Deutschland, Konjunktur

Ifo: Auslastung steigt - Wirtschaft am Beginn einer Erholung

10.02.2026 - 10:37:51 | dpa.de

Der dritte leichte Anstieg in Folge macht Hoffnung auf eine Besserung. Allerdings geht es nicht überall nach oben.

Ifo-Experte Timo Wollmershäuser sieht den konjunkturellen Tiefpunkt durchschritten. (Archivbild) - Foto: Christoph Soeder/dpa
Ifo-Experte Timo Wollmershäuser sieht den konjunkturellen Tiefpunkt durchschritten. (Archivbild) - Foto: Christoph Soeder/dpa

Das Ifo-Institut sieht positive Signale aus der Wirtschaft: Die Kapazitätsauslastung ist das dritte Mal in Folge leicht gestiegen. Inzwischen liegt sie bei 83,6 Prozent, wie die Wirtschaftsforscher mitteilten. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als vor drei Monaten.

«Den konjunkturellen Tiefpunkt hat die deutsche Wirtschaft offenbar hinter sich gelassen und steht am Beginn einer Erholung», sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. «Allerdings liegt der Auslastungsgrad immer noch um über 2 Prozentpunkte unter seinem langfristigen Durchschnitt.» Ihn gibt das Ifo mit 85,8 Prozent an. 

Der Auslastungsgrad, den das Ifo alle drei Monate erfragt, ist die letzten drei Male jeweils um wenige Zehntelprozentpunkte gestiegen. Konkret von 82,9 im zweiten Quartal 2025 auf, 83,2 im dritten, 83,3 im vierten und nun 83,6 Prozent.

Davor war es fast drei Jahre lang meist nach unten gegangen - von 88 Prozent im dritten Quartal 2022 auf die knapp 83 im zweiten Quartal 2025.

Große Unterschiede 

Auch wenn die Gesamtzahl derzeit nach oben weist, gibt es große Unterschiede. So liegt die Auslastung in der Industrie mit 77,5 Prozent deutlich stärker unter ihrem langjährigen Durchschnitt von 83,2 Prozent. Hier geht es zudem aktuell sogar leicht nach unten. Im Bauhauptgewerbe liegt sie mit 66,6 Prozent ebenfalls unter dem langjährigen Durchschnitt von 69,4 Prozent - hier spielt laut Ifo aber auch das zuletzt ungünstige Wetter eine Rolle. 

Deutlich besser sieht es bei den Dienstleistern aus. Ihre Auslastung lag mit 89,5 Prozent über ihrem langjährigen Durchschnitt. «Dies steht im Einklang mit der überwiegend positiven Lageeinschätzung der Dienstleistungsunternehmer», sagte Wollmershäuser.

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