China, Kohle

China geht die Kohle aus (EMFIS empfiehlt DR5XT3)

Veröffentlicht: 11.06.2007 um 09:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Chinas Hunger nach Rohstoffen wird für die Welt allmählich zu einer ernsten Herausforderung. In zahlreichen Rohstoff-Klassen droht die Nachfrage mittelfristig schneller anzusteigen als das Angebot. Anleger können von diesem Szenario mit einem neuen Zertifikat der Dresdner Bank profitieren, das den S-BOX EM Rohstoff & Industriemetall-Index abbildet. Dieser enthält die Aktien von zwanzig vielversprechenden Rohstoffkonzernen aus Emerging Markets. China weist bereits heute – nach den USA – den zweithöchsten Ölverbrauch der Welt auf. Etwas weniger bekannt ist der enorme Kohlebedarf des Landes. Theoretisch sollte dies kein großes Problem darstellen, sitzt doch das Land auf den wahrscheinlich größten Kohle-Vorkommen der Erde. Doch der Bedarf wächst auch hier massiv an. So werden etwa 70 Prozent des Stroms in China durch Kohleverfeuerung erzeugt. Vorerst ist hier kein Ende abzusehen, denn das Reich der Mitte muss alle Energieträger nutzen, die es bekommen kann. Allein 2006 ist die installierte Kraftwerks-Kapazität dort noch einmal um 20 Prozent (auf 660.000 Megawatt) gestiegen, ohne dass bei der Versorgung seiner Mega-Citys eine nennenswerte Entspannung eingetreten wäre. Für Chinas reiche Nachbarn hat dies bereits Konsequenzen. Bisher war das Land ein verlässlicher Kohle-Lieferant für die Großkraftwerke in Japan und Korea. Der schwarze Rohstoff wurde in großen Mengen und zu sehr konkurrenzfähigen Preisen abgetreten. Inzwischen kann China seine Kohle aber auch selbst gut gebrauchen. Die Förderung in den Minen läuft ohnehin bereits am Anschlag. Auch wird die Regierung nicht umhin kommen, zahlreiche kleinere Stollen zu schließen, da die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen dort untragbar geworden sind. In den jüngsten Verhandlungsrunden haben die chinesischen Verhandlungsführer ihre Kohle-Abnehmer deshalb mit unangenehmen Forderungen konfrontiert. Die Käufer aus Japan und Korea sollen künftig bis zu 75 Dollar pro Tonne bezahlen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Aufschlag von rund 44 Prozent. Die Kohleexporte des Landes sind zuletzt ohnehin merklich zurückgegangen. 2004 lagen sie noch bei 94 Millionen Tonnen; in diesem Jahr dürften sie kaum 55 Millionen Tonnen erreichen. Dazu passt, dass die Regierung jüngst die Export-Subventionierung für Kohle stark zusammengestrichen hat. Gleichzeitig führt das Land immer mehr Kohle ein und ist somit im April dieses Jahres erstmals zu einem Netto-Importeur geworden. Die Abnehmer stehen damit vor einem Dilemma. Für sie wäre Kohle aus Australien und Indonesien inzwischen wieder billiger zu haben als aus dem „Billiglohn-Land“ China – wären da nicht die hohen Frachtraten. Laut dem Baltic Dry Index, der die Kosten für die Verschiffung von Schüttgut erfasst, sind diese innerhalb eines Jahres um 46 Prozent gestiegen. Der Transport einer Tonne Kohle aus Australien nach Japan kostet mittlerweile stolze 20 Dollar. Wie immer sich die Käufer-Kartelle nun auch entscheiden mögen - sie werden nicht umhin kommen, dauerhaft höhere Preise zu zahlen. Denn auch die klassischen Industrienationen sind noch weit davon entfernt, ihren fossilen Brennstoffverbrauch durch alternative Technologien nennenswert senken zu können. Freuen dürfen sich hingegen die chinesischen Förderkonzerne. In der aktuellen Konstellation sind hohe Preise und enorme Abnahme-Mengen nahezu garantiert. Dies spült Milliarden in die Kriegskassen und schafft die Möglichkeit zu Großfusionen und Investitionen in effiziente Technologie und die Erschließung neuer Vorkommen. Wie bei all den neuen Rohstoff-Giganten aus den Schwellenländern weiß man auch dort, dass sich die Welt ohne deren Produkte nicht weiter drehen wird. Welche anderen Unternehmen können dies schon von sich sagen? Investieren Sie in 20 interessante Energie- und Rohstoffkonzerne aus den Emerging Markets: Mit dem Open End Zertifikat der Dresdner Bank auf den „S-BOX EM Rohstoff & Industriemetall Performance Index“ (WKN: DR5XT3).

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