AWS-Fehler: Kunden sahen Billionenbeträge in Kostenschätzungen
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 22:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Juli weltweit die Fassung verlieren. In den Dashboards tauchten Kostenschätzungen auf, die bis zu sieben Billionen US-Dollar erreichten – und damit das BIP ganzer Staaten überstiegen.
Fehlerhafte Einheitenberechnung sorgt für Chaos
Die Störung begann am Abend des 16. Juli um 19:38 Uhr (PDT). Auslöser war eine fehlerhafte Konfigurationsänderung bei der Einheitenumrechnung in einem Subsystem für Kostenschätzungen. Die Folge: völlig realitätsferne Beträge in den Administrations-Oberflächen.
Die Spannbreite der Fehlanzeigen war enorm. Einige Kunden sahen Summen zwischen 1,5 und 2,5 Billionen Dollar, andere bis zu sieben Billionen. Besonders absurd: Ein Nutzer mit monatlichen Kosten von fünf Cent bekam plötzlich eine Schätzung von 2,5 Milliarden Dollar präsentiert. Ein anderer mit üblichen 200 Dollar Ausgaben wurde mit Billionenbeträgen konfrontiert.
Automatische Alarme lösen aus
Obwohl Amazon betonte, dass es sich um einen rein visuellen Fehler handelte, hatten die Phantom-Rechnungen reale Konsequenzen. Die extremen Abweichungen aktivierte hinterlegte Budget-Schwellenwerte – IT-Verantwortliche erhielten massenhaft automatisierte Warnungen über angebliche Kostenexplosionen.
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Der Konzern stellte klar: Die tatsächlichen Abrechnungen und Abbuchungen waren nie betroffen. Die Fehler beschränkten sich auf die Prognosefunktionen im AWS Cost Explorer und der Billing Console. Eine Gefahr für die Liquidität von Unternehmen bestand zu keinem Zeitpunkt.
Rollback scheitert zunächst
AWS leitete sofort Gegenmaßnahmen ein. Ein erster Versuch, das System per Rollback zurückzusetzen, schlug fehl. Daraufhin pausierte der Anbieter die Aktualisierungen im Abrechnungssystem und begann mit der schrittweisen Korrektur der Datenbestände.
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Das Unternehmen entschuldigte sich via X für den Vorfall. Bis zum 18. Juli verschwanden die Milliarden- und Billionenbeträge aus den meisten Dashboards. Die vollständige Bereinigung erfolgte am 19. Juli – ohne dass Kunden manuell eingreifen mussten.
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