Deutschland, Verkehr

Verkehrsminister kritisiert neue Preis-Debatte beim D-Ticket

17.09.2025 - 07:36:29 | dpa.de

Brandenburgs Verkehrsminister Tabbert fordert stabile Preise für das Deutschlandticket. Er kritisiert die jährlichen Debatten um mögliche Erhöhungen.

Brandenburgs Verkehrsminister will Preisstabilität beim D-Ticket. - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Brandenburgs Verkehrsminister will Preisstabilität beim D-Ticket. - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Beim Deutschlandticket darf es aus Sicht von Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) nicht jedes Jahr neuen Streit um den Preis geben. Bei der Sonderverkehrsministerkonferenz in München am Donnerstag geht es um die Finanzierung und die Frage, bleibt es bei 58 Euro oder wird das Nahverkehrs-Ticket teurer.

«Das Deutschlandticket braucht endlich eine verlässliche Grundlage. Es muss über mehrere Jahre hinweg finanziell abgesichert sein, damit es nicht jedes Jahr neue Diskussionen über den Preis gibt», sagte Tabbert auf Anfrage der dpa. «Solche Debatten verunsichern die Fahrgäste und gefährden den Erfolg dieses Tickets.»

Preisfrage: 58 Euro oder mehr?

Der Verkehrsminister sagte, er gehe davon aus, dass es zunächst bei 58 Euro im Monat für das Ticket im Nahverkehr bleibe. Der Bund habe im Koalitionsvertrag zugesichert, das Deutschlandticket bis 2029 preisstabil zu halten. 

Diskutiert wird allerdings über eine mögliche Preiserhöhung. Dem Vernehmen nach könnten die Nutzer im kommenden Jahr 62 bis 64 Euro pro Monat zahlen müssen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur im Vorfeld der Sonderverkehrsministerkonferenz aus Verhandlerkreisen.

Die Länder wollen bei der Konferenz in München ihren Vorschlag zur Finanzierung des Tickets vorlegen. Zu Jahresbeginn war der Preis von 49 Euro auf 58 Euro im Monat gestiegen. Die Kosten des Deutschlandtickets sind ein Dauerstreitpunkt zwischen Bund und Ländern.

Länder wollen Nachbesserung des Bundes bei Finanzierung

Der Bund sei in der Pflicht, seinen bisherigen Beitrag in Höhe von jährlich 1,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt zu erhöhen, sagte Brandenburgs Minister Tabbert. «Denn die jährlich bisher von Bund und Ländern je zur Hälfte bereitgestellten drei Milliarden Euro reichen schon jetzt nicht mehr aus, um die tatsächlichen Kosten zu decken.» Die Länder erwarteten, dass der Bund nachbessere.

Am Donnerstag sollen die seit Monaten stockenden Verhandlungen zur künftigen Finanzierung des bundesweit gültigen Deutschlandtickets im Nahverkehr in München weitergehen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) wird allerdings nicht dabei sein, da er wegen der Haushaltswoche in Berlin gebunden ist.

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