Masjed-e Nasir ol-Molk und das farbige Licht von Shiraz
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 16:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Masjed-e Nasir ol-Molk steht in Shiraz für eine Architektur, in der Stein, Fliesen, Holz und farbiges Glas gemeinsam den Innenraum prägen. Die Moschee entstand zwischen 1876 und 1888 während der Qadscharen-Dynastie und trägt die Namen ihres Auftraggebers Nasir ol-Molk sowie ihrer Baumeister.
Masjed-e Nasir ol-Molk zwischen Stein, Fliesen und Glas
Die Moschee liegt im historischen Viertel Gowd-e Araban südlich der Lotfali-Khan-Zand-Straße und nahe dem Heiligtum Shah Cheragh. Ihre Fläche beträgt 2.980 Quadratmeter. Der Bau gehört zur religiösen Architektur des späten 19. Jahrhunderts und verbindet traditionelle iranische Raumformen mit einer reichen Farbgestaltung.
Der Zugang führt durch einen großen Bogen, dessen Gewölbe mit siebenfarbigen Fliesen und Muqarnas ausgeschmückt ist. Muqarnas sind auskragende, wabenartige Gewölbeelemente. Eine zweiflügelige Holztür bildet den Übergang vom Straßenraum in den Komplex. Gedichtzeilen schmücken die Tür, während die Innenhöfe und Gebetshallen mit weiteren Fliesenflächen, Inschriften und Ornamenten folgen.
Masjed-e Nasir ol-Molk: die Gebetshallen als Farbarchitektur
Im Westen liegt die Gebetshalle mit einer Backsteinfassade und steinernen Säulen. Die Säulen stehen in zwei Reihen und tragen spiralige Ornamente. Holzrahmen gliedern die Fenster, deren farbiges Glas den Innenraum mit roten, blauen, grünen und gelben Flächen prägt.
Die westliche Halle besitzt sieben Holztüren und einen Vorbau mit acht Bögen. Fliesen mit Blüten, Ranken und Koranversen bedecken Wände und Bögen. Die westliche Gebetshalle gehört zu den markanten Innenräumen der Anlage.
Die östliche Halle unterscheidet sich durch Sandsteinsäulen, Fliesenornamente und eine stärker geschlossene Raumwirkung. Arabesken, Blütenmotive und Koranverse in Thuluth-Schrift bedecken Gewölbe und Wände. Der Boden enthält türkisfarbene Fliesen, die Mihrab-Nische besitzt einen Marmorboden.
Masjed-e Nasir ol-Molk: Qadscharenzeit und Handwerk
Mirza Hasan Ali Nasir ol-Molk gab den Bau in Auftrag. Die Architektur wird Mohammad Hasan-e-Mem?r und Mohammad Rez? K?shi-S?z-e-Šir?zi zugeschrieben. Die Bauzeit begann 1876 und endete 1888. Damit gehört die Moschee zur Qadscharenzeit, die Iran im 19. Jahrhundert politisch und kulturell prägte.
Die Anlage zeigt Handwerk in vielen Maßstäben. Große Bögen gliedern die Höfe, kleine Fliesen bilden florale Muster, und geschnitzte Steinflächen rahmen Säulen und Nischen. Eine Inschrift im nördlichen Korridor nennt die Baumeister und die Daten des Baubeginns sowie der Fertigstellung. Der Bau von 1876 bis 1888 ist damit direkt in der Anlage präsent.
Die nördliche Vorhalle ist aufwendiger gestaltet als die südliche. Ihr höherer Mittelbogen trägt den Namen Perlenbogen. Neben Bögen, Inschriften und Fliesen gehört auch ein Wasserbrunnen zum Komplex. Eine historische Bezeichnung des Brunnens verweist auf die frühere Nutzung eines Zugmechanismus mit einem Rind.
Die Moschee ist in Iran als nationales Kulturerbe eingetragen. Der Eintrag erfolgte 1979. Die Bezeichnung „Rosa Moschee“ bezieht sich auf die zahlreichen rosafarbenen Fliesen, die besonders an Decken und Gewölben sichtbar sind.rosafarbene Fliesen prägen das Erscheinungsbild, während die Fenster eine zweite Farbschicht hinzufügen.
Masjed-e Nasir ol-Molk besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Moschee liegt im Viertel Gowd-e Araban in Shiraz, südlich der Lotfali-Khan-Zand-Straße und nahe Shah Cheragh.
- Der Innenraum umfasst Säulenhallen, Höfe, Vorhallen, einen Wasserbrunnen und einen zentralen rechteckigen Teich.
- Im westlichen Gebetsraum stehen steinerne Säulen in zwei Reihen. Fenster mit farbigem Glas und mehrere Holztüren gliedern die Halle.
- Der Ort liegt in Iran. Amtssprache ist Persisch, gezahlt wird in Iranischen Rial.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Masjed-e Nasir ol-Molk: häufige Fragen
Wo liegt Masjed-e Nasir ol-Molk?
Masjed-e Nasir ol-Molk liegt im Viertel Gowd-e Araban von Shiraz in Iran. Die Moschee befindet sich südlich der Lotfali-Khan-Zand-Straße und nahe Shah Cheragh.
Was bietet ein Besuch?
Zum Komplex gehören Innenhöfe, Gebetshallen, Vorhallen, Flieseninschriften, Säulen, ein Teich und ein Wasserbrunnen. Farbiges Glas prägt den westlichen Gebetsraum.
Was kennzeichnet die Moschee?
Die Bauzeit von 1876 bis 1888, die Qadscharen-Architektur und die Verbindung aus rosafarbenen Fliesen, Stein, Holz und farbigem Glas prägen Masjed-e Nasir ol-Molk.
