Purnululu-Nationalpark, Purnululu National Park

Purnululu-Nationalpark: Bungle-Bungle-Wunder im Outback

17.06.2026 - 16:45:09 | ad-hoc-news.de

Im Purnululu-Nationalpark bei Kununurra in Australien formen orange-schwarze Felsdomes eine der spektakulärsten Landschaften des Kontinents – warum sich die Reise aus Deutschland lohnt.

Purnululu-Nationalpark, Purnululu National Park, Australien
Purnululu-Nationalpark, Purnululu National Park, Australien

Wenn im Purnululu-Nationalpark (Purnululu National Park, sinngemäß „Sandstein-Gebirge“ in einer lokalen Aboriginal-Sprache) die ersten Sonnenstrahlen über die Kuppeln der Bungle Bungle Range streichen, leuchten die Felsen in tiefem Orange, durchzogen von dunklen Streifen – wie eine ganze Stadt aus Bienenkörben aus Stein. Der entlegene Nationalpark im Nordosten der westaustralischen Kimberley-Region gehört zu den rätselhaftesten und fotogensten Landschaften des Kontinents und ist für viele Australien-Kenner ein Höhepunkt jenseits der ausgetretenen Pfade.

Purnululu-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Kununurra

Der Purnululu-Nationalpark liegt im abgelegenen Nordosten von Western Australia, rund 250 km südlich von Kununurra und etwa 100 km von der Great Northern Highway entfernt. Die markante Bungle Bungle Range mit ihren charakteristischen, kuppelartigen Sandsteinformationen gilt als landschaftliches Wahrzeichen der Kimberley-Region und als eine der eindrucksvollsten Felslandschaften Australiens. Die Region ist seit Jahrtausenden Heimat verschiedener Aboriginal-Gemeinschaften, deren kulturelle Traditionen untrennbar mit diesem Land verbunden sind.

International bekannt wurde der Purnululu National Park vor allem durch seine spektakuläre Luftperspektive: Aus der Vogelperspektive wirkt das Gewirr aus Schluchten, Plateaus und Kuppeln wie ein riesiges, organisches Mosaik. Die UNESCO bewertete die Landschaft als außergewöhnliches Beispiel für geologische Prozesse, die mit der lang anhaltenden Erosion eines Sandsteinplateaus verbunden sind, und nahm den Nationalpark 2003 in die Liste des Welterbes auf. Für Reisende aus Deutschland ist er damit nicht nur ein Naturwunder, sondern zugleich ein global anerkanntes Kulturerbe.

Der Park ist bewusst wenig erschlossen, wodurch sich eine intensive Wildnis-Erfahrung ergibt. Asphaltierte Straßen gibt es im Kerngebiet nicht, Unterkünfte beschränken sich auf einfache Campsites und wenige Lodges in der Nähe. Gerade diese Abgeschiedenheit macht den Reiz aus: Wer den langen Weg auf sich nimmt, wird mit einer Ruhe belohnt, die im vergleichsweise stark besuchten Red Centre rund um Uluru nur noch selten zu finden ist.

Geschichte und Bedeutung von Purnululu National Park

Geologisch reicht die Geschichte der Bungle Bungle Range hunderte Millionen Jahre zurück. Das heute sichtbare Sandsteinmassiv besteht aus Ablagerungen eines urzeitlichen Flusssystems, die über lange Zeiträume verfestigt und anschließend durch Erosion herausgearbeitet wurden. Wind, Wasser und Temperaturunterschiede formten im Laufe der Jahrmillionen die kuppelartigen Strukturen, tief eingeschnittene Schluchten und engen Canyons. Die charakteristischen, horizontalen Streifen aus dunkler Kruste und hellerem Gestein sind das Resultat aus verschieden stark wasserhaltigen Gesteinsschichten, Algenbewuchs und Verwitterung.

Für die traditionellen Eigentümer, verschiedene Aboriginal-Gruppen aus der Kimberley-Region, ist das Gebiet seit unvordenklichen Zeiten ein bedeutender Kulturraum. Traumzeitgeschichten (Dreaming Stories), Felskunst und heilige Stätten dokumentieren eine kontinuierliche spirituelle und praktische Nutzung – etwa für Rituale, Jagd und das Sammeln von Nahrung. Wer den Park besucht, betritt daher nicht nur ein Natur-Highlight, sondern einen lebendigen Kulturraum. Die offizielle Verwaltung von Purnululu National Park betont in ihren Informationen, dass Besucher diese kulturelle Dimension respektieren und ausgeschilderte heilige Stätten meiden sollen.

In der nicht-indigenen Öffentlichkeit blieb der Purnululu-Nationalpark lange relativ unbekannt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückte die Bungle Bungle Range zunehmend in den Fokus von Geologen, Abenteurern und Luftbildfotografen. In den 1980er-Jahren intensivierten sich die Bemühungen um Schutz und Management des Gebiets, was schließlich zur Ausweisung des Nationalparks führte. 1987 wurde das Areal offiziell als Purnululu National Park deklariert und steht seither unter Schutz des Bundesstaates Western Australia, in Zusammenarbeit mit den traditionellen Eigentümern und nationalen Umweltschutzbehörden.

Die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes im Jahr 2003 unterstreicht die internationale Bedeutung des Parks. Die UNESCO verweist insbesondere auf den außergewöhnlichen ästhetischen Wert der Bungle Bungle Range und auf die geologischen Prozesse, die die einzigartige Landschaft hervorgebracht haben. Damit steht der Purnululu-Nationalpark in einer Reihe mit ikonischen Naturstätten wie dem Grand Canyon oder dem Great Barrier Reef – Orte, an denen Erdgeschichte sichtbar und erlebbar wird, ähnlich wie das Elbsandsteingebirge in Deutschland, nur in dramatisch größerem Maßstab und völlig anderem Klima.

Parallel zur wachsenden touristischen Bedeutung wurden sukzessive Managementpläne entwickelt, um den Spagat zwischen Zugänglichkeit und Schutz zu meistern. Dazu gehören Begrenzungen bei der Infrastruktur, klare Zonierungen, saisonale Zugänglichkeit und Regeln für Camping, Offroad-Fahren und Helikopterflüge. Ziel ist es, Erosion, Vegetationsschäden und Konflikte mit kulturell sensiblen Bereichen zu minimieren.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Purnululu-Nationalpark ist kein Bauwerk im klassischen Sinn, dennoch wirkt die Landschaft für viele Besucher wie eine gigantische, naturgeschaffene Architektur. Die Bungle Bungle Range erinnert an eine organische Kathedrale aus Stein, deren einzelne Kuppeln bis zu mehrere Dutzend Meter hoch sind. Aus der Nähe zeigen die Felsen eine überraschend feine Textur mit Rissen, Einsprengseln und Farbverläufen, die im Morgen- und Abendlicht besonders intensiv wirken.

Die geometrische Regelmäßigkeit vieler Kuppeln, ihre Staffelung und die rhythmischen Farbbänder haben zahlreiche Künstler inspiriert – von Landschaftsfotografen über Maler bis hin zu zeitgenössischen Aboriginal-Künstlerinnen und -Künstlern, die Motive aus der Bungle Bungle Range in ihre Werke integrieren. In australischen Galerien tauchen abstrahierte Darstellungen der Kuppeln und Schluchten regelmäßig auf; Reiseführer wie das „ADAC Reisemagazin Australien“ und Bildbände von GEO oder National Geographic präsentieren Purnululu häufig als visuelles Leitmotiv für das „wilde Nordaustralien“.

Zu den markantesten natürlichen „Architektur-Elementen“ im Park gehören:

  • Bungle Bungle Range: Das Kernstück des Parks, ein komplexes System aus kuppelartigen Sandsteinformationen, die in dichten Gruppen beieinanderstehen. Aus der Ferne wirken sie wie eine Stadt aus Bienenkörben oder Kuppeldächern.
  • Cathedral Gorge: Eine große, halb offene Felskuppel mit hervorragender Akustik. Besucher berichten, dass leises Sprechen und Singen von den Wänden vielfach reflektiert wird, was den Ort eine kathedralenartige Atmosphäre verleiht.
  • Echidna Chasm: Ein extrem schmaler Canyon, an manchen Stellen kaum mehr als eine Armlänge breit, mit steilen, emporragenden Felswänden. Je nach Sonnenstand entstehen dramatische Licht-Schatten-Kontraste.
  • Piccaninny Creek: Ein meist trockener Flusslauf, der sich durch die Bungle Bungle Range windet und Wanderern Zugang zu verschiedenen Aussichtspunkten bietet.

Die Farbstreifen der Kuppeln entstehen durch ein Zusammenspiel aus wasserhaltigen und wasserärmeren Schichten im Sandstein. In feuchteren Lagen bilden sich dunkle Krusten aus Cyanobakterien und Algen, die das Gestein schützen und für die schwarzen Bänder verantwortlich sind. Trockene Bereiche bleiben hellorange und sind stärker der Erosion ausgesetzt. Dieses Muster verleiht den Kuppeln ihre charakteristische „Zebra“-Optik, für die der Nationalpark weltweit bekannt ist.

Die kulturelle Kunst des Gebietes ist vor allem in Form von Aboriginal-Felszeichnungen, Erzähltraditionen und zeitgenössischer indigener Kunst präsent. Während viele heilige Stätten nicht öffentlich zugänglich oder bewusst nicht markiert sind, greifen Aboriginal-Künstler Motive wie die Kuppeln, Wasserlöcher und Traumzeitwesen in Leinwandbildern und Druckgrafiken auf. Kunsthistoriker betonen, dass diese Werke nicht nur Landschaftsdarstellungen, sondern auch visuelle Karten von Geschichten, Gesetzen und Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Land sind.

Auch moderne Medien haben die ikonische Ästhetik des Purnululu-Nationalparks aufgegriffen. In Dokumentarfilmen über Australien – etwa Produktionen von BBC oder ARD – dienen Luftaufnahmen der Bungle Bungle Range regelmäßig als Symbolbild für die „unberührte Wildnis“ des Kontinents. Reiseautoren in etablierten Medien wie „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“ oder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ stellen die Bungle Bungle Range oft in eine Reihe mit anderen australischen Ikonen wie dem Uluru oder den Twelve Apostles und betonen die besondere atmosphärische Wirkung des Ortes.

Purnululu-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Purnululu-Nationalpark liegt im Nordosten von Western Australia, im Inland der Kimberley-Region, etwa 250 km südlich von Kununurra. Die Anreise aus Deutschland erfolgt in der Regel per Langstreckenflug nach Australien, häufig mit Umstieg in asiatischen Drehkreuzen wie Singapur, Hongkong oder Dubai. Übliche Routen führen etwa von Frankfurt, München oder Berlin nach Perth, Darwin oder Broome und von dort weiter nach Kununurra, meist mit Inlandsflügen australischer Airlines. Eine direkte Verbindung aus Europa nach Kununurra gibt es nicht. Autofahrer erreichen den Park via Great Northern Highway, von der eine raue Zufahrtsstrecke (nur für geländegängige Fahrzeuge empfohlen) zum Parkeingang abzweigt. In der Trockenzeit werden auch geführte Touren mit Allrad-Fahrzeugen sowie Rundflüge in Kleinflugzeugen und Helikoptern ab Kununurra angeboten.
  • Öffnungszeiten: Der Purnululu National Park ist saisonal zugänglich. In der Regel ist der Park in der Trockenzeit (ungefähr von April bis Oktober) geöffnet, während der Regenzeit viele Zufahrtswege gesperrt sein können. Konkrete Öffnungszeiten, saisonale Schließungen und tagesaktuelle Straßenzustände können variieren und sollten direkt bei der Parkverwaltung von Purnululu-Nationalpark oder bei den Behörden von Western Australia geprüft werden. Wer eine Reise plant, sollte kurz vor Abfahrt aktuelle Informationen zu Straßensperrungen, Wetterlage und Brandgefahr einholen.
  • Eintritt: Für den Zutritt zu australischen Nationalparks wird in der Regel eine Parkgebühr erhoben, häufig pro Fahrzeug oder pro Person. Die genauen Tarife für den Purnululu-Nationalpark können sich ändern. Es lohnt sich, vorab auf offiziellen Seiten der westaustralischen Nationalparkverwaltung nach aktuellen Preisen zu sehen. Für Reisende aus Deutschland bietet sich oft der Erwerb von Mehrtages- oder Mehrpark-Pässen an, wenn mehrere Nationalparks in Western Australia besucht werden. Zur groben Orientierung sollten Reisende mit einem Betrag in moderater Größenordnung rechnen, der im Vergleich zu den Gesamtkosten einer Australienreise überschaubar bleibt; die Zahlung ist meist in australischen Dollar möglich, teilweise auch online im Voraus.
  • Beste Reisezeit: Für den Purnululu National Park gilt die Trockenzeit von etwa Mai bis September allgemein als beste Reisezeit. In diesen Monaten herrschen meist stabile Wetterbedingungen mit geringen Niederschlägen, die Zufahrtswege sind eher passierbar, und die Temperaturen liegen häufig im warmen bis heißen Bereich, aber weniger extrem als in der Hochsommerhitze. Die australische Winterzeit (Juni bis August) ist für viele Besucher aus Deutschland besonders angenehm, da die Nächte vergleichsweise kühl sein können und tagsüber oft klare Sicht für Wanderungen und Fotografie herrscht. In der Regenzeit von etwa November bis März können Straßen unpassierbar werden, Flüsse anschwellen und bestimmte Bereiche aus Sicherheitsgründen geschlossen sein. Zudem können hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze den Besuch erschweren.
  • Wandern und Aktivitäten: Im Purnululu-Nationalpark gibt es eine Reihe markierter Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Beliebte Routen führen etwa in die Cathedral Gorge, durch den Echidna Chasm oder entlang des Piccaninny Creek. Wegen der oft starken Sonneneinstrahlung und der begrenzten Schattenplätze ist ein frühmorgendlicher Start empfehlenswert. Neben Wandern sind Rundflüge mit Kleinflugzeugen oder Helikoptern eine verbreitete Möglichkeit, die gesamte Ausdehnung der Bungle Bungle Range zu erleben. Viele Besucher kombinieren einen Bodentag im Park mit einem Rundflug ab Kununurra oder Warmun, um sowohl die Detailperspektive als auch die großräumige Struktur zu sehen.
  • Sprache vor Ort: In Australien ist Englisch Amtssprache. In touristischen Zentren wie Kununurra, in Besucherzentren und bei geführten Touren wird Englisch verwendet, Deutsch wird dagegen selten gesprochen. Gute Englischkenntnisse erleichtern Kommunikation, Buchungen und das Verständnis von Sicherheits- und Hintergrundinformationen. Informationsmaterial in deutscher Sprache kann vereinzelt in internationalen Reiseführern oder auf Webseiten deutscher Reiseanbieter gefunden werden, vor Ort sollte aber überwiegend mit englischer Beschilderung gerechnet werden.
  • Zahlung und Trinkgeld: In Australien ist Kartenzahlung weit verbreitet, vor allem mit Kreditkarten und gängigen Debitkarten. In entlegenen Regionen wie der Kimberley kann es dennoch sinnvoll sein, etwas Bargeld in australischen Dollar (AUD) mitzuführen, da nicht jede Tankstelle oder kleinere Einrichtung alle Karten akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen, etwa über Kreditkarte oder Mobile Payment, gewinnt an Bedeutung, ist aber nicht überall garantiert. Trinkgeld ist in Australien weniger stark institutionalisiert als in Nordamerika; ein moderates Trinkgeld bei Zufriedenheit mit Service – zum Beispiel für Guides oder im Restaurant – wird geschätzt, ist jedoch meist freiwillig. Serviceentgelte sind in Rechnungen normalerweise nicht automatisch enthalten.
  • Gesundheit, Klima und Sicherheit: Das Klima in der Kimberley-Region ist tropisch bis subtropisch mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit. Hitze, intensive UV-Strahlung und geringe Schattenplätze können für ungeübte Besucher belastend sein. Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme, Sonnenbrille), ausreichende Wasserreserven und leichte, atmungsaktive Kleidung sind essenziell. Wanderer sollten stets genügend Trinkwasser und einfache Erste-Hilfe-Ausrüstung mitführen, da die Entfernungen zwischen den Aussichtspunkten und Camps groß sein können. Im australischen Busch sind auch Wildtiere wie Schlangen und Insekten präsent; feste Schuhe und Aufmerksamkeit tragen zu einem sicheren Besuch bei.
  • Einreisebestimmungen: Für die Einreise nach Australien müssen deutsche Staatsbürger in der Regel ein Visum oder eine elektronische Einreisegenehmigung im Voraus beantragen. Die Bedingungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Da Australien außerhalb der EU liegt, ist zudem der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption dringend zu empfehlen.
  • Zeitverschiebung: Die Kimberley-Region in Western Australia liegt je nach Jahreszeit und Ort in einer anderen Zeitzone als Mitteleuropa. Der Zeitunterschied zu Deutschland kann mehrere Stunden betragen, wobei Australien die Sommerzeit-Regelungen anders handhabt als Europa. Für die Reiseplanung und Kommunikation mit Deutschland sollten Reisende den konkreten Zeitunterschied zum Zeitpunkt der Reise anhand einer verlässlichen, aktuellen Zeitzonenübersicht prüfen.
  • Natur- und Kulturschutz: Der Purnululu-Nationalpark ist sowohl ökologisch als auch kulturell sensibel. Besucher sollten auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, keinerlei Steine, Pflanzen oder Artefakte mitnehmen und keinen Müll hinterlassen. Drohnenflüge sind eingeschränkt oder können genehmigungspflichtig sein; aktuelle Regelungen sind bei der Parkverwaltung zu erfragen. Fotografieren ist im Allgemeinen erlaubt, allerdings sollten Hinweise zu heiligen Stätten strikt beachtet werden – an manchen Orten ist das Fotografieren untersagt oder unerwünscht, um kulturelle Werte zu schützen.

Warum Purnululu National Park auf jede Kununurra-Reise gehört

Wer eine Reise in die Kimberley-Region plant, erlebt im Purnululu-Nationalpark eine Landschaft, die selbst in einem an Naturwundern reichen Land wie Australien herausragt. Die Kombination aus abgeschiedener Lage, markanter Geologie und kultureller Tiefe macht Purnululu zu einem Ziel, das weit mehr ist als ein Fotomotiv – es ist ein Ort, an dem sich Erd- und Menschheitsgeschichte auf eindrückliche Weise begegnen.

Aus Reiseperspektive fügt sich der Park ideal in eine Rundreise durch Nordwestaustralien ein. Kununurra dient vielen als Basis für Flüge und Touren zum Lake Argyle, zur Ord River Region und in die Kimberley-Schluchten. Von hier aus bietet sich Purnululu als mehrtägiger Ausflug an, der je nach Zeitbudget um weitere Naturhighlights ergänzt werden kann. Wer etwas mehr Komfort sucht, kann auf Lodges und feste Camps in Parknähe zurückgreifen; Abenteurer mit Geländewagen und Campingausrüstung erleben den Park als klassische Outback-Erfahrung mit sternenklarem Himmel und nächtlicher Stille.

Gerade für Reisende aus Deutschland, die Australien nicht nur über Metropolen wie Sydney oder Melbourne, sondern in seiner wilden, weiten Dimension erleben möchten, bietet der Purnululu National Park einen starken Kontrast zum dicht besiedelten Mitteleuropa. Die Entfernung zu urbanen Zentren, die lange Anreise und die fehlende Masseninfrastruktur sorgen dafür, dass sich auch in der Hauptsaison selten ein Gefühl von Überfüllung einstellt. Stattdessen lässt sich die Landschaft in einem Tempo erkunden, das Raum für Kontemplation, Fotografie und die Auseinandersetzung mit der indigenen Kultur bietet.

Reiseführer wie „Marco Polo Australien“, „Lonely Planet Australia“ oder das „Merian“-Heft zur Westküste heben hervor, dass der Purnululu-Nationalpark im Vergleich zu bekannteren Attraktionen weniger frequentiert ist und daher ein intensiveres Naturerlebnis erlaubt. Gleichzeitig ist die touristische Infrastruktur so entwickelt, dass auch weniger erfahrene Outback-Reisende mit geführten Touren und lokalen Anbietern sicher und gut betreut unterwegs sein können. Für viele Besucher ist der Moment, wenn die Sonne untergeht und die Bungle Bungle Range in warmes Abendlicht taucht, einer der emotionalen Höhepunkte ihrer gesamten Australienreise.

Nicht zuletzt spielt die fotografische Wirkung eine große Rolle. In den sozialen Medien, aber auch in hochwertigen Bildbänden und Kalendern sind die gestreiften Kuppeln längst zur Ikone geworden. Wer selbst fotografiert, findet im Purnululu-Nationalpark Motive für Weitwinkel-Panoramen ebenso wie für Detailaufnahmen der Gesteinsoberflächen. Der Kontrast von rotem Sand, tiefblauem Himmel und spärlicher Vegetation erzeugt eine Farbpalette, die in Mitteleuropa kaum zu finden ist.

Purnululu-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien wird der Purnululu-Nationalpark häufig als „hidden gem“ oder „once in a lifetime“-Erlebnis beschrieben – ein Ziel, das etwas Planung erfordert, dafür aber Bilder und Erinnerungen liefert, die sich deutlich von klassischen Australienmotiven abheben. Luftaufnahmen aus Helikoptern, Zeitraffer-Videos von Sonnenauf- und -untergängen sowie Eindrücke aus engen Schluchten wie dem Echidna Chasm dominieren die Feeds.

Häufige Fragen zu Purnululu-Nationalpark

Wo liegt der Purnululu-Nationalpark genau?

Der Purnululu-Nationalpark liegt im Nordosten des australischen Bundesstaates Western Australia, im Binnenland der Kimberley-Region. Er befindet sich rund 250 km südlich der Stadt Kununurra und ist über eine unbefestigte Zufahrtsstraße von der Great Northern Highway aus zu erreichen. Aufgrund der Abgelegenheit gehört der Park zu den eher entlegenen Reisezielen des Kontinents.

Was macht den Purnululu National Park so besonders?

Der Purnululu National Park ist vor allem für die Bungle Bungle Range bekannt, eine landschaftlich einzigartige Formation aus kuppelartigen Sandsteinbergen mit auffälligen orange-schwarzen Streifen. Diese Kombination aus geologischer Besonderheit, dramatischer Schluchtenlandschaft und kultureller Bedeutung für die Aboriginal-Gemeinschaften der Region hat zur Ernennung des Parks als UNESCO-Welterbe geführt. Die Abgeschiedenheit und relativ geringe Besucherzahl verstärken das Gefühl, eine weitgehend unberührte Wildnis zu erleben.

Wann ist die beste Reisezeit für den Purnululu-Nationalpark?

Als beste Reisezeit gilt die Trockenzeit von etwa Mai bis September. In diesen Monaten sind die Zufahrtswege in der Regel besser passierbar, es fällt wenig Regen und die Temperaturen sind – trotz Hitze tagsüber – insgesamt angenehmer als in der feucht-heißen Regenzeit. In der Regenzeit von etwa November bis März können Straßen unbefahrbar werden, Flüsse anschwellen und Teile des Parks aus Sicherheitsgründen geschlossen sein.

Wie erreicht man den Purnululu-Nationalpark von Deutschland aus?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel von Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin zunächst zu einem internationalen Drehkreuz in Asien oder im Nahen Osten und weiter nach Australien, häufig nach Perth, Darwin oder Broome. Von dort geht es mit Inlandsflügen nach Kununurra oder zu anderen regionalen Flughäfen. Die letzten Kilometer zum Purnululu-Nationalpark werden per Mietwagen mit Geländetauglichkeit oder im Rahmen geführter Touren zurückgelegt. Alternativ werden Rundflüge mit Kleinflugzeugen und Helikoptern ab Kununurra angeboten.

Benötigt man besondere Genehmigungen oder Ausrüstung?

Für den Besuch des Purnululu-Nationalparks ist üblicherweise eine Parkgebühr zu entrichten. Zusätzliche Genehmigungen können für spezielle Aktivitäten wie professionelles Filmen oder Drohneneinsatz erforderlich sein. Da das Gelände abseits der Hauptwege und die klimatischen Bedingungen anspruchsvoll sein können, wird eine gute Grundausrüstung mit stabilen Wanderschuhen, Sonnenschutz, ausreichend Wasser und einer einfachen Erste-Hilfe-Ausstattung empfohlen. Bei Fahrten auf unbefestigten Straßen ist ein geländegängiges Fahrzeug sinnvoll, und je nach Route auch ein Reservereifen, Werkzeug und zusätzliche Wasser- und Treibstoffreserven.

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