Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Umwelthilfe will LNG-Pipeline-Bau auf Rügen stoppen

06.07.2023 - 12:25:58 | dpa.de

Der Naturschutzverband fürchtet «tiefgreifende und irreparable Auswirkungen» auf die Umwelt. Daher will sie gegen die Streckenführung einer Anschluss-Pipeline im Hafen Mukran vorgehen.

Blick auf die Plattform für Vorarbeiten zum geplanten LNG-Terminal vor Rügen. - Foto: Stefan Sauer/dpa
Blick auf die Plattform für Vorarbeiten zum geplanten LNG-Terminal vor Rügen. - Foto: Stefan Sauer/dpa

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geht gegen die Streckenführung der Anschluss-Pipeline des geplanten Flüssigerdgas-Terminals auf Rügen vor. Mit einer Einwendung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Bergamt Stralsund, soll eine kürzliche Planänderung blockiert werden, teilte der Naturschutzverband am Donnerstag in Berlin mit. Durch das Terminal im Hafen Mukran drohen demnach «tiefgreifende und irreparable Auswirkungen» auf die Umwelt unter und über Wasser.

«Der Vorhabenträger Gascade hat die geplante 50 Kilometer lange Pipeline in mehreren einzelnen Teilabschnitten beantragt, um die verursachten Umweltauswirkungen vermeintlich gering erscheinen zu lassen», kritisierte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. In der Gesamtbetrachtung seien die Terminal-Pläne jedoch «eine Katastrophe für besonders schützenswerte Meeresgebiete, den Erhalt der Artenvielfalt und unser Klima».

Am Freitag will sich der Bundestag mit der Aufnahme Mukrans in das sogenannte LNG-Beschleunigungsgesetz befassen. Die DUH fordert die Abgeordneten auf, diese Novelle abzulehnen. Der Verband sieht vor allem die geänderten Regeln zur Umweltverträglichkeitsprüfung kritisch. Dies stehe im Konflikt zu internationalen Vereinbarungen der Espoo-Konvention, die diese vorschreibt.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos

wirtschaft | 63834165 |

Weitere Meldungen

BSW-Chefin will russisches Pipeline-Öl für PCK Schwedt. Die Bundesvorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht, Amira Mohamed Ali, findet das vernünftig. Die USA haben die Öl-Sanktionen gegen Russland zeitweise gelockert. (Wirtschaft, 14.03.2026 - 13:39) weiterlesen...

BSW-Chefin: Wieder russisches Pipeline-Öl für PCK Schwedt. Die Bundesvorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht, Amira Mohamed Ali, findet das vernünftig. Die USA haben die Öl-Sanktionen gegen Russland zeitweise gelockert. (Wirtschaft, 14.03.2026 - 13:15) weiterlesen...

Schwesig: Schneller eine Entscheidung zu Social-Media-Verbot. Manuela Schwesig dauert das zu lange. In Deutschland wird seit den vergangenen Monaten kontrovers über ein mögliches Social-Media-Verbot für Minderjährige diskutiert. (Unterhaltung, 14.03.2026 - 02:10) weiterlesen...

Deutsche Seehäfen steigern Güterumschlag - Sorgen um Nahost. Doch der Krieg im Iran und die gesperrte Straße von Hormus treibt die Reedereien um. Trotz globaler Krisen und des Zollstreits mit den USA haben deutsche Seehäfen 2025 mehr Güter umgeschlagen. (Wirtschaft, 10.03.2026 - 09:28) weiterlesen...

Deutscher soll Chef der EU-Staatsanwaltschaft werden. Die Behörde deckt jährlich Betrugsfälle in Milliardenhöhe auf. Der deutsche Jurist Andrés Ritter steht vor der Ernennung zum Chef der EU-Staatsanwaltschaft. (Ausland, 10.03.2026 - 03:35) weiterlesen...

Mordanklage im Fall Fabian - Bekannte als Tatverdächtige. Eine Tatverdächtige sitzt seit November in U-Haft. Gegen sie wurde nun Anklage erhoben. Der achtjährige Fabian wurde im vergangenen Oktober Opfer eines Gewaltverbrechens. (Unterhaltung, 09.03.2026 - 13:47) weiterlesen...