Chinas, PrÀsident

Chinas PrÀsident Xi setzt auf enge Kooperation mit Deutschland

16.04.2024 - 06:22:27

Der chinesische PrĂ€sident Xi Jinping hat zu Beginn seines Treffens mit Bundeskanzler Olaf Scholz fĂŒr eine enge Zusammenarbeit beider LĂ€nder geworben.

"Gemeinsam können wir der Erde mehr StabilitĂ€t und Sicherheit einhauchen", sagte Xi laut offizieller Übersetzung. "Solange man an den Prinzipien des gegenseitigen Respekts, der Suche nach Gemeinsamkeiten trotz Differenzen und des gegenseitigen Lernens festhĂ€lt, können die bilateralen Beziehungen sich weiterhin stabil entwickeln."

Xi sagte, dass eine "neue Epoche der Turbulenzen und der UmbrĂŒche" begonnen habe, in der die Risiken fĂŒr die gesamte Menschheit zunehmen wĂŒrden. "Um diese Fragen zu lösen ist es unabdingbar, dass zwischen den GroßmĂ€chten die Kooperation die Oberhand gewinnt." In diesem Sinne sei eine stabile Zusammenarbeit der großen Volkswirtschaften Deutschland und China wichtig. Sie werde "nicht nur auf dem gesamten eurasischen Kontinent, aber auch auf die ganze Welt großen Einfluss ausĂŒben".

Scholz wurde in seinem kurzen Statement zu Beginn des GesprĂ€chs konkreter und sprach drei Themen an: Ukraine-Krieg, Klimaschutz und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Er betonte, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die AufrĂŒstung Russlands ganz erhebliche negative Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa hĂ€tten. "Sie beeintrĂ€chtigen unsere Kerninteressen unmittelbar. Mittelbar beschĂ€digen sie die gesamte internationale Ordnung, denn sie verletzen einen Grundsatz der Charta der Vereinten Nationen, den Grundsatz der Unverletzlichkeit von Staatsgrenzen."

Scholz erinnerte daran, dass er bei seinem letzten China-Besuch zusammen mit Xi deutlich gemacht habe, dass mit dem Einsatz von Nuklearwaffen nicht einmal gedroht werden dĂŒrfe. "Gerne möchte ich mit Ihnen heute darĂŒber diskutieren, wie wir mehr zu einem gerechten Frieden in der Ukraine beitragen können."

Scholz warb fĂŒr eine engere Zusammenarbeit mit China beim Klimaschutz. "Unsere beiden Staaten tragen Verantwortung fĂŒr den Schutz globaler öffentlicher GĂŒter", sagte der SPD-Politiker. Und er machte sich fĂŒr ein regelbasiertes Handelssystem stark, wie es die Welthandelsorganisation WTO verkörpere. "Sowohl China als auch Deutschland sind Handelsnationen, die von der WTO stark profitieren. Wir setzen uns dafĂŒr ein, das Regelwerk fĂŒr den globalen Handel zu stĂ€rken und gemeinsam mit den anderen WTO-Mitgliedern weiterzuentwickeln."

FĂŒr Scholz stand am Dienstag neben dem Treffen mit PrĂ€sident Xi auch eines mit MinisterprĂ€sident Li Qiang auf dem Programm. FĂŒr die GesprĂ€che mit den beiden waren mehrere Stunden vorgesehen.

@ dpa.de