CO2-Grenzausgleich, CBAM

CO2-Grenzausgleich: EU erweitert CBAM ab Januar 2028 drastisch

08.06.2026 - 09:48:38 | boerse-global.de

Ab 2028 drohen tausenden Importeuren milliardenschwere CO2-Abgaben durch erweitertes EU-Grenzausgleichssystem.

EU weitet CO2-Grenzausgleich CBAM ab 2028 drastisch aus
CO2-Grenzausgleich - Nahaufnahme von Aluminium-Strangpressprofilen und Gusskomponenten in einer modernen Fabrik, die globale Lieferketten und CO2-Regulierungen andeutet. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

500 neue Importeure milliardenschwere CO2-Abgaben zu. Die Europäische Union erweitert ihr Grenzausgleichssystem CBAM auf etwa 180 neue Produktcodes – mit drastischen Folgen für Lieferketten und Handelspartner.

Was genau sich ändert

Bisher erfasste der CO2-Grenzausgleich vor allem Rohstoffe wie Stahl, Aluminium oder Zement. Jetzt rücken Fertigprodukte und Bauteile in den Fokus. Die EU will damit verhindern, dass Unternehmen die CO2-Kosten umgehen, indem sie statt Rohstoffen bereits verarbeitete Waren importieren.

Anzeige: Wer ab 2028 unter die neuen CBAM-Produktcodes fällt, muss jetzt handeln – sonst drohen milliardenschwere CO2-Abgaben. Dieser Report zeigt, wie Sie Ihre Lieferkette rechtzeitig umstellen und Fördergelder für den Industriestrompreis sichern. Jetzt kostenlosen CBAM-Report anfordern

Betroffen sind unter anderem:
- Aluminium-Strangpressprofile
- Gusskomponenten für die Automobilindustrie
- Wärmetauscher
- Gehäuse für Haushaltsgeräte
- Teile für die Luftfahrtindustrie

Bereits im Dezember 2025 zeichnete sich ab, dass die EU-Kommission rund 200 neue Kategorien aufnehmen will – darunter auch Bauteile für Kühlschränke und weitere Autoteile.

Harte Schläge für Exportnationen

Die neuen Regeln treffen internationale Handelspartner empfindlich. Allein indische Aluminiumexporteure müssen mit Verlusten von rund 0,77 Milliarden US-Dollar rechnen. Innerhalb der EU läuft derweil die Lobbymaschinerie auf Hochtouren: Branchenvertreter kämpfen darum, ihre Produkte entweder auf die Liste zu bekommen oder wieder zu streichen.

Milliarden für die Dekarbonisierung

Der Grenzschutz ist dringend nötig – die Kosten der Transformation sind enorm. Ein Beispiel aus Bulgarien zeigt die Dimension: Die Chemieindustrie des Landes benötigt bis 2035 Investitionen zwischen 2,6 und 5,9 Milliarden Euro. Allein auf die Raffinerie- und Petrochemiebranche entfallen davon bis zu 2,1 Milliarden Euro.

Dabei hat Bulgarien seine Emissionen seit Ende der 1980er-Jahre bereits um über 80 Prozent gesenkt. In Sektoren wie Petrochemie, Zement und Düngemittelproduktion stehen trotzdem weitere Milliardeninvestitionen an.

Anzeige: Indische Aluminiumexporteure verlieren bereits 0,77 Milliarden US-Dollar durch CBAM – ein Vorgeschmack auf das, was 2028 auf 7.500 neue Importeure zukommt. Mit der Schritt-für-Schritt-CO2-Bilanz in diesem Report vermeiden Sie böse Überraschungen. CO2-Bilanz-Vorlage jetzt sichern

Entlastung in Sicht?

Parallel zur Ausweitung der CO2-Abgaben diskutieren EU und nationale Regierungen über Entlastungen bei den Energiekosten. In Deutschland informieren die Industrie- und Handelskammern aktuell über Förderrichtlinien für den Industriestrompreis. Er soll energieintensive Unternehmen bei ihren Investitionsverpflichtungen unterstützen.

Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck in anderen Bereichen. Die neue Verpackungsverordnung (PPWR) zwingt Unternehmen aus Medizintechnik und anderen Branchen zu mehr Rückverfolgbarkeit. Hinzu kommt die EU-Plastiksteuer. Die Compliance-Anforderungen in der industriellen Wertschöpfungskette werden damit immer komplexer.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69498800 |