CinemaxX-Streik: ver.di fordert 15,80 Euro Mindestlohn
27.06.2026 - 06:32:17 | boerse-global.de
di hat die Beschäftigten der Kinokette CinemaxX für heute zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Ziel ist mehr Druck in den Tarifverhandlungen – vor allem für die unteren Lohngruppen.
Forderung: 15,80 Euro Mindestlohn
ver.di verlangt für die rund 1.200 Mitarbeiter eine neue Lohnuntergrenze. Künftig soll niemand mehr unter 15,80 Euro pro Stunde verdienen. Der heutige Streikaufruf unterstreicht die Entschlossenheit der Gewerkschaft, deutliche Verbesserungen durchzusetzen.
Teil einer größeren Streikwelle
Die Aktion bei CinemaxX ist kein Einzelfall. Bereits gestern und heute rief ver.di auch Beschäftigte im Einzel- sowie Groß- und Außenhandel in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks auf.
In Augsburg versammelten sich heute mehrere hundert Teilnehmer zu einer zentralen Kundgebung. ver.di-Chef Frank Werneke nannte die Arbeitgeberangebote im Handel unzureichend. Die Gewerkschaft fordert dort 7 Prozent mehr Lohn – mindestens 222 bis 225 Euro monatlich – sowie ein Mindesteinkommen von 14,90 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber bieten kleinere Schritte, die teils erst 2026 oder 2027 wirksam werden sollen.
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Auswirkungen noch unklar
Wie stark der Betrieb in den CinemaxX-Kinos heute tatsächlich beeinträchtigt wurde, blieb zunächst offen. Ähnliche Warnstreiks im Einzelhandel – etwa bei Kaufland, IKEA, H&M und Primark – führten gestern im Saarland und in Rheinland-Pfalz nur zu vereinzelten Beteiligungen. Die meisten Filialen blieben regulär geöffnet.
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Die Tarifkonflikte im Dienstleistungssektor bleiben festgefahren. Für Anfang Juli sind neue Verhandlungsrunden im regionalen Einzelhandel geplant. ver.di hatte die bisherigen Angebote als deutlich zu niedrig zurückgewiesen. Auch bei CinemaxX wird der weitere Verlauf der Gespräche von der Streikbereitschaft an den einzelnen Standorten abhängen.
