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Amazon, Aktien

Amazon-Aktie nach enttäuschendem Verlust stark unter Druck

28.07.2014 - 10:21:09

Die Amazon-Aktie kommt nach Vorlage der Bilanz zum zweiten Quartal unter die Räder. Anleger zeigen sich enttäuscht über den erneut höher als erwartet ausgefallenen Verlust. Obwohl die Umsätze abermals gestiegen sind, kommt der US-Handelsgigant nicht aus den roten Zahlen.

Die Amazon-Aktie kommt nach Vorlage der Bilanz zum zweiten Quartal unter die Räder. Anleger zeigen sich enttäuscht über den erneut höher als erwartet ausgefallenen Verlust. Obwohl die Umsätze abermals gestiegen sind, kommt der US-Handelsgigant nicht aus den roten Zahlen. Die Amazon-Aktie verlor nachbörslich im US-Handel rund 10 Prozent, auch an Europas Börsen geht es für das Papier zeitweise zweistellig südwärts.

Pro Amazon-Aktie schlug ein Verlust von 0,27 Dollar zu Buche, während Analysten lediglich ein Minus von 0,15 Dollar prognostiziert hatten. Unter dem Strich lag der Verlust nach Investitionen bei 126 Millionen Dollar. Dagegen ging es beim Umsatz weiter aufwärts: hier legte Amazon ein Plus von 23 Prozent auf 19,34 Milliarden Dollar vor und im Rahmen der Prognosen vor.

Auch die Aussichten bringen die Anleger in Verkaufslaune: Der Konzern rechnet im laufenden Jahresviertel  sogar mit einem operativen Verlust von 810 Millionen Dollar. Daneben soll der Umsatz jedoch weiter gesteigert werden - zwischen 15 und 26 Prozent soll es hier weiter aufwärts gehen.  Hierfür sollen weitere Versandzentren aus der Taufe gehoben werden und zusätzlich neue eigene Produkte entwickelt werden – wie zuletzt das Amazon Fire Phone und die noch angekündigten Drohnen. Zudem liefert Amazon in diversen US-Städten bereits Lebensmittel aus – ebenfalls ein neuer, vielversprechender Geschäftsbereich. Der Handelskonzern beschäftigt derzeit weltweit rund 132.000 Mitarbeiter – rund 35.000 Menschen mehr als im Vorjahresquartal.

Über Zahlen zu einzelnen Geschäftsbereichen hält sich Amazon allerdings weiterhin bedeckt. So veröffentlichte das Unternehmen noch nie Absatzzahlen seiner eigenen Geräte wie der Kindle-Tablets. Unklar ist auch, wie sich die Zahlen im Cloud-Infrastruktur-Geschäft entwickeln. Hier war in den  vergangenen Monaten ein regelrechter Preiskampf ausgebrochen. Dabei ist Amazon ein führender Anbieter in diesem Sektor und dient  zahlreichen Firmen als technische Basis.

Mit Problemen hat Amazon an verschiedenen Fronten zu kämpfen. Gewerkschafter kritisieren die Arbeitsbedingungen – insbesondere den Umgang mit Leiharbeitern - beim Internethändler und rufen alleine in Deutschland bereits zu zahlreichen Streiks auf. Buchverlage beklagen sich über schwer mögliche Bestellungen ihrer Buchtitel, während Verhandlungen mit Amazon. Zuletzt hatte der US-Riese in den USA sogar eine E-Book-Flatrate „kindleunlimited“ eingeführt, bei der Kunden für knapp zehn Dollar im Monat Zugang zu 600.000 Buchtiteln und weiteren tausenden Hörbüchern bekommen – die ersten 30 Tage sind selbstverständlich zum Testen kostenlos. In der Bücherliste seien allerdings keine Titel der fünf großen US-Verlage HarperCollins, Hachette, Penguin Random House, Macmillan sowie Simon & Schuster, hieß es von Medienseite – wohl neuer Zündstoff