Tötungsdelikte, Schüsse

Haftbefehl erlassen nach tödlichen Schüssen in Stade

30.06.2026 - 19:41:19 | dpa.de

Er soll vier Frauen und zwei Männer in einer Mutter-Kind-Wohngruppe erschossen haben. Nach ersten Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen hat das Amtsgericht entschieden.

  • Blumen liegen nahe einem Gebäude der Einrichtung, in der gestern mehrere Menschen durch Schüsse starben. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    Blumen liegen nahe einem Gebäude der Einrichtung, in der gestern mehrere Menschen durch Schüsse starben. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
  • Blumen liegen nahe einem Gebäude der Einrichtung, in der gestern mehrere Menschen durch Schüsse starben. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    Blumen liegen nahe einem Gebäude der Einrichtung, in der gestern mehrere Menschen durch Schüsse starben. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
Blumen liegen nahe einem Gebäude der Einrichtung, in der gestern mehrere Menschen durch Schüsse starben. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa Blumen liegen nahe einem Gebäude der Einrichtung, in der gestern mehrere Menschen durch Schüsse starben. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa

Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen den 45 Jahre alten Tatverdächtigen erlassen. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Taten aufgrund des Vorliegens von Mordmerkmalen, insbesondere Heimtücke und niederen Beweggründen, als sechsfachen Mord, hieß es in einer Mitteilung. Der Beschuldigte wurde den Angaben zufolge anschließend in eine JVA gebracht.

«Während eines Hilfeplangesprächs unter Beteiligung mehrerer Mitarbeiter der Einrichtung und des Jugendamtes der Region Hannover soll er plötzlich mit der mitgebrachten Schusswaffe auf die Mitarbeiter geschossen haben, um sie zu töten», schrieb die Staatsanwaltschaft. 

In Bezug auf die beiden Frauen, die zuvor vernommen worden waren - die Mutter der gemeinsamen Tochter und die Fahrerin des Tatverdächtigen - habe die Staatsanwaltschaft keinen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Sie sind aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden, wie es weiter hieß.

Der Mann soll am Montag in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in der Stadt westlich von Hamburg vier Frauen und zwei Männer getötet haben. Fünf erlagen am Tatort ihren Verletzungen, ein weiteres Opfer starb im Krankenhaus. Drei der Getöteten waren Beschäftigte des Jugendamtes der Region Hannover, die anderen drei Getöteten waren Mitarbeitende der Stader Jugendhilfeeinrichtung. 

Mann hat keine waffenrechtliche Erlaubnis

Hintergrund der Tat ist nach bisherigen Erkenntnissen wahrscheinlich ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige hatte in der Einrichtung einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Die 34-jährige Mutter des Kindes und deren gemeinsame drei Monate alte Tochter blieben bei der Tat unverletzt. Die Polizei befragte die Frau, das Baby wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben.

Die Ermittler hatten zunächst nicht mitgeteilt, um welche Art von Waffe es sich handelte und wie der Verdächtige daran gekommen sein soll. Eine waffenrechtliche Erlaubnis hatte der Mann nach Angaben der Behörden nicht.

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