Atomium als vergrößertes Eisenkristall in Brüssel
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 13:25 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Atomium in Brüssel gehört zu den markantesten Bauwerken Belgiens und übersetzt die Struktur eines Metallgitters in eine begehbare Skulptur aus Stahlkugeln und Röhren. Es wurde 1958 für die Weltausstellung Expo 58 errichtet und verbindet seitdem Ingenieurbau, Architektur und Ausstellungsort in einem einzigen, klar lesbaren Bild einer vergrößerten Eisenstruktur.
Atomium als vergrößertes Eisenkristall
Das Atomium stellt eine Elementarzelle des Kristallgitters von Eisen dar, deren geometrische Grundform als Würfel mit einem zusätzlichen Punkt in der Mitte beschrieben werden kann. Neun kugelförmige Bauteile markieren die Ecken und das Zentrum dieser Einheit und machen eine abstrakte Struktur unmittelbar sichtbar. Die Darstellung ist stark vergrößert und hebt damit eine ansonsten mikroskopische Ordnung auf die Maßstäbe eines städtischen Wahrzeichens.
Die gesamte Konstruktion erreicht eine Höhe von 102 Metern und erhebt sich auf dem Heysel-Plateau im Norden von Brüssel.Die Höhe von 102 Metern ordnet das Bauwerk deutlich über die umgebende Bebauung ein und macht die Kugelstruktur schon aus größerer Entfernung erkennbar. Jede der Kugeln besitzt einen Durchmesser von etwa 18 Metern, wodurch der Innenraum groß genug ist, um Ausstellungsflächen, Gänge und Aufenthaltsbereiche aufzunehmen.Die Kugeln mit rund 18 Metern Durchmesser
Ingenieurkunst der 1950er Jahre
Entworfen wurde das Atomium vom Ingenieur André Waterkeyn, der gemeinsam mit den Architekten André und Jean Polak die Idee einer dreidimensionalen Kristallstruktur in ein begehbares Bauwerk übertrug.Die Zusammenarbeit von André Waterkeyn mit den Architekten André und Jean Polak Die Stahlkonstruktion ruht auf drei schräg gestellten Stützen, die den Verbund aus Kugeln und Röhren tragen und die Lasten in den Boden ableiten. Das Bauwerk wurde für die Expo 58 als zentrales Symbol der Ausstellung errichtet und gehört seit dem späten 20. Jahrhundert dauerhaft zum Stadtbild von Brüssel.Der Bau für die Expo 58 im Jahr 1958
Die neun Kugeln sind durch insgesamt 20 Röhren miteinander verbunden, die als horizontale, vertikale und diagonale Verbindungen dem Verlauf der Kanten und Diagonalen eines Würfels folgen.Die Anordnung der neun Kugeln mit 20 Röhren Im Inneren dieser Röhren verlaufen Treppen, Rolltreppen und ein Aufzug, die die zugänglichen Kugeln miteinander verknüpfen. Die Außenhaut besteht aus Metallblechen, die anfangs aus Aluminium gefertigt waren und später durch Verkleidungen aus rostfreiem Stahl ersetzt wurden, sodass die Kugeln mit einer geschlossenen Metallhaut überzogen sind.
Erlebnisräume im Inneren der Kugeln
Das Atomium dient als Museum und Ausstellungsgebäude, in dem mehrere Kugeln für die Öffentlichkeit zugänglich sind. In den Innenräumen werden Ausstellungen zur Geschichte der Expo 58, zur Entstehung des Bauwerks und zu Themen aus Design, Architektur und Gesellschaft gezeigt.Die Nutzung als Museum mit Ausstellungen Einige Kugeln beherbergen zudem Veranstaltungs- und Aufenthaltsräume sowie Bereiche, die dem Blick auf die Technik und die Konstruktion gewidmet sind. Der Weg durch die Röhren und über die verschiedenen Ebenen macht die räumliche Struktur der Kristallform nachvollziehbar.
In der obersten Kugel befindet sich ein Restaurant, das von dem belgischen Architekten Stanislas Jasinski gestaltet wurde.Das Restaurant in der obersten Kugel Über die verglasten Bereiche der Kugeln ergeben sich wechselnde Blicke in verschiedene Richtungen über das Heysel-Plateau und die nördlichen Stadtteile von Brüssel. Andere Kugeln konzentrieren sich auf die Präsentation von Objekten und Dokumenten zur Technikgeschichte der Nachkriegszeit und zur symbolischen Bedeutung des Atoms in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Atomium besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Atomium steht auf dem Heysel-Plateau im Norden von Brüssel und liegt in unmittelbarer Nähe des Bruparck-Geländes mit weiteren Freizeiteinrichtungen.
- Der Zugang erfolgt über Treppen, Wege und Innenverbindungen mit mehreren Ebenen, die teilweise über Rolltreppen und einen Lift erschlossen sind.
- In der Umgebung des Atomiums verlaufen Straßen- und Schienentrassen, die Brüssel mit den nördlichen Stadtteilen und dem Gelände der früheren Weltausstellung verbinden.
- Amtssprache ist Niederländisch und Französisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Atomium auf Social-Media-Plattformen
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Atomium: häufige Fragen
Wo liegt das Atomium in Brüssel?
Das Atomium steht auf dem Heysel-Plateau im Norden von Brüssel im Stadtteil Laeken und gehört zum weitläufigen Ausstellungsgelände rund um das frühere Expo-Areal.
Was bietet ein Besuch im Atomium?
Ein Besuch führt durch mehrere Kugeln mit Ausstellungen zur Expo 58, zur Baugeschichte und zu Themen aus Design und Architektur sowie zu Aussichtsebenen mit Blick über den nördlichen Teil von Brüssel.
Was kennzeichnet das Atomium besonders?
Das Atomium kennzeichnet die Verbindung aus einer vergrößerten Kristallstruktur des Metalls Eisen, einer 102 Meter hohen Stahlkonstruktion und der Nutzung als Museum mit begehbaren Kugeln und Röhren.
