CO2-Emissionen: Schweiz zahlt Rekord-Strafe von 97,7 Mio. CHF
23.06.2026 - 22:08:28 | boerse-global.de
Die Importeure müssen dafür tief in die Tasche greifen.
Rekord-Strafzahlungen für zu hohen Ausstoß
Personenwagen stießen 2025 im Schnitt 101,6 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Das sind elf Prozent weniger als im Vorjahr. Doch der Zielwert von 93,6 Gramm liegt noch immer deutlich außer Reichweite. Die Folge: Sanktionen in Höhe von 97,7 Millionen CHF. Zum Vergleich: 2024 waren es gerade einmal 2,26 Millionen.
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Auch bei Lieferwagen und leichten Sattelschleppern sieht es düster aus. Die Emissionen sanken um neun Prozent auf 174,9 Gramm pro Kilometer. Erlaubt wären 153,9 Gramm. Die Strafzahlungen stiegen auf 25,9 Millionen CHF – nach 22,3 Millionen im Vorjahr.
Elektro-Anteil wächst trotz Zielverfehlung
Die Elektrifizierung der Schweizer Flotte kommt voran. Der Anteil der Steckerfahrzeuge bei Personenwagen kletterte auf 34,4 Prozent (Vorjahr: 27,8 Prozent). Bei Lieferwagen verdoppelte er sich fast von 10,5 auf 20 Prozent.
Doch das reicht nicht, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Die Importeure müssen ihre Anstrengungen weiter erhöhen – oder weiter zahlen.
EU-Markt: Elektroautos bei 20 Prozent
Auch der europäische Markt zeigt einen klaren Trend. Der Verband ACEA meldet für Mai 2026 einen Anstieg der Neuzulassungen um 3,2 Prozent auf 955.013 Fahrzeuge. Während Benzin- und Dieselautos jeweils rund 20 Prozent verlieren, legen vollelektrische Fahrzeuge um 42,9 Prozent zu – auf 203.417 Einheiten.
Damit erreichen BEVs einen Marktanteil von 20 Prozent. Hybride kommen auf 37,8 Prozent, Plug-in-Hybride auf 9,7 Prozent.
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Chinesische Hersteller drängen in den Markt
Die europäische Autowelt sortiert sich neu. Chinesische Marken wie BYD, Geely, SAIC, Chery und Leapmotor bauen ihre Präsenz massiv aus. Ihr Marktanteil in der EU stieg auf 9 Prozent – im Vorjahreszeitraum waren es 6 Prozent.
BYD legte um 159 Prozent zu und liegt mit 2,1 Prozent Marktanteil vor Tesla (1,9 Prozent). Leapmotor und Chery melden ebenfalls dreistellige Zuwachsraten.
Die etablierten Hersteller spüren den Druck. Volkswagen verkaufte im Mai 3,6 Prozent weniger (254.011 Fahrzeuge). Auch Stellantis und Renault verloren. Einzige Lichtblicke: BMW und Mercedes konnten leichte Zuwächse verbuchen, ihr Marktanteil sank aber von 39 auf 38,3 Prozent.
