CVE-2026-65400, Apple

CVE-2026-65400: Apple schließt Remote-Access-Lücke mit CVSS 7,5

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple behebt mit neuen macOS-Updates eine kritische Sicherheitslücke, die Angreifern ohne Passwort die Fernsteuerung von Rechnern ermöglichte.

Apple schließt kritische macOS-Lücke in der Bildschirmfreigabe
Ein moderner Apple-Computerbildschirm mit abstraktem Programmcode in einer dunklen, professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple hat am 6. August Sicherheitsupdates für macOS veröffentlicht. Sie schließen eine kritische Schwachstelle in der Bildschirmfreigabe, die Angreifern Zugriff auf fremde Rechner ermöglichte.

Angreifer umgingen Passwort-Abfrage

Die Sicherheitslücke CVE-2026-65400 betrifft den Fernzugriffsdienst von macOS. Angreifer im selben lokalen Netzwerk oder WLAN konnten den Login-Prozess manipulieren. Ohne Passworteingabe übernahmen sie die Kontrolle über die grafische Benutzeroberfläche des Ziel-Macs.

Besonders heikel: Die Komponente SSFileCopySender lief mit Root-Rechten und vollständigem Festplattenzugriff. Das erlaubte Remote Code Execution – also das Ausführen beliebigen Schadcodes aus der Ferne – sowie den Zugriff auf sensible Systemdateien. Der CVSS-Wert von 7,5 unterstreicht die Schwere des Risikos.

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Drei macOS-Versionen betroffen

Apple stellte Updates für die aktuelle Version und zwei Vorgängerversionen bereit:

  • macOS 26.6.1 (Tahoe)
  • macOS 15.7.9 (Sequoia)
  • macOS 14.8.9 (Sonoma)

Die Installation läuft über die Systemeinstellungen unter „Softwareupdate“. Auffällig: Die Veröffentlichung erfolgte ohne öffentliche Beta-Phase – ein übliches Zeichen für die Dringlichkeit einer Sicherheitskorrektur. Bisher gibt es keine Belege für aktive Angriffe.

Experten raten zu schnellem Update

IT-Sicherheitsexperten empfehlen, die Updates zeitnah einzuspielen. Besonders gefährdet sind Umgebungen mit häufiger Bildschirmfreigabe-Nutzung oder viele Nutzer im selben Netzwerk. Öffentliche WLAN-Netzwerke und unzureichend gesicherte Firmennetzwerke bergen ein erhöhtes Risiko. Ob ein Angriff auch über das Internet möglich ist, wird derzeit noch untersucht.

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Parallel testet Apple bereits iOS 26.6.1. In Europa verzögert der Digital Markets Act weiterhin die Einführung bestimmter Siri-KI-Funktionen. Administratoren sollten zudem andere Sicherheitsrisiken im Blick behalten – etwa den Umgang mit Cloud-Daten bei Diensten wie Dropbox oder die Deinstallation von Office-Paketen, die zu Datenverlusten führen kann.

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