Deutschland, Hessen

Tarifgespräche für Chemiebranche gehen in heiße Phase

24.03.2026 - 13:18:32 | dpa.de

Arbeitgeber und Gewerkschafter verhandeln um mehr Geld für rund 585.000 Beschäftigte in der kriselnden Chemiebranche. Die Kämpfe in Nahen Osten machen die Gespräche in dritter Runde nicht leichter.

  • Die Chemiebranche kämpft gegen hohe Energiepreise und Wirtschaftsflaute - die Tarifverhandlungen stocken (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
    Die Chemiebranche kämpft gegen hohe Energiepreise und Wirtschaftsflaute - die Tarifverhandlungen stocken (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
  • Zum Verhandlungsauftakt Anfang Februar in Hannover begrüßten sich die Verhandlungsführer Oliver Heinrich (IG BCE, links) und Matthias Bürk (BAVC) per Handschlag. (Archivbild) - Foto: Michael Matthey/dpa
    Zum Verhandlungsauftakt Anfang Februar in Hannover begrüßten sich die Verhandlungsführer Oliver Heinrich (IG BCE, links) und Matthias Bürk (BAVC) per Handschlag. (Archivbild) - Foto: Michael Matthey/dpa
Die Chemiebranche kämpft gegen hohe Energiepreise und Wirtschaftsflaute - die Tarifverhandlungen stocken (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa Zum Verhandlungsauftakt Anfang Februar in Hannover begrüßten sich die Verhandlungsführer Oliver Heinrich (IG BCE, links) und Matthias Bürk (BAVC) per Handschlag. (Archivbild) - Foto: Michael Matthey/dpa

Schwierige Gespräche in Zeiten des Iran-Kriegs: In den bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte der Chemie- und Pharmaindustrie hat die dritte Runde begonnen. Die Branchengewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC ringen im rheinland-pfälzischen Bad Breisig um Gehaltszuwächse und Jobsicherung inmitten der Konjunkturflaute. Die Verhandlungen sind bis Mittwoch angesetzt.

Ende Februar waren die Gespräche ergebnislos vertagt worden, nun macht der Krieg im Nahen Osten die Verhandlungen komplexer. Denn gerade die Chemiebranche ist vom Anstieg der Energiepreise stark betroffen. Sie verbraucht viel Öl und Gas, zugleich spielen die Rohstoffe eine zentrale Rolle als Ausgangsstoffe etwa für Kunststoffe, Dünger, Medikamente, Lösungsmittel und Kosmetika. 

Drittgrößte deutsche Industriebranche in der Krise

Während die Arbeitgeber wegen der Krise der Chemiebranche auf Lohnzurückhaltung pochen, will die IG BCE Jobs sichern und höhere Entgelte oberhalb der Inflation erreichen. Die dürfte mit dem Nahost-Krieg steigen. Auf eine konkrete Lohnforderung hatte die Gewerkschaft aber verzichtet. Der aktuelle Tarifvertrag lief Ende Februar aus.

Die Chemie- und Pharmabranche ist die drittgrößte Industriebranche in Deutschland nach dem Auto- und Maschinenbau. Dem Chemieverband VCI zufolge erzielte sie 2025 einen Umsatz von rund 220 Milliarden Euro. Während die Pharmaindustrie wächst, steckt die klassische Chemie seit langem in der Flaute. Ihr machen teure Energie, US-Zölle, die schwache Konjunktur und Überkapazitäten am Weltmarkt zu schaffen.

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