere Chef des Autozulieferers Elring-Klinger seine Entscheidung mit der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie, die "sehr herausfordernd" werden dürfte. "Meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger sollte sich an den Vorbereitungen von Anfang an beteiligen können und nicht erst im Juni 2026 einsteigen, wenn ich regulär aus dem Amt scheide", sagte Wolf. Zwar begännen die Metalltarifverhandlungen erst im September 2026, aber natürlich gebe es viele Gespräche schon vor der Tarifrunde.

Und seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger müsse mit einer gewissen Autorität gegenüber der IG Metall auftreten können. Ein Strafverfahren, das gegen ihn laufe, habe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, sagte der Gesamtmetall-Präsident. Wolf wird vorgeworfen, eine Haushaltshilfe schwarz beschäftigt zu haben. Im Mai hatte die Staatsanwaltschaft Tübingen Strafbefehl beantragt. Das Verfahren laufe jetzt seit drei Jahren und er habe keine Ahnung, wann es abgeschlossen sei, so Wolf. Die Akte liegt nach wie vor beim Amtsgericht Bad Urach. Er habe sich aber schon bei seiner Wiederwahl 2024 entschieden, dass diese Amtszeit seine letzte sein würde. "Ich mache das ehrenamtliche Geschäft jetzt seit mehr als 20 Jahren und es hat mir auch Spaß gemacht", sagte der Gesamtmetall-Präsident. "Aber irgendwann ist es genug."

de | wirtschaft | 68269732 |

Weitere Meldungen

Bezug von Schwefelhexafluorid deutlich gesunken Deutsche Unternehmen haben im Jahr 2025 insgesamt 658,7 Tonnen des Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) bezogen. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 08:11) weiterlesen...

BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur sogenannten Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert.Brüssel habe zwar "wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der "Welt" (Freitagausgabe). (Wirtschaft, 12.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Mittelstandsverband kritisiert fehlende Ergebnisse des Wirtschaftsgipfels Der Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Christoph Ahlhaus, hat die Ergebnisse des Treffens der Koalitionsspitzen mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften als unzureichend kritisiert."Außer dass man festgestellt hat, dass eben Reformbedarf ist und dass man insgesamt aber gute Laune hat, gibt es keine Nachrichten", sagte Ahlhaus RTL/ntv. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 13:59) weiterlesen...

Daimler Truck hält CO2-Vorgaben der EU für existenzbedrohend Deutschlands größter Lkw-Hersteller, Daimler Truck, sieht bei einer Verfehlung der CO2-Vorgaben der EU seine Existenz gefährdet. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 04:00) weiterlesen...

Merz verteidigt FCAS-Aus Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, das deutsch-französische Vorhaben, gemeinsam mit Spanien einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, zu beenden."Präsident Macron und ich haben es uns in dieser Frage eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges wirklich nicht leicht gemacht", sagte Merz am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. (Politik, 10.06.2026 - 15:01) weiterlesen...

SPD drängt auf Pharma-Kurswechsel bei Krankenkassen-Sparpaket Teile der SPD wollen der Pharmaindustrie beim geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz entgegenkommen. (Politik, 10.06.2026 - 13:51) weiterlesen...