Rijksmuseum: Backstein, Bilder und Geschichte in Amsterdam
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 22:52 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Rijksmuseum in Amsterdam ist das nationale Kunst- und Geschichtsmuseum der Niederlande und seit 1885 in einem markanten Backsteinbau nach Entwürfen des Architekten Pierre Cuypers untergebracht. Der Bau am Museumplein kombiniert gotische und renaissancenahe Formen mit reichen historischen Dekorationen und macht das Museum selbst zu einem Teil der Erzählung über die Entwicklung der niederländischen Kunst vom späten Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.
Rijksmuseum: nationale Sammlung im historischen Backsteinbau
Das Rijksmuseum geht auf ein staatliches Museum zurück, das gegen Ende des 18. Jahrhunderts gegründet wurde und zunächst in Den Haag untergebracht war, bevor es 1808 unter König Louis Bonaparte nach Amsterdam verlegt wurde. Später zog die Sammlung in das Stadtpalais Trippenhuis an der Kloveniersburgwal, ehe im 19. Jahrhundert der Entschluss fiel, für die nationalen Bestände ein eigenes, größeres Museumsgebäude zu errichten.Die Entwicklung vom frühen Staatsmuseum bis zur Verlegung nach Amsterdam
Der heutige Museumsbau wurde von Pierre Cuypers entworfen, einem der bedeutendsten niederländischen Architekten des 19. Jahrhunderts, der sich intensiv mit neugotischen Formen beschäftigte. Der Bau entstand zwischen den 1870er Jahren und der Mitte der 1880er Jahre und wurde 1885 offiziell eröffnet, wobei er von Anfang an als Heimat für Gemälde, kunsthandwerkliche Objekte und historische Zeugnisse unterschiedlicher vormals eigenständiger Sammlungen konzipiert war.Der von Pierre Cuypers entworfene Neubau wurde 1885 eröffnet
Architektur des Rijksmuseum: Historismus mit niederländischen Motiven
Cuypers entwarf das Rijksmuseum in einem historisierenden Stil, der gotische und Renaissanceelemente miteinander verbindet und zugleich zahlreiche Bezüge zur niederländischen Geschichte und Kunst einarbeitet. Die Fassaden bestehen überwiegend aus Backstein mit Natursteinakzenten, Türmen und reich gegliederten Giebeln, dazu kommen große Fensterflächen, gestufte Dächer und ein ausgeprägtes Dekorprogramm aus Skulpturen, Mosaiken, Wandmalereien und Glasmalereien, das Szenen, Wappen und Symbole aus der niederländischen Vergangenheit zeigt.Der Bau verbindet gotische und Renaissanceformen mit nationalen Motiven
Im Grundriss gliedert sich das Gebäude in mehrere Baukörper mit Innenhöfen, die durch Galerien und Säle verbunden sind, sodass sich ein Rundgang durch die verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte ergibt. In den Innenräumen erinnern Kreuzrippengewölbe, Wanddekorationen und farbige Glasfenster an Kirchenarchitektur, während breite Treppen, großzügige Ausstellungssäle und die zentrale Museumsstraße die Funktion als öffentlich zugängliches Museum unterstreichen. Eine umfassende Renovierung im frühen 21. Jahrhundert stellte den Bau in vielen Bereichen wieder näher an die ursprüngliche Gestaltung durch Cuypers her und verband sie mit moderner Ausstellungstechnik.Die Mischung aus neugotischen und neorenaissancehaften Elementen prägt Außenbau und Innenräume
Sammlungen und Hauptwerke im Rijksmuseum
Das Rijksmuseum präsentiert einen großen Teil der nationalen Kunst- und Geschichtssammlung der Niederlande und zeigt in seinen Galerien Werke aus rund acht Jahrhunderten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Malerei des 17. Jahrhunderts, dem sogenannten Goldenen Zeitalter der Niederlande, mit bedeutenden Gemälden von Rembrandt van Rijn, Johannes Vermeer, Frans Hals und weiteren Künstlern dieser Epoche.Im Museum sind Meisterwerke von Rembrandt, Vermeer und anderen niederländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts zu sehen
Besonders bekannt ist die große Halle, in der Rembrandts Gemälde „Die Nachtwache“ präsentiert wird, eingebettet in weitere Werke niederländischer Historienmalerei. Daneben findet sich im Rijksmuseum eine Auswahl wichtiger Vermeer-Gemälde, darunter Darstellungen des häuslichen Lebens mit konzentriertem Licht und ruhigen Interieurs, sowie zahlreiche Gemälde anderer Künstler, Skulpturen, kunsthandwerkliche Objekte, Schiffsmodelle und historische Exponate, die die politische und gesellschaftliche Geschichte der Niederlande veranschaulichen.Die Sammlung umfasst herausragende Werke von Rembrandt und Vermeer
Rijksmuseum besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Rijksmuseum steht am Museumplein im südlichen Teil der Amsterdamer Innenstadt und ist über Straßenbahnlinien sowie über umliegende Haltestellen und Straßen gut erreichbar.
- Der Zugang zum Museumsgebäude erfolgt über die Museumsstraße unter dem zentralen Baukörper; auf dem Weg in die Ausstellungsräume liegen Treppen und größere Saalfolgen, die einige Wege zu Fuß erfordern.
- In der Umgebung des Rijksmuseum liegen weitere bedeutende Kulturinstitutionen wie das Van-Gogh-Museum und das Stedelijk Museum, sodass der Museumplein als zusammenhängendes Museumsviertel wahrgenommen werden kann.
- Amtssprache ist Niederländisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Rijksmuseum auf Social-Media-Plattformen
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Rijksmuseum: häufige Fragen
Wo liegt das Rijksmuseum in Amsterdam?
Das Rijksmuseum steht am Museumplein im südlichen Teil der Stadt Amsterdam, in einem Ensemble weiterer Museen und Grünflächen.
Was bietet ein Besuch im Rijksmuseum?
Ein Besuch führt durch mehrere Jahrhunderte niederländischer Kunst- und Kulturgeschichte mit Gemälden, Objekten und historischen Exponaten, die in einem historisierenden Museumsbau präsentiert werden.
Was kennzeichnet das Rijksmuseum besonders?
Kennzeichnend sind das von Pierre Cuypers gestaltete Backsteingebäude im neugotisch-neorenaissancehaften Stil und die bedeutende Sammlung mit Hauptwerken von Rembrandt und Vermeer.
