BGM-Förderpreis, Euro

BGM-Förderpreis: 60.000 Euro für digitale Arbeitswelt bis 18. Juli

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 20:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Experte berät BMAS, Wolfenbüttel gewinnt Präventionspreis, NIS2 verschärft Haftung für Führungskräfte.

Arbeitssicherheit: Neue Gremien, Preise und Cyberschutz-Pflichten
Mitarbeiter in einem modernen Büro, einer mit Schutzhelm und Warnweste, betrachten ein Tablet mit einem grünen Häkchen-Symbol. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens zieht in den nationalen Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (ASGA) ein. Das Gremium berät das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Berufung des Experten aus Bremerhaven erfolgte am 13. Juli 2026.

Wolfenbüttel räumt Präventionspreis ab

Die Stadt Wolfenbüttel erhielt am 13. Juli den mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis Prävention des Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes. Die Jury lobte: Die Stadt verstehe Sicherheit und Gesundheit systematisch als Führungsaufgabe. Besonders ein Projekt für pädagogische Fachkräfte hoben die Juroren hervor.

Auch die DAK-Gesundheit macht Tempo. Sie verlängerte die Anmeldefrist für den Deutschen BGM-Förderpreis bis zum 18. Juli 2026. Gesucht werden Projekte für eine digitale und zukunftsfähige Arbeitswelt. Ausgelobt sind Sachleistungen im Wert von 60.000 Euro.

Praktische Erfolge meldet das Linzer Unternehmen MIC. Dessen Programm „fit2mic“ senkte die Krankenstandstage um 25 Prozent unter den Branchendurchschnitt. Das Konzept kombiniert Fitnessangebote, psychologische Beratung und regelmäßige Gesundheitschecks. In der IT-Branche erzielte die Firma evidanza in einer Mitarbeiterbefragung eine vollständige Zustimmung zur Arbeitsplatzqualität – und übertraf damit nationale Benchmarks.

Unfallzahlen sinken – Sturzgefahr bleibt

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) meldet: 2025 sanken die meldepflichtigen Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft um 4,6 Prozent. Dennoch sind Sturz- und Stolperunfälle mit 28 Prozent weiterhin der Hauptunfallschwerpunkt. Die SVLFG fördert Investitionen in die Sicherheit deshalb mit bis zu 25 Prozent der Anschaffungskosten.

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Die Berufsgenossenschaft BG ETEM mahnt derweil: Betriebe müssen ihre Erste Hilfe regelmäßig überprüfen. Neben der Ausbildung von Ersthelfern geht es um die Sichtbarkeit von Notfallmaterial und Defibrillatoren (AED). Arbeitsmediziner betonen: Gute Vorbereitung und regelmäßige Übungen entscheiden im Ernstfall über Leben und Tod.

NIS2: Cybersicherheit wird Chefsache

Seit dem 6. Dezember 2025 gilt in Deutschland die NIS2-Richtlinie. Sie macht Cybersicherheit zur direkten Leitungsaufgabe. Die Zahlen sind alarmierend: Cyberangriffe verursachen Schäden von 289,2 Milliarden Euro. Laut Branchenverbänden sind 87 Prozent der deutschen Unternehmen betroffen. Bei Versäumnissen droht Geschäftsführungen nun persönliche Haftung. Experten warnen besonders vor vernachlässigter Sicherheit operativer Systeme (OT).

Globaler Konsens: 64 Forscher legen Fahrplan vor

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Mitte Juli veröffentlichten 64 Wissenschaftler von fünf Kontinenten einen globalen Präventions-Konsens. Der 10-Punkte-Fahrplan HEAL zielt auf gesunde Lebensweise und Ernährung. Ziel: Mindeststandards in Gesundheits- und Bildungspolitik etablieren. Nichtübertragbare Erkrankungen sind weltweit für die meisten Todesfälle verantwortlich.

Dienstleister wie die SWICA helfen bei der Umsetzung. Deren Präventionsmanagement setzt auf Analyse, Umsetzung und Controlling. Das Ziel: Mitarbeiterzufriedenheit steigern und Versicherungsprämien durch geringere Absenzen stabil halten.

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