Rijksmuseum Amsterdam: Meisterwerke, Geschichte und stille Momente
28.05.2026 - 03:46:03 | ad-hoc-news.deVor der Backsteinfassade des Rijksmuseum Amsterdam, des berühmten „Reichsmuseums“ der Niederlande, gleitet ein stetiger Strom von Fahrrädern vorbei, während drinnen Rembrandt, Vermeer und Co. im Halbdunkel leuchten. Wer das Rijksmuseum betritt, taucht ein in Jahrhunderte niederländischer Geschichte – vom Goldenen Zeitalter bis zur Gegenwart.
Rijksmuseum Amsterdam: Das ikonische Wahrzeichen von Amsterdam
Das Rijksmuseum Amsterdam gilt als wichtigstes Kunstmuseum der Niederlande und als eine der zentralen Sehenswürdigkeiten von Amsterdam. In dem monumentalen Bau am Museumsplein („Museumplein“) wird die Geschichte der Niederlande von etwa dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert anhand von Kunst, Kunsthandwerk und historischen Objekten erzählt. Im deutschsprachigen Raum lässt sich seine Bedeutung grob mit der Kombination von Alte Pinakothek in München und Gemäldegalerie in Berlin vergleichen – ergänzt um eine starke nationale Geschichtserzählung.
Der Schwerpunkt liegt auf dem niederländischen „Goldenen Zeitalter“ des 17. Jahrhunderts, jener Epoche, in der die Niederlande durch Handel, Seefahrt und Kolonialreich zu einer der führenden Mächte Europas aufstiegen. In dieser Zeit entstanden die berühmten Gemälde von Rembrandt, Vermeer, Frans Hals oder Jan Steen. Viele ihrer Schlüsselwerke hängen heute im Rijksmuseum, etwa die „Nachtwache“ („De Nachtwacht“) von Rembrandt oder „Die Milchmagd“ („Het Melkmeisje“) von Vermeer.
Gleichzeitig präsentiert das Rijksmuseum Amsterdam Keramik, Möbel, Schiffsmodelle, Waffen, Fotografie und moderne Installationen. Die niederländische Presse betont immer wieder die Doppelrolle des Hauses: Es ist sowohl nationaler Erinnerungsspeicher als auch internationales Spitzenmuseum mit Millionenpublikum pro Jahr. Für Reisende aus Deutschland ist es eine der ersten Adressen, wenn es um Kunst und Kultur in Amsterdam geht.
Geschichte und Bedeutung von Rijksmuseum
Das Rijksmuseum (wörtlich „Reichsmuseum“ oder „Nationalmuseum“) wurde im späten 18. Jahrhundert gegründet, als die Niederlande sich nach den Wirren der Revolutionszeit und der napoleonischen Kriege neu ordneten. Aus kleineren Sammlungen entstand schrittweise eine nationale Kunst- und Geschichtssammlung, die den jungen niederländischen Staat repräsentieren sollte. Die genaue Gründungsgeschichte ist komplex, doch zentral ist der Wille, Kunst und Geschichte als Fundament der nationalen Identität sichtbar zu machen.
Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Rijksmuseum seinen heutigen Sitz am damaligen Stadtrand von Amsterdam, wo der Architekt Pierre Cuypers einen monumentalen Neubau entwarf. Er verband neugotische und neorenaissancehafte Elemente mit nationalen Motiven und schuf damit ein Gebäude, das oft als „Backstein-Palast“ bezeichnet wird. Dass ein Nationalmuseum in dieser Zeit der Nationenbildung so prominent errichtet wurde, spiegelt denselben Geist wider, in dem im Deutschen Reich kurz darauf Gebäude wie das Reichstagsgebäude in Berlin entstanden.
Über die Jahrzehnte wuchs die Sammlung durch Schenkungen, Ankäufe und Transfers aus anderen Institutionen erheblich. Im 20. Jahrhundert musste sich das Rijksmuseum mehrfach neu erfinden: Im Ersten und Zweiten Weltkrieg, während der Besatzungszeit, in den Jahren des Wiederaufbaus sowie in der Phase der Museumsmodernisierung seit den 1960er-Jahren. Spätestens seit dem späten 20. Jahrhundert gehört es zu den wichtigsten Kunstmuseen Europas, vergleichbar mit dem Louvre in Paris oder dem Prado in Madrid, wenn auch auf niederländische Kunst spezialisiert.
Ein entscheidender Wendepunkt war die große Generalsanierung, die im frühen 21. Jahrhundert begann und mehr als ein Jahrzehnt dauerte. Das Museum war lange Zeit nur teilweise zugänglich, die Bestände ausgelagert oder provisorisch präsentiert. Nach der Wiedereröffnung wurde weltweit darauf verwiesen, dass das Rijksmuseum sich damit gewissermaßen neu erfunden hat: Der Rundgang wurde chronologisch strukturiert, Architektur und Tageslicht spielten eine größere Rolle, und das Haus positionierte sich als offener, internationaler Treffpunkt.
Heute gilt das Rijksmuseum Amsterdam als zentrale Instanz für die Erforschung und Vermittlung niederländischer Kunstgeschichte. Die Institution publiziert Forschungsergebnisse, betreibt Restaurierungswerkstätten und arbeitet mit internationalen Museen zusammen. Für deutsche Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker ist es ein Pflichtort – vergleichbar mit einem erweiterten Blick auf die Kunsttraditionen, die auch in Hamburg, Bremen oder Lübeck sichtbar sind, nur in konzentrierter Form.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist das Rijksmuseum ein Schlüsselwerk der niederländischen Neugotik. Der Architekt Pierre Cuypers kombinierte im späten 19. Jahrhundert gotische Formen – Spitzbögen, hohe Fenster, dekorierte Giebel – mit Elementen der niederländischen Renaissance-Tradition und schuf so einen repräsentativen, aber klar national geprägten Stil. Die reich ornamentierte Fassade mit ihren Türmen, Reliefs und Wappensymbolen erinnert entfernt an Bahnhofs- oder Rathausarchitektur der Epoche, ist aber als Kunsttempel konzipiert.
Besonders eindrucksvoll ist die zentrale, hohe Eingangshalle, die sogenannte „Atrium“-Zone, in der nach der Modernisierung viel Tageslicht einfließt. Hier zeigt sich der Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart: Historische Klinkerwände treffen auf klare Glas- und Stahlstrukturen, Sitzinseln und ein Museumsshop sorgen für die typische Atmosphäre eines modernen Kulturzentrums. Wer aus Deutschland etwa die Umbauten der Alten Nationalgalerie in Berlin oder das Foyer der Pinakotheken in München kennt, erkennt die vertraute Verbindung von Altbau und zeitgenössischer Museumsarchitektur.
Die Präsentation der Kunst folgt einem chronologischen Konzept: Man durchwandert die niederländische Geschichte von den frühen Jahrhunderten bis ins 20. Jahrhundert – entlang von Gemälden, Skulpturen, angewandter Kunst und historischen Objekten. Die „Herzstücke“ des Museums liegen im 17. Jahrhundert. Hier hängen Rembrandts „Nachtwache“, das vielleicht berühmteste niederländische Gemälde, sowie zahlreiche andere Schlüsselwerke.
Rembrandts „Nachtwache“ nimmt einen zentralen Saal ein und ist häufig von Besuchergruppen umringt. Das monumentale Bild zeigt eine Schützengilde – eine bürgerliche Miliz – beim Auszug, dynamisch komponiert und im für Rembrandt typischen Chiaroscuro-Licht. Für viele Reisende ist allein dieses Werk ein Grund, das Rijksmuseum Amsterdam zu besuchen. In deutscher Berichterstattung wird die „Nachtwache“ immer wieder neben ikonischen Werken wie der „Mona Lisa“ oder „Las Meninas“ genannt – als Bild, das im kollektiven Bildgedächtnis Europas fest verankert ist.
Ein weiteres Highlight sind die Werke von Johannes Vermeer, insbesondere „Die Milchmagd“, ein stilles Interieur mit einer konzentrierten Hausmagd, die Milch aus einem Krug gießt. Durch das gedämpfte Licht, die sorgfältig komponierten Farben und die ruhige Konzentration der Figur wird ein scheinbar banaler Moment zu einer Ikone des Alltags. Viele Besucher:innen aus Deutschland verbinden mit Vermeer eine ähnliche Faszination wie mit Caspar David Friedrich: ein stilles Bild, das lange nachhallt.
Neben diesen Spitzenwerken beherbergt das Rijksmuseum eine umfangreiche Sammlung von Delfter Fayencen, Silberobjekten, Möbeln, Textilien und Schiffsmodellen. Die maritime Geschichte der Niederlande – als See- und Handelsmacht – wird anhand von Modellen der Ostindienfahrer, Seekarten und nautischen Instrumenten greifbar. Auch die Kolonialgeschichte und ihre Ambivalenzen werden in Ausstellungen zunehmend aufgearbeitet, etwa im Hinblick auf Indonesien, Suriname oder die Karibik. Dieser kritische Blick auf die eigene Vergangenheit entspricht einem Trend, der auch in deutschen Museen zu beobachten ist.
Die Fotoabteilung und die Präsentation des 19. und 20. Jahrhunderts zeigen, dass das Rijksmuseum keine reine „Altmeister-Galerie“ ist. Historische Fotografien, moderne Kunsthandwerke und Designobjekte bauen Brücken zur Gegenwart. Zudem gibt es regelmäßig Sonderausstellungen, die sich einzelnen Künstlern, Themen oder Epochen widmen. Da Termine und Inhalte von Sonderausstellungen häufig wechseln, sollten Interessierte vor Reiseantritt direkt auf der offiziellen Seite des Rijksmuseum Amsterdam den aktuellen Ausstellungsplan prüfen.
Ein weiteres Merkmal, das viele Besucher:innen aus Deutschland überrascht, ist die Offenheit des Museumsgeländes: Ein Radweg führt mitten durch den Gebäudekomplex, und der Museumsplein bildet einen großzügigen, begrünten Platz, der auch von Einheimischen als Freizeitfläche genutzt wird. Im Winter verwandelt sich die Fläche zeitweise in eine Eisbahn, im Sommer in ein Forum für Konzerte und Festivals – ein Hinweis darauf, wie stark das Museum in das urbane Leben Amsterdams eingebunden ist.
Rijksmuseum Amsterdam besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Das Rijksmuseum Amsterdam liegt am südlichen Rand der historischen Innenstadt, direkt am Museumplein, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Van Gogh Museum und zum Stedelijk Museum. Vom Hauptbahnhof Amsterdam Centraal ist das Museum mit der Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar. Wer aus Deutschland anreist, hat mehrere Optionen: Von Städten wie Köln, Düsseldorf oder Frankfurt am Main bestehen direkte oder umsteigearme Bahnverbindungen nach Amsterdam, teils mit dem ICE oder dem niederländischen IC. Die Fahrzeit von Köln nach Amsterdam liegt in der Regel bei etwa 2,5 bis 3,5 Stunden, je nach Verbindung. Von Berlin und München sind es zumeist längere Fahrten mit Umstieg, häufig über Hannover oder Frankfurt (Main). Für Reisende, die lieber fliegen, wird Amsterdam vom Flughafen Amsterdam Schiphol bedient, der von deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Hamburg oder Düsseldorf mit Direktflügen angebunden ist. Die reine Flugzeit von Frankfurt nach Amsterdam beträgt grob etwa 1 bis 1,5 Stunden; durch Check-in, Sicherheitskontrolle und Transfer in die Stadt sollte man jedoch mehr Zeit einplanen. - Vor Ort unterwegs
Vom Flughafen Schiphol erreicht man das Stadtzentrum mit dem Zug in rund 15 bis 20 Minuten. Vom Hauptbahnhof aus verkehren Straßenbahnen und Busse in dichter Taktung zum Museumplein. Viele Reisende entscheiden sich in Amsterdam für eine Kombination aus öffentlichem Nahverkehr und zu Fuß gehen; die Innenstadt ist kompakt, und das Radwegenetz ist dicht. Wer mit dem Auto aus Deutschland anreist, sollte die teils begrenzten und kostenintensiven Parkmöglichkeiten in der Innenstadt berücksichtigen. Park-and-Ride-Angebote an den Stadträndern können hier eine Alternative sein. Allgemein empfiehlt es sich, den Besuch des Rijksmuseum Amsterdam mit einem Stadtspaziergang rund um die Grachten und die nahegelegenen Museen zu kombinieren. - Öffnungszeiten
Das Rijksmuseum Amsterdam ist nach Angaben des Museums an allen Tagen des Jahres geöffnet; viele internationale Medien und Reiseführer betonen diese kontinuierliche Zugänglichkeit. Dennoch können Öffnungszeiten temporär angepasst werden, etwa bei Feiertagen, Veranstaltungen oder Sonderregelungen. Zudem unterscheiden sich Öffnungszeiten für den regulären Museumsbetrieb und für Sonderbereiche wie den Museumsshop oder das Café. Es empfiehlt sich deshalb, unmittelbar vor dem Besuch auf der offiziellen Website des Rijksmuseum Amsterdam die aktuellen Öffnungszeiten und mögliche Hinweise zu Zeitfenstern oder Zugangsbeschränkungen zu prüfen. - Eintritt und Tickets
Für den Besuch des Rijksmuseum Amsterdam wird in der Regel ein Eintrittspreis erhoben, der nach Altersgruppen und Sonderkonditionen differenziert. Kinder und Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter können häufig kostenfrei oder ermäßigt eintreten, Erwachsene zahlen einen regulären Tarif, und für Studierende oder bestimmte Gruppen gibt es gelegentlich Vergünstigungen. Da Preise sich ändern können und es unterschiedliche Angebote gibt – etwa Kombitickets oder Zeitfenster-Tickets – sollten Besucher:innen aus Deutschland den jeweils aktuellen Ticketpreis direkt auf der offiziellen Seite des Museums oder bei ausgewiesenen offiziellen Partnern nachsehen. Viele Reiseführer und Tourismusorganisationen empfehlen, Eintrittskarten im Voraus online zu reservieren, um längere Wartezeiten am Einlass zu vermeiden. - Beste Reisezeit und beste Besuchszeit
Amsterdam ist ganzjährig ein beliebtes Städtereise-Ziel, mit besonders hohem Andrang im Frühjahr (Tulpenzeit) und in den Sommermonaten. Das Rijksmuseum Amsterdam gehört zu den meistbesuchten Attraktionen der Stadt und kann insbesondere zur Hochsaison und an Wochenenden sehr voll werden. Wer es etwas ruhiger mag, wählt möglichst Wochentage außerhalb der Ferienzeiten und plant den Besuch entweder früh am Morgen oder später am Nachmittag. In den Mittagsstunden sowie bei schlechtem Wetter weichen viele Besucher in Museen aus, was zu dichterem Andrang führen kann. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen: Für einen ersten Überblick sollten mindestens zwei bis drei Stunden angesetzt werden, Kunstliebhaber:innen verbringen leicht einen ganzen Tag im Museum. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung und Trinkgeld
In Amsterdam wird Niederländisch gesprochen, doch in touristischen Bereichen – insbesondere im Rijksmuseum Amsterdam – sind Englischkenntnisse weit verbreitet. Viele Beschriftungen und Informationsmaterialien liegen neben Niederländisch auch in Englisch vor; zusätzlich gibt es häufig Audioguides oder Apps, teils auch auf Deutsch. Wer aus Deutschland anreist, kommt mit Englisch im Museum und in der Stadt in aller Regel gut zurecht. Zur Zahlung: In den Niederlanden sind Kartenzahlungen sehr verbreitet, sowohl mit Kreditkarte als auch mit gängigen Debitkarten. Kontaktloses Bezahlen, auch per Smartphone, ist weit verbreitet. Bargeld ist weiterhin möglich, spielt aber im Vergleich zu Deutschland häufig eine geringere Rolle. Trinkgeld wird in Restaurants, Cafés und Taxis ähnlich gehandhabt wie in Deutschland: Ein Aufrunden oder ein Zuschlag von etwa 5 bis 10 Prozent bei gutem Service ist üblich, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Im Museum selbst sind Trinkgelder in der Regel nicht vorgesehen, außer eventuell für freiwillige Führungen oder Garderobenservices. - Kleiderordnung, Garderobe und Fotografieren
Für den Besuch des Rijksmuseum Amsterdam gibt es keine formelle Kleiderordnung. Bequeme Kleidung und vor allem bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da der Rundgang über mehrere Etagen und zahlreiche Säle führt. Größere Taschen und Rucksäcke müssen üblicherweise an der Garderobe oder in Schließfächern abgegeben werden; genaue Regelungen können sich jedoch ändern und sollten vor Ort beachtet werden. Beim Fotografieren gilt: In vielen Bereichen sind Fotos für den privaten Gebrauch ohne Blitz erlaubt, um die Kunstwerke zu schützen und andere Besucher:innen nicht zu stören. Professionelle Aufnahmen, Blitzlicht oder Stative können eingeschränkt oder genehmigungspflichtig sein. Die genauen Regeln sind vor Ort ausgewiesen und sollten respektiert werden, um den Museumsbetrieb nicht zu stören. - Einreisebestimmungen und Zeitzone
Die Niederlande sind Mitglied der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger genügt zur Einreise in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Da sich Einreisebestimmungen und sicherheitsrelevante Hinweise ändern können, sollten Reisende aus Deutschland vor Antritt der Reise die aktuellen Informationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Die Niederlande liegen wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ/MESZ), sodass keine Zeitumstellung nötig ist. Das erleichtert insbesondere Kurzreisen und Wochenendtrips nach Amsterdam, da sich kein Jetlag ergibt. - Gesundheit und Versicherung
Für Reisen innerhalb der EU, also auch in die Niederlande, können gesetzlich Versicherte aus Deutschland ihre europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen, die zumeist auf der Rückseite der regulären Krankenversichertenkarte integriert ist. Dennoch empfehlen viele Verbraucherschutzorganisationen und Reiseexperten, zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen, um etwaige Rücktransporte oder Zusatzleistungen abzudecken. Spezifische Impfungen sind für einen Städtetrip nach Amsterdam im Allgemeinen nicht vorgeschrieben. Aktuelle Hinweise zu Gesundheitsthemen und eventuellen Empfehlungen sollten vor Reisen bei offiziellen Stellen geprüft werden.
Warum Rijksmuseum auf jede Amsterdam-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist das Rijksmuseum Amsterdam der kulturelle Fixpunkt einer Amsterdam-Reise. Es verbindet Kunstgenuss auf Weltniveau mit einem stimmigen Gesamterlebnis: Schon das Ankommen auf dem Museumplein, umgeben von Wasserflächen, Grün und der charakteristischen Stadtsilhouette, gehört für viele Besucher:innen zum Ritual. Im Inneren eröffnet sich ein Rundgang durch die niederländische Geschichte, der visuell, atmosphärisch und inhaltlich fesselt.
Ein Grund für die anhaltende Faszination ist die Vertrautheit der Motive: Grachtenhäuser, Kaufleute, Stadtansichten, Meeresschlachten, Stillleben mit Brot und Käse – vieles in den Gemälden erinnert an heutige Spaziergänge durch Amsterdam, an die norddeutsche Küste oder an historische Hansestädte. Dennoch zeigt das Rijksmuseum auch eine Welt, die unwiederbringlich vergangen ist: die prunkvolle Aufbruchstimmung des 17. Jahrhunderts, die Schattenseiten der kolonialen Expansion, die sozialen Spannungen jener Epoche. Diese Ambivalenz macht den Besuch intellektuell reizvoll.
Für Familien bietet das Museum spezielle Programme, kindgerechte Führungen und Materialien. Kinder erhalten so einen spielerischen Zugang zu Kunst und Geschichte, etwa über Suchspiele oder interaktive Stationen. Paare oder Alleinreisende schätzen hingegen oft die ruhigen Räume, in denen man sich mit einzelnen Bildern in aller Stille beschäftigen kann. Kunststudierende und -liebhaber:innen wiederum nutzen die Gelegenheit, Meisterwerke aus nächster Nähe zu studieren, Farbschichten zu analysieren und Details zu entdecken, die auf Reproduktionen leicht untergehen.
In unmittelbarer Nähe zum Rijksmuseum befinden sich das Van Gogh Museum, das Stedelijk Museum (Schwerpunkt moderne und zeitgenössische Kunst) sowie der Concertgebouw, eines der renommiertesten Konzerthäuser der Welt. Dadurch lässt sich problemlos ein ganzer Kultur-Tag oder sogar ein Kultur-Wochenende rund um den Museumplein planen. Wer von Deutschland aus anreist, kann beispielsweise eine Kombination aus einer Grachtenfahrt, einem Besuch im Rijksmuseum und einem Abendkonzert im Concertgebouw ins Auge fassen.
Auch kulinarisch ist die Umgebung spannend: Rund um den Museumplein und in den angrenzenden Vierteln De Pijp und Oud-Zuid reihen sich Cafés, Bistros und Restaurants aneinander. Dort lassen sich niederländische Klassiker wie Poffertjes, Bitterballen oder Käsevariationen probieren – oder internationale Küche in allen Preisklassen. Viele Reiseführer empfehlen, vor oder nach dem Museumsbesuch eine Pause in einem der umliegenden Cafés einzulegen, um die Eindrücke zu verarbeiten.
Der Aufenthalt im Rijksmuseum Amsterdam kann darüber hinaus ein guter Anlass sein, sich mit heutigen Debatten rund um Kolonialismus, Identität und kulturelles Erbe auseinanderzusetzen. Ausstellungen, Informationsmaterialien und pädagogische Programme des Museums greifen solche Themen auf. Wer sich dafür interessiert, findet zahlreiche Anknüpfungspunkte – etwa in den Abteilungen zur Kolonialgeschichte oder in Sonderausstellungen, die historische Perspektiven hinterfragen. Für viele Besucher:innen aus Deutschland, wo die Aufarbeitung der eigenen Geschichte eine zentrale Rolle spielt, ist dieser kritische Zugang vertraut und eröffnet spannende Vergleiche.
Rijksmuseum Amsterdam in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Das Rijksmuseum Amsterdam ist längst auch ein Social-Media-Phänomen: Fotos von der „Nachtwache“, Selfies in der lichtdurchfluteten Eingangshalle oder Eindrücke von Sonderausstellungen verbreiten sich täglich auf Plattformen weltweit. Für viele jüngere Besucher:innen ist der erste Kontakt mit dem Museum ein Bild im Feed – und der Besuch vor Ort die logische Fortsetzung.
Rijksmuseum Amsterdam — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Rijksmuseum Amsterdam
Wo liegt das Rijksmuseum Amsterdam genau?
Das Rijksmuseum Amsterdam befindet sich am Museumplein im Stadtteil Oud-Zuid, südlich der historischen Altstadt. Von Amsterdam Centraal ist es mit Straßenbahn oder Bus in wenigen Minuten zu erreichen; viele Besucher:innen kombinieren den Museumsbesuch mit einem Spaziergang durch die Grachtenviertel.
Was ist das Besondere am Rijksmuseum?
Das Rijksmuseum ist das nationale Kunst- und Geschichtsmuseum der Niederlande und beherbergt weltberühmte Werke wie Rembrandts „Nachtwache“ und Vermeers „Milchmagd“. Es verbindet Spitzenkunst des Goldenen Zeitalters mit einem breiten Überblick über die niederländische Geschichte, von der Seefahrt bis zur Kolonialgeschichte, und ist zudem architektonisch ein bedeutender Bau der Neugotik.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Überblick sollten mindestens zwei bis drei Stunden eingeplant werden, um die wichtigsten Säle mit den Meisterwerken zu sehen. Wer sich intensiver mit bestimmten Epochen, etwa dem 17. Jahrhundert, der Schifffahrtsgeschichte oder dem Kunsthandwerk beschäftigen möchte, kann leicht einen halben oder ganzen Tag im Rijksmuseum Amsterdam verbringen.
Wann ist die beste Zeit, um das Rijksmuseum zu besuchen?
Am ruhigsten ist es meist an Wochentagen außerhalb der Schulferien sowie früh am Morgen oder später am Nachmittag. Während der Ferienzeiten, an Wochenenden und an Regentagen ist der Andrang besonders groß. Wer flexibel ist, wählt deshalb möglichst einen Werktag und reserviert nach Möglichkeit im Voraus ein Zeitfenster-Ticket.
Wie gelangt man aus Deutschland am besten zum Rijksmuseum?
Aus Westdeutschland führen Direktzüge, etwa ICE- oder IC-Verbindungen, nach Amsterdam; Fahrten aus Köln dauern je nach Verbindung etwa 2,5 bis 3,5 Stunden. Von Berlin oder München aus sind zumeist Umstiege erforderlich, häufig in Hannover oder Frankfurt (Main). Alternativ gibt es zahlreiche Direktflüge von deutschen Großstädten nach Amsterdam Schiphol, von wo aus das Stadtzentrum per Zug in etwa 15 bis 20 Minuten erreichbar ist.
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