Brandenburg entspannt nach Söders Drohung zu Finanzausgleich
05.08.2025 - 06:24:02 | dpa.de"Die grundgesetzliche Ordnung sieht vor, dass die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet ist, in allen Landesteilen gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen", sagte Crumbach der Deutschen Presse-Agentur. "Und es ist normales menschliches Verhalten, dass der, der etwas stÀrker ist, die Lasten derer mittrÀgt, die etwas schwÀcher sind."
Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) hatte Ende Juli den Ausstieg seines Landes aus dem LĂ€nderfinanzausgleich spĂ€testens in fĂŒnf Jahren angedroht. Bayern klage weiter - und wenn es keine Einigung unter den LĂ€ndern gebe, werde der Finanzausgleich definitiv gekĂŒndigt, hatte er gesagt. Die Zahlungen Bayerns in den LĂ€ndertopf hĂ€tten Rekordniveau erreicht. Der Freistaat hatte im Jahr 2023 Klage gegen den Finanzausgleich beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Brandenburgs Finanzminister sagte: "Herr Söder röhrt manchmal ganz gerne. Das macht er, um seine bayerischen WÀhlerinnen und WÀhler zufriedenzustellen, aber mehr ist es auch nicht."
Der LĂ€nderfinanzausgleich war im ersten Halbjahr 2025 auf einen Rekordwert von mehr als 11 Milliarden Euro gestiegen. Finanzstarke BundeslĂ€nder zahlen ein, finanzschwache LĂ€nder profitieren. Den vier GeberlĂ€ndern Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und Hamburg stehen zwölf NehmerlĂ€nder gegenĂŒber, darunter Brandenburg.
Nach offiziellen Zahlen hat Bayern im ersten Halbjahr knapp 6,7 Milliarden Euro ĂŒberwiesen. Spitzenreiter bei den NehmerlĂ€ndern ist Berlin mit 2,028 Milliarden Euro, gefolgt von Sachsen und ThĂŒringen.
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