Apleona-Tarifvertrag: 1000 Euro Einmalzahlung plus 2,5% ab 2027
05.06.2026 - 11:48:56 | boerse-global.de
di und der Immobiliendienstleister Apleona haben sich in den Tarifverhandlungen geeinigt. Der neue Haustarifvertrag für den Standort Neu-Isenburg bringt den Beschäftigten sowohl eine Einmalzahlung als auch tabellenwirksame Entgeltsteigerungen.
Was die Beschäftigten bekommen
Für den Zeitraum vom 1. Februar bis 31. Dezember 2026 gibt es eine Einmalzahlung von 1000 Euro. Vollzeitkräfte erhalten den vollen Betrag, Teilzeitbeschäftigte bekommen ihn anteilig.
Ob Einmalzahlungen oder Lohnerhöhungen – das Herzstück der Mitbestimmung liegt oft in den Details des Betriebsverfassungsgesetzes. Dieser kostenlose PDF-Download erklärt verständlich, wie Sie Ihre Rechte bei der Entgeltgestaltung und Arbeitszeit effektiv durchsetzen. Alle Mitbestimmungsrechte von Arbeitszeit bis Lohngestaltung jetzt gratis nachlesen
Ab dem 1. Januar 2027 steigen die Löhne und Gehälter dauerhaft um 2,5 Prozent. Der Tarifvertrag läuft 24 Monate – bis zum 31. Januar 2028. Ein besonderes Detail: ver.di-Mitglieder erhalten einen Nachteilsausgleich in Höhe von 0,8 Prozent.
Tarifkonflikte im Handel verschärfen sich
Der Abschluss bei Apleona kommt in einer angespannten tarifpolitischen Lage. Während in Neu-Isenburg Ruhe einkehrt, weitete ver.di die Warnstreiks im Einzelhandel sowie im Groß- und Außenhandel aus.
Betroffen waren unter anderem Berlin, Kiel, Erfurt, Bochum und Saarbrücken. Die Gewerkschaft fordert 7 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Arbeitgeber bieten je nach Branche zwischen 2 und 3,4 Prozent – bei deutlich längeren Laufzeiten. Weitere Verhandlungen sind für Juni angesetzt.
Tarifverhandlungen und betriebliche Vereinbarungen sind komplexe Instrumente zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie rechtssichere Vereinbarungen aufsetzen und als wirksames Verhandlungsinstrument für die Belegschaft nutzen. Kostenlose Muster-Betriebsvereinbarung inklusive Checklisten hier herunterladen
Bewegung in der Dienstleistungsbranche
Auch andere Unternehmen der Branche melden Neuerungen. Der Facility-Dienstleister ISS verlängerte seinen Vertrag mit einem nordeuropäischen Verteidigungskunden um zehn Jahre. Der erweiterte Leistungsbeginn ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Die Merkur Group gliederte ihren Logistikbereich aus. Die neue Merkur Service & Logistics beschäftigt rund 460 Mitarbeiter und 60 Fahrer.
Ein Novum gab es im Rettungsdienst: Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft schloss auf der Messe Interschutz ihren ersten Haustarifvertrag mit dem ASB Rettungsdienst Hamburg ab. Er regelt unter anderem die 39,5-Stunden-Woche und eine Netto-Aufstockung im Krankheitsfall.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
Für. Immer. Kostenlos.
