Krasnaja ploschtschad in Moskau: Platz zwischen Kremlmauer und Kathedrale
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 15:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Krasnaja ploschtschad in Moskau ist ein rechtwinklig angelegter Platz aus Steinpflaster, der sich unmittelbar an der östlichen Mauer des Kreml entlangzieht und seit dem späten 15. Jahrhundert mit der Geschichte Russlands verbunden ist.
Krasnaja ploschtschad zwischen Kreml und Kitai-Gorod
Die Krasnaja ploschtschad liegt am Übergang zwischen dem historischen Kreml und dem Stadtviertel Kitai-Gorod und erstreckt sich längs der Ostmauer der Festungsanlage. Auf der Westseite begrenzen die hohen Ziegelmauern und Türme des Kreml den Platz, während nach Osten die Front des Kaufhauses GUM und weitere Gebäude des Stadtzentrums anschließen.Die Lage an der östlichen Kremlmauer gehört zu den prägenden Merkmalen des Platzes. Nach Süden öffnet sich der Raum zur Basilius-Kathedrale, deren bekannte Kuppeln den Abschluss der Platzfläche markieren, nach Norden stehen das Historische Museum und weitere Bauten an einem leicht erhöhten Rand.
Der Platz ist einer der ältesten großen öffentlichen Räume der Stadt und Teil eines Ensembles, das zusammen mit dem Kreml in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.Die gemeinsame Eintragung von Kreml und Platz unterstreicht den engen Zusammenhang zwischen der Festung und dem offenen Forum. Die heutige Form des Platzes entstand im späten 15. Jahrhundert, als unter Großfürst Iwan III. hölzerne Bebauung vor der Kremlmauer entfernt wurde und ein freier Raum entstand, der als Markt- und Versammlungsplatz genutzt wurde.Das Jahr 1493 gilt häufig als Entstehungsjahr der Krasnaja ploschtschad, auch wenn die Fläche zuvor eine andere Nutzung hatte.
Steinpflaster und Bauwerke rund um den Platz
Die Oberfläche der Krasnaja ploschtschad ist mit Steinpflaster gedeckt, das der weiten Fläche eine geschlossene, robuste Struktur gibt.Das Kopfsteinpflaster wurde im 19. Jahrhundert angelegt und spannt sich über die gesamte Länge des Platzes zwischen Kremlmauer und den Fassaden der Gebäude auf der Ostseite. Entlang der Kremlmauer verläuft eine Reihe von Gräbern bedeutender Persönlichkeiten der Sowjetzeit, und in die Platzfläche ist das Lenin-Mausoleum eingefügt, ein blockhafter Baukörper aus Stein, der sich deutlich von der benachbarten Mauer absetzt.Lenin-Mausoleum, Basilius-Kathedrale, Historisches Museum und GUM bilden zusammen mit der Kremlmauer ein Ensemble von Bauwerken unterschiedlicher Epochen.
An der Südseite des Platzes steht die Basilius-Kathedrale mit ihren vielfarbigen Kuppeln, die in der Wahrnehmung vieler Besucher zu den markantesten Formen der Umgebung zählen. Gegenüber, an der Nordseite, schließt das Historische Museum im sogenannten altrussischen Stil an die Platzfläche an, dessen Fassade mit Türmchen und Zierelementen gestaltet ist.Zusammen mit dem GUM-Kaufhaus, dessen lange Fassadenfront die Ostseite dominiert, entsteht um die rechteckige Fläche ein architektonischer Rahmen, der die Entwicklung der Stadt vom Moskauer Großfürstentum über die Zarenzeit bis ins Industrie- und Sowjetzeitalter sichtbar macht.
Geschichte, Name und Funktion der Krasnaja ploschtschad
Die Krasnaja ploschtschad ist seit dem späten 15. Jahrhundert eng mit der politischen Geschichte Russlands verbunden. Auf dem Platz wurden in der Zarenzeit Erlasse verkündet, Hinrichtungen vollzogen und öffentliche Feiern abgehalten, später diente er mehrfach als Ort großer Militärparaden und Massenkundgebungen. Seit 1919 fanden auf der Platzfläche wiederholt Militärparaden statt, die sich entlang der Kremlmauer und vor der Tribüne des Lenin-Mausoleums abspielten und den offenen Raum zu einer Bühne der Staatsmacht machten.Die Nutzung als politisches Forum knüpft damit an frühere Versammlungsfunktionen an.
Der Name „Krasnaja ploschtschad“ ist aus dem 17. Jahrhundert belegt und geht auf das russische Wort „krasny“ zurück, das damals „schön“ bedeutete und erst später allgemein mit der Farbe Rot verbunden wurde.Die Deutung des Namens als „schöner Platz“ erinnert daran, dass die Fläche lange Zeit als Markt- und Handelsplatz genutzt wurde, bevor sie stärker mit staatlichen Zeremonien verbunden wurde. Die Kombination aus Steinpflaster, monumental eingefasster Platzfläche und den umstehenden Bauten macht die Krasnaja ploschtschad zu einem Ort, an dem mehrere Jahrhunderte Bau- und Machtgeschichte zugleich sichtbar sind.
Krasnaja ploschtschad besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Krasnaja ploschtschad liegt im historischen Zentrum von Moskau direkt an der Ostmauer des Kreml und ist vom umliegenden Stadtgebiet über Straßen und Wege zu Fuß erreichbar.
- Die Platzfläche ist eben, jedoch von der Umgebung zum Teil über Stufen erreichbar, etwa an den Zugängen zwischen den Gebäuden der Ostseite und dem Steinpflaster des Platzes.
- In der Umgebung der Krasnaja ploschtschad liegen der Moskauer Kreml und das Viertel Kitai-Gorod, sodass sich ein Besuch des Platzes gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum verbinden lässt.
- Amtssprache ist Russisch, gezahlt wird in Russischen Rubel.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Krasnaja ploschtschad auf Social-Media-Plattformen
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Krasnaja ploschtschad: häufige Fragen
Wo liegt Krasnaja ploschtschad in Moskau?
Die Krasnaja ploschtschad liegt im historischen Zentrum von Moskau direkt an der Ostmauer des Kreml und bildet den Übergang zum Stadtviertel Kitai-Gorod.
Was bietet ein Besuch der Krasnaja ploschtschad?
Ein Besuch führt über eine große Steinfläche, eingerahmt von der Kremlmauer, dem Lenin-Mausoleum, der Basilius-Kathedrale, dem Historischen Museum und dem Kaufhaus GUM.
Was kennzeichnet die Krasnaja ploschtschad besonders?
Kennzeichnend sind die rechteckige, gepflasterte Platzfläche direkt vor der Kremlmauer und ihre Rolle als Teil des UNESCO-Welterbes zusammen mit dem Moskauer Kreml.
