Masjed-e Nasir ol-Molk: Licht und Farbe im Qajar-Stil
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 18:53 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Masjed-e Nasir ol-Molk in Shiraz gehört zu den eindrucksvollsten Beispielen einer Qajar-Moschee, in der farbiges Glas und rosa Fliesen den Innenraum in wechselnde Muster aus Licht und Farbe tauchen. Die Moschee wurde im späten 19. Jahrhundert unter Mirza Hasan Ali Nasir ol-Molk errichtet und verbindet traditionelle persische Bauformen mit einem besonders dekorativen Umgang mit Licht.
Masjed-e Nasir ol-Molk und ihre Entstehungszeit
Masjed-e Nasir ol-Molk entstand in der Epoche der Qajar-Dynastie, als in Iran historische Bauformen weiterentwickelt und zugleich reich ornamentiert wurden. Die Bauarbeiten begannen 1876 und dauerten zwölf Jahre, bis die Moschee 1888 vollendet war.Die Bauarbeiten begannen 1876 und dauerten zwölf Jahre Auftraggeber war Mirza Hasan Ali Nasir ol-Molk, ein wohlhabender Adliger aus Shiraz und Sohn von Ali Akbar Qavam ol-Molk, der in der Stadt eine einflussreiche Stellung innehatte.Auftraggeber war Mirza Hasan Ali Nasir ol-Molk
Die architektonische Gestaltung wird Mohammad Hasan-e Memar zugeschrieben, einem Baumeister, der auch am Eram-Garten in Shiraz gearbeitet hat, sowie weiteren Fliesen- und Dekorationskünstlern aus der Stadt.Die architektonische Gestaltung wird Mohammad Hasan-e Memar zugeschrieben Masjed-e Nasir ol-Molk wird dem Qajar-Stil zugerechnet, der an Safawiden- und Zand-Traditionen anknüpft und sich in reich verzierten Fassaden, Höfen und Säulenhallen spiegelt.Masjed-e Nasir ol-Molk wird dem Qajar-Stil zugerechnet
Architektur zwischen Hof und Steinhalle
Die Moschee liegt im Stadtviertel Gowd-e-Araban südlich der Lotfali-Khan-Zand-Straße und ist um einen rechteckigen Hof gebaut, wie es für viele persische Moscheen typisch ist.Die Moschee liegt im Stadtviertel Gowd-e-Araban Um den Hof gruppieren sich gewölbte Arkaden und eine Gebetshalle, deren Steinpfeiler und bemalte Decken den Übergang zwischen offenem Hof und geschütztem Innenraum markieren. Der Bau nutzt Backstein, Stein und aufwändige Fliesenfelder, die florale Motive, Schriftbänder und geometrische Ornamente kombinieren.
Charakteristisch für Masjed-e Nasir ol-Molk ist die umfangreiche Verwendung von rosa und anderen hellen Farbtönen in den Fliesen, die der Moschee den verbreiteten Beinamen „Pink Mosque“ eingebracht haben.die umfangreiche Verwendung von rosa und anderen hellen Farbtönen in den Fliesen Im Inneren tragen Säulenhalle, Nischen und Wände mosaikartige Beläge, deren Details sich erst beim langsamen Durchschreiten erschließen. In den Bögen über den Arkaden sind mehrteilige Fliesenfelder eingesetzt, die wie Teppiche aus Keramik wirken.
Licht, Glas und die Morgenstimmung
Am stärksten wird der besondere Charakter der Moschee in der nordseitigen Gebetshalle sichtbar, die zum Hof hin durch eine Reihe großer Fenster mit farbigem Glas geöffnet ist.die nordseitige Gebetshalle In diese Holzrahmen sind zahlreiche kleine Glasflächen in Rot, Blau, Gelb und Grün eingelassen, die gemeinsam ornamentale Muster bilden. Wenn Sonnenlicht durch diese Glasflächen fällt, entstehen auf dem Teppichboden und den Steinpfeilern farbige Felder, die sich mit dem Stand der Sonne verändern.
Der Raum trägt dabei klassische Elemente persischer Moscheearchitektur wie die mehrschiffige Halle mit Steinpfeilern und gewölbten Decken, wird aber durch die Kombination von Glas und Fliesen besonders farbig inszeniert. Die Gebetshalle ist vom Hof durch Holztüren und Fenster getrennt, sodass der Übergang vom offenen Himmel zum gefilterten Innenlicht deutlich spürbar ist, ohne dass der Text selbst eine Wirkung auf Besucher behauptet. Bei einem Rundgang lassen sich die verschiedenen Materialien – Stein, Putz, Glas und Keramik – in ihrem Zusammenspiel nachvollziehen.
Masjed-e Nasir ol-Molk besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Masjed-e Nasir ol-Molk liegt im Viertel Gowd-e-Araban in Shiraz, südlich der Lotfali-Khan-Zand-Straße; vor Ort führen Straßen aus dem Zentrum in Richtung des Moscheeviertels.
- Auf dem Gelände der Moschee verbinden Treppen und Stufen den Hof mit den Gebetshallen, und der Zugang zur nordseitigen Halle erfolgt über Türen unter Arkaden.
- In der Umgebung von Masjed-e Nasir ol-Molk liegen weitere historische Orte von Shiraz, darunter der Schrein Schah Tscheragh und der Eram-Garten, die jeweils eigene Anlagen bilden.
- Amtssprache ist Persisch, gezahlt wird in Iranischen Rial.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Masjed-e Nasir ol-Molk auf Social-Media-Plattformen
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Masjed-e Nasir ol-Molk: häufige Fragen
Wo liegt Masjed-e Nasir ol-Molk genau?
Masjed-e Nasir ol-Molk liegt in Shiraz im Iran, im historischen Stadtviertel Gowd-e-Araban südlich der Lotfali-Khan-Zand-Straße.
Was bietet ein Besuch von Masjed-e Nasir ol-Molk?
Ein Besuch führt durch einen Hof mit Arkaden in eine Gebetshalle, in der farbiges Glas und rosa Fliesen zusammen mit Steinpfeilern eine besonders farbintensive Raumsituation schaffen.
Was kennzeichnet Masjed-e Nasir ol-Molk architektonisch?
Die Moschee ist durch ihre Qajar-Architektur mit reich verzierten Fliesen und die Nutzung von farbigem Glas in großen Fenstern geprägt, die das Licht im Innenraum in farbige Muster brechen.
