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1.400 Euro vor Besichtigung: Polizei warnt vor Wohnungsbetrug im Netz

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 16:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Wohnungssuchender überwies 1.400 Euro an eine mutmaßliche Immobilienfirma; die Polizei ermittelt und warnt vor Vorauszahlungen.

Wohnungsbetrug in Sankt Augustin: 1.400 Euro vor Besichtigung verloren
Ein minimalistisch eingerichteter Wohnraum mit Blick auf eine städtische Wohnstraße bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Ein Wohnungssuchender aus Sankt Augustin ist Opfer einer betrügerischen Masche im Internet geworden. Der 23-Jährige überwies am 23. September 2026 eine Summe von 1.400 Euro an eine angebliche Immobilienfirma, um an einer Wohnungsbesichtigung teilnehmen zu können.

Das Unternehmen hatte zugesichert, den Betrag wieder zurückzuerstatten. Nach dem Geldtransfer blieb die Rückzahlung jedoch aus, und das entsprechende Online-Inserat wurde umgehend gelöscht. Die Kriminalpolizei hat wegen des Verdachts auf Überweisungsbetrug Ermittlungen aufgenommen.

Die Ermittler warnen Wohnungssuchende ausdrücklich vor derartigen Vorkommnissen. Vor einem persönlichen Besichtigungstermin oder der rechtsgültigen Unterzeichnung eines Mietvertrags sollte grundsätzlich kein Geld überwiesen werden.

Wiederkehrende Maschen auf dem Wohnungsmarkt

Der Vorfall in Sankt Augustin ist kein Einzelfall. Bereits am 19. Februar 2024 war eine 24-jährige Frau aus Ladbergen auf eine ähnliche Vorgehensweise hereingefallen. Nachdem sie auf ein Wohnungsinserat für ein Objekt in Emsdetten reagiert hatte, überwies sie vorab 1.000 Euro als angebliche Kaution, noch bevor ein Besichtigungstermin stattgefunden hatte. Nach erfolgter Zahlung brach die vermeintliche Vermieterin den Kontakt vollständig ab.

Die Polizei Steinfurt rät Wohnungssuchenden eindringlich davon ab, Vorauszahlungen vor einem persönlichen Treffen und einer Besichtigung der Räumlichkeiten zu leisten. Betroffene, die bereits Geld überwiesen haben, sollten unverzüglich ihre Bank kontaktieren, um eine Rückbuchung zu prüfen, und den Vorfall umgehend bei der Polizei zur Anzeige bringen.

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Gestresste Verbraucher geraten häufiger ins Visier

Betrügerische Angebote verbreiten sich auf diversen Online-Plattformen. Einer Untersuchung des britischen Versicherers Lloyds zufolge haben Kriminelle insbesondere am Ende der Arbeitswoche leichtes Spiel. Zu diesem Zeitpunkt seien viele Berufstätige gestresst oder unaufmerksam, was die Anfälligkeit für unüberlegte Transaktionen erhöhe.

Lloyds führt neben gefälschten Online-Shops auch Angebote für Mietwagen, Autos, Versicherungen und Wohnungen auf, die durch ungewöhnlich niedrige Preise und den Druck zu schnellen Überweisungen auffallen. Zudem kämen zunehmend gefälschte Reisebuchungsseiten, künstlich erzeugte Stimmen sowie manipulierte QR-Codes zum Einsatz.

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Der Versicherer empfiehlt Verbrauchern, bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen stets innezuhalten und diese zu hinterfragen. Verdächtige Links sollten keinesfalls geöffnet werden; stattdessen sei es ratsam, Anbieter eigenständig über verifizierte und offizielle Kontaktdaten zu überprüfen.

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