Jiufen Laojie: historische Berggasse über Neu-Taipeh
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 07:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jiufen Laojie ist die Marktgasse des Bergstädtchens Jiufen im Ruifang-Distrikt von Neu-Taipeh in Taiwan, wo sich ein Netz aus engen Wegen und Treppen an den Hang legt und Ladenzeilen auf mehreren Ebenen übereinanderstehen.Jiufen Old Street ist das Zentrum des ehemaligen Goldbergbaustädtchens, dessen Entwicklung im späten 19. Jahrhundert mit einem Goldrausch einsetzte.Jiufen wuchs in jener Zeit zu einer dicht bebauten „Bergstadt“, deren Steintreppen und Wohn- und Geschäftshäuser bis in die japanische Kolonialzeit hinein weiter ausgebaut wurden.
Jiufen Laojie im historischen Bergstädtchen Jiufen
Jiufen liegt im Ruifang-Distrikt von Neu-Taipeh an den Hängen über der Nordostküste Taiwans, und Jiufen Laojie bezeichnet die alten Marktgassen im kompakten Kern dieser Siedlung.Jiufen Old Street gilt als besonders enger, gewundener Straßenzug mit Läden und Teehäusern, der sich zwischen den Häusern bergauf zieht und von weiteren Treppenwegen erschlossen wird.Jiufen Laojie gehört zum ehemaligen Goldbergbaustädtchen Jiufen im Ruifang-Distrikt von Neu-Taipeh, das sich an den Hang über dem Meer legt und seine Häuserzeilen terrassenartig staffelt.
Die Geschichte des Ortes setzt im 19. Jahrhundert ein, als im Gebiet um Jiufen Gold gefunden wurde und sich aus einem kleinen Dorf ein Bergbauzentrum entwickelte.Der Goldrausch begann in den 1890er Jahren, und in der Folge entstanden dicht gestaffelte Wohnhäuser, Werkstätten und Läden entlang steiler Steintreppen, die bis heute den Charakter der Laojie prägen.Während der japanischen Kolonialzeit von 1895 bis 1945 wurde Jiufen zu einem wichtigen Bergbauort mit entsprechender Infrastruktur, deren Spuren sich in der dichten Bebauung der alten Straßen wiederfinden.
Architektur und Stadtbild zwischen Hang und Treppen
Jiufen Laojie ist weniger durch einzelne Monumente als durch ein geschlossenes Straßenbild gekennzeichnet, in dem Häuserzeilen, Treppen und Ladenfronten einen kompakten Zusammenhang bilden.Die gebauten Strukturen setzen sich aus terrassierten Hanglagen, gemischten japanischen und südchinesischen Architekturelementen sowie schmalen überdeckten Gassen zusammen, die sich am Relief des Berges orientieren.Die Häuser stehen entlang der Bergflanke und sind über steile Steinstufen an den Marktgassen angeschlossen, sodass sich der Ort auf mehreren Ebenen entwickelt.
Viele der Laden- und Wohnhäuser auf Jiufen Laojie weisen eine Kombination aus Holz und Mauerwerk auf, mit vorspringenden Schildern und Laternenreihen an den Fassaden.Holzbalken, Ziegeldächer und Schiebeelemente in den Fenstern stammen aus der frühen Bauphase des 20. Jahrhunderts, in der japanische Architekturvorstellungen in Jiufen umgesetzt wurden.Rot leuchtende Laternen, Schriftbänder und dekorative Schwellen an den Eingängen verweisen auf südchinesische Gestaltung, die sich mit den älteren, schlichteren Holzfassaden verbindet.
Vom Goldbergbaustandort zum historischen Stadtviertel
Jiufen entstand als Bergbauort, dessen wirtschaftliche Grundlage im Goldabbau in den Bergen oberhalb der Nordostküste lag, und Jiufen Laojie war Teil der Versorgung und des Alltags dieser Siedlung.Die Marktgassen wurden in den Jahren des Goldrausches angelegt und dienten den dort tätigen Menschen als Wege zu Geschäften, Teehäusern und Unterkunft, während die Bergwerke das Umland prägten.Mit dem Niedergang des Bergbaus im späten 20. Jahrhundert verlor Jiufen seine industrielle Funktion und wurde als historisches Straßenviertel mit einem Schwerpunkt auf Kultur und Landschaft wahrgenommen.
Die Umstellung von einer Bergbauökonomie auf eine Orientierung am Stadtbild und an der umgebenden Küstenlandschaft machte den Erhalt des baulichen Bestandes der Laojie bedeutsam.Filmarbeiten des Jahres 1989, insbesondere der Film „A City of Sadness“ des Regisseurs Hou Hsiao-hsien, lenkten den Blick auf Jiufens Treppen und Häuserfluchten, wodurch der historische Charakter der Straßen über Taiwan hinaus wahrgenommen wurde.Heute steht Jiufen Laojie als verdichtetes Straßenbild mit alten Treppen, kompakten Holzfassaden und Laternenreihen für diesen Wandel, bei dem aus einem Bergbauort ein historisches Viertel mit Blick über die Nordostküste wurde.
Jiufen Laojie besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jiufen Laojie liegt im Ruifang-Distrikt der Stadt Neu-Taipeh im Norden von Taiwan und ist über Straßenverbindungen von Neu-Taipeh aus erreichbar.
- Die Marktgassen verlaufen an einem Hang, und der Zugang zu den einzelnen Ebenen erfolgt über steile, teils lange Treppenwege mit vielen Stufen.
- Im Umfeld von Jiufen Laojie liegen weitere Straßen des historischen Bergstädtchens Jiufen, von denen aus sich Ausblicke auf die Nordostküste von Taiwan ergeben.
- Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Neuen Taiwan-Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jiufen Laojie auf Social-Media-Plattformen
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Jiufen Laojie: häufige Fragen
Wo liegt Jiufen Laojie?
Jiufen Laojie liegt im Bergstädtchen Jiufen im Ruifang-Distrikt der Stadt Neu-Taipeh im Norden von Taiwan und erstreckt sich an einem Hang über der Nordostküste.
Was bietet ein Besuch von Jiufen Laojie?
Ein Besuch führt durch enge Marktgassen mit Läden, Teehäusern und alten Wohnhäusern, die entlang von Treppenwegen gestaffelt sind und Einblicke in das historische Bergstadtbild von Jiufen geben.
Was kennzeichnet Jiufen Laojie besonders?
Kennzeichnend sind die Kombination aus steilen Steintreppen, dicht gestaffelten Holz- und Mauerwerksfassaden sowie Gestaltungselementen aus japanischer Kolonialzeit und südchinesischer Tradition, die zusammen ein geschlossenes Hangviertel bilden.
