Aoraki Mount Cook: Neuseelands majestätischer Gipfel im Südland-Winter
25.06.2026 - 16:09:00 | ad-hoc-news.deWenn die ersten Sonnenstrahlen über den Südalpen Neuseelands aufleuchten, färbt sich die schneebedeckte Pyramide von Aoraki Mount Cook in ein zartes Rosa. Aoraki / Mount Cook („Wolkenstecher“ in der Sprache der M?ori) ragt hoch über Mount Cook Village auf und dominiert den Himmel – ein Naturmonument, das seit Generationen Bergsteiger, Fotografen und Fernreisende magisch anzieht.
Aoraki Mount Cook: Das ikonische Wahrzeichen von Mount Cook Village
Aoraki Mount Cook ist mit rund 3.724 m der höchste Berg Neuseelands und das weithin sichtbare Wahrzeichen des Aoraki/Mount Cook National Park auf der Südinsel. Die schroffe, vergletscherte Silhouette über dem winzigen Mount Cook Village macht den Kontrast zwischen unberührter Hochgebirgslandschaft und menschlicher Besiedlung besonders eindrucksvoll.
Der Berg liegt im sogenannten Mackenzie District der Region Canterbury auf der Südinsel Neuseelands, eingebettet in die neuseeländischen Alpen. Die offizielle Tourismusorganisation Tourism New Zealand beschreibt Aoraki / Mount Cook als „das alpine Herz Neuseelands“ und verweist auf die außergewöhnliche Dichte an Dreitausendern und Gletschern in diesem Gebiet. Gleichzeitig gehört der Nationalpark zum UNESCO-Welterbe-Komplex Te W?hipounamu – South West New Zealand, der für seine herausragende Natur und ökologische Bedeutung ausgezeichnet wurde.
Von Deutschland aus ist Aoraki Mount Cook für viele Reisende der Inbegriff des „anderen Ende der Welt“: ein Ziel, bei dem sich lange Flugzeiten lohnen, weil man in eine Landschaft eintaucht, die mit den Alpen vertraut wirkt und doch völlig anders ist – rauer, weiter, wilder und deutlich dünner besiedelt. Anders als an vielen europäischen Hotspots verteilen sich die Besucherströme hier großflächig im Tal und an den Wanderwegen, wodurch selbst in der Hochsaison oft ein Gefühl von Weite und Ruhe bleibt.
Geschichte und Bedeutung von Aoraki / Mount Cook
Für die M?ori, die indigene Bevölkerung Neuseelands, hat Aoraki eine tiefe spirituelle Bedeutung. In einer zentralen Schöpfungslegende ist Aoraki der Name eines Ahnen, der mit seinen Brüdern in einem Kanu unterwegs war. Durch einen Fehler in einem Ritual wurde das Kanu zu Stein und Aoraki und seine Brüder verwandelten sich in Berge; Aoraki als ältester Bruder blieb als höchster Gipfel zurück. Der Name Aoraki lässt sich sinngemäß als „Wolkenstecher“ oder „Durchbohrer der Wolken“ übersetzen und verweist auf die häufig dramatische Bewölkung um den Gipfel.
Die europäische Benennung „Mount Cook“ geht auf den britischen Seefahrer James Cook zurück, der Ende des 18. Jahrhunderts große Teile der Küsten Neuseelands kartierte. Der Name wurde von europäischen Kolonialbehörden vergeben, als die Erforschung des Landesinneren vorangetrieben wurde. Lange Zeit stand ausschließlich die englische Bezeichnung im offiziellen Gebrauch.
Mit dem wachsenden Bewusstsein für M?ori-Rechte und kulturelles Erbe setzte in Neuseeland eine Rückbesinnung auf indigene Toponyme ein. 1998 wurde ein umfangreiches Abkommen zwischen der neuseeländischen Regierung und dem iwi Ng?i Tahu (einem wichtigen M?ori-Stamm der Südinsel) verabschiedet. In diesem Rahmen erfolgte auch die offizielle Umbenennung vieler geografischer Namen in Doppelformen. Seither lautet der offizielle Name des Gipfels und des Nationalparks „Aoraki/Mount Cook“, womit die M?ori-Bezeichnung gleichberechtigt neben der kolonial geprägten englischen Variante steht.
Alpingeschichte schrieb Aoraki Mount Cook vor allem im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. 1894 gelang eine der ersten dokumentierten Besteigungen durch die Neuseeländer Tom Fyfe, Jack Clarke und George Graham, nachdem zuvor mehrere europäische und neuseeländische Expeditionen gescheitert waren. Diese frühen Touren trugen wesentlich zur Entwicklung Neuseelands als Bergsteigerdestination bei, ähnlich wie die Erstbesteigung des Matterhorns 1865 die Alpen in Europa in den Fokus rückte.
Der Nationalpark selbst wurde bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingerichtet und später schrittweise erweitert. In der Welterbe-Erklärung zu Te W?hipounamu hebt die UNESCO hervor, dass der Bereich um Aoraki / Mount Cook eine der vollständigsten Abfolgen von alpinen Ökosystemen vom Hochgebirge bis zu den Küstentälern aufweist. Für deutsche Leser lässt sich die Bedeutung grob mit der der Schweizer Jungfrau-Aletsch-Region vergleichen, allerdings auf einer deutlich größeren und ursprünglicheren Fläche.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Auch wenn Aoraki Mount Cook in erster Linie ein Naturwahrzeichen ist, spielt die bebauten Umgebung von Mount Cook Village eine wichtige Rolle für das Besuchserlebnis. Das kleine Dorf besteht im Wesentlichen aus einigen Lodges, Motels, einem DOC-Campingplatz und Servicegebäuden des Department of Conservation (DOC), der neuseeländischen Naturschutzbehörde. Die Architektur ist funktional und an alpine Bedingungen angepasst: flache, sturmresistente Gebäude mit steilen Dächern und robusten Materialien, die starken Winden, Schneelasten und intensiver UV-Strahlung standhalten.
Das wohl bekannteste Gebäude ist das Hermitage Hotel, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts in verschiedenen baulichen Iterationen als Basislager für Bergsteiger und Touristen dient. Es wurde mehrfach umgebaut, erweitert und nach Lawinenvorfällen neu positioniert. Die heutige Anlage kombiniert klassische Hotelarchitektur mit großen Glasfronten, die den Panoramablick auf Aoraki / Mount Cook in Szene setzen. In seiner Rolle als „Grandhotel am Ende der Straße“ erinnert das Hermitage entfernt an traditionsreiche Häuser in alpinen Tälern Europas, allerdings mit einer deutlich moderneren, pragmatischen Anmutung.
Im Dorf befindet sich auch das Sir Edmund Hillary Alpine Centre, ein kleines Besucherzentrum mit Museum, Planetarium und Ausstellungen zu Alpingeschichte, Astronomie und der Person Sir Edmund Hillary, der zusammen mit Tenzing Norgay 1953 den Mount Everest erstbestiegen hat. Hillary trainierte viele Jahre in der Region um Aoraki / Mount Cook; sein Name ist in Neuseeland eng mit dem alpinistischen Erbe des Landes verknüpft. Ausstellungen illustrieren die Entwicklung der Ausrüstung, frühe Expeditionen in den Südalpen und den Wandel vom Pionierbergsteigen zum moderneren, stärker regulierten Bergtourismus.
Das prägende „Design“ der Region ist jedoch landschaftlicher Natur. Mehrere große Talgletscher, darunter der Tasman Glacier als längster Gletscher Neuseelands, ziehen sich von den Hochgipfeln hinab. Ihre milchig-türkisen Schmelzwasserseen, etwa der Tasman Lake, liefern starke visuelle Kontraste und sind beliebte Fotomotive. Der Tasman Glacier hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgezogen, was in mehreren wissenschaftlichen Publikationen und von neuseeländischen Umweltbehörden dokumentiert wurde. Für Besucher wird dieser Wandel durch Tafeln und geführte Touren erklärt, die die Auswirkungen des Klimawandels anschaulich machen – ein Thema, das auch in den Alpen, etwa an Aletsch- oder Pasterzegletscher, intensiv beobachtet wird.
Besonders eindrucksvoll ist die Nacht. Der Himmel über Aoraki / Mount Cook gehört zu einem großflächig ausgewiesenen Dark-Sky-Reservat in der Mackenzie-Region. Durch die geringe Lichtverschmutzung sind Milchstraße, Magellansche Wolken und das Kreuz des Südens häufig mit bloßem Auge zu sehen. Für Besucher aus Deutschland, die überwiegend an den Nachthimmel über Mitteleuropa gewöhnt sind, ist dieses sternreiche Firmament regelmäßig eines der prägendsten Reiseerlebnisse.
Aoraki Mount Cook besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für eine Reiseplanung aus der DACH-Region ist Aoraki Mount Cook trotz der Abgeschiedenheit gut in eine klassische Neuseeland-Rundreise integrierbar. Gleichzeitig erfordert der Besuch etwas logistische Vorbereitung und ein Verständnis der lokalen Bedingungen, die sich deutlich von europäischen Bergregionen unterscheiden.
- Lage und Anreise
Mount Cook Village liegt am Ende der State Highway 80 (SH80) am Nordende des Lake Pukaki auf der Südinsel Neuseelands. Von Christchurch sind es je nach Route rund 330–340 km Fahrstrecke, von Queenstown etwa 260–270 km. Reisende aus Deutschland erreichen Neuseeland in der Regel per Langstreckenflug über große internationale Drehkreuze (z. B. Singapur, Dubai, Doha, Hongkong oder an der US-Westküste). Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Auckland liegt – je nach Verbindung und Zwischenstopps – typischerweise im Bereich von etwa 24 Stunden reiner Flugzeit, zuzüglich Umsteigezeiten. Von Auckland aus erfolgt der Weiterflug nach Christchurch oder Queenstown; von dort geht es mit einem Mietwagen, Campervan oder gelegentlich per Bus weiter in die Region Mackenzie. - Straßen- und Wetterbedingungen
Die Zufahrtsstraße SH80 entlang des Lake Pukaki ist asphaltiert und landschaftlich spektakulär, kann aber im Winter (Juni bis August) durch Schnee, Eis oder Sturmwinde beeinträchtigt sein. Die neuseeländische Verkehrsbehörde Waka Kotahi NZ Transport Agency weist in Wintermonaten regelmäßig auf glatte Straßen, Straßensperren oder Kettenpflicht in Teilen der Südinsel hin. Reisende sollten vor der Fahrt aktuelle Hinweise prüfen und genügend Zeitreserven einplanen, insbesondere bei Winterwetterlagen. Anders als viele deutsche Autobahnen sind die meisten neuseeländischen Fernstraßen einspurig pro Richtung und führen durch dünn besiedelte Gebiete – Rastmöglichkeiten, Tankstellen und mobile Netze können daher deutlich spärlicher sein als in Mitteleuropa. - Öffnungszeiten
Der Aoraki/Mount Cook National Park ist als Naturgebiet grundsätzlich rund um die Uhr zugänglich. Einzelne Einrichtungen im Mount Cook Village – etwa das Besucherzentrum des Department of Conservation, das Sir Edmund Hillary Alpine Centre, Shops oder Restaurants – haben jedoch saisonabhängige Öffnungszeiten. Diese können sich ändern; daher empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen Seiten der neuseeländischen Naturschutzbehörde und der jeweiligen Betriebe unmittelbar vor der Reise. Bei geführten Touren (z. B. Gletscherbootfahrten, Helikopterflüge, geführte Wanderungen) variieren Startzeiten und Verfügbarkeiten ebenfalls nach Jahreszeit und Wetterlage. - Eintritt und Kosten
Der Zugang zum Nationalpark und zu den meisten Wanderwegen ist kostenfrei. Kosten entstehen vor allem für Unterkunft, Transport, geführte Touren und Verpflegung. Preise für Aktivitäten wie Helikopterflüge, Heli-Hiking oder Gletscherbootfahrten können sich ändern und sind meist dynamisch. Grundsätzlich sollten Reisende aus Deutschland für solche Spezialerlebnisse mit dreistelligen Beträgen rechnen, häufig im Bereich von grob 150–400 € (entsprechend eines variierenden Betrags in neuseeländischen Dollar) pro Person. Wechselkurse schwanken; eine aktuelle Umrechnung vor der Buchung ist sinnvoll. - Beste Reisezeit
Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel, die Jahreszeiten sind also im Vergleich zu Deutschland „umgekehrt“. Die klassische Hauptreisezeit für Aoraki / Mount Cook sind die dortigen Sommermonate von Dezember bis Februar. Dann sind die Tage lang, viele Wanderwege schneefrei, und die Temperaturen im Tal bewegen sich häufig zwischen etwa 15 und 25 °C. Im neuseeländischen Frühling (Oktober, November) und Herbst (März, April) ist es ruhiger, das Wetter aber wechselhaft; Schneefälle in höheren Lagen sind jederzeit möglich. Der Winter (Juni bis August) bietet eindrucksvoll verschneite Gipfel, sehr klare Luft und oft stabile Hochdrucklagen, jedoch auch kurze Tage und potenziell schwierige Straßenverhältnisse. Für Reisende aus Deutschland, die vor allem wandern und fotografieren möchten, sind Frühling und Herbst gute Kompromisse aus Wetter, Lichtstimmung und Besucherandrang. - Wandern und Aktivitäten
Im Aoraki/Mount Cook National Park gibt es ein breites Spektrum an Wanderungen von kurzen Spaziergängen bis zu alpinen Mehrtagestouren. Beliebt sind insbesondere der Hooker Valley Track mit Blick auf Aoraki / Mount Cook und den Hooker Lake, der Kea Point Track und der Sealy Tarns Track, der bei gutem Wetter spektakuläre Tiefblicke auf das Tal ermöglicht. Anspruchsvollere Routen erfordern alpine Erfahrung, geeignete Ausrüstung und bei Gletschertouren meist einen professionellen Guide. Das Department of Conservation klassifiziert die Wege und stellt Informationen zu Schwierigkeit, Dauer und Sicherheitsaspekten bereit. Für deutsche Besucher ist wichtig: Viele „Tracks“ sind zwar gut markiert, dennoch sind Wetterumschwünge schnell und teilweise extremer als in vergleichbaren Höhenlagen der Alpen. - Sicherheit und alpine Risiken
Aoraki Mount Cook ist ein echtes Hochgebirge. Lawinen, Steinschlag, Gletscherbrüche und plötzliche Wetterumschwünge sind reale Gefahren. Anders als auf vielen populären Routen in den Alpen gibt es oft keine Hüttenbewirtschaftung im dichten Takt, keine Seilbahnen in direkter Gipfelnähe und nur begrenzte Mobilfunkabdeckung. Wer sich abseits der einfachen Talwanderwege bewegt, sollte alpine Erfahrung besitzen oder eine geführte Tour wählen. Das Department of Conservation und örtliche Bergführer geben aktuelle Sicherheitshinweise, etwa zu Lawinensituationen oder gesperrten Wegen. - Sprache und Verständigung
Amtssprachen Neuseelands sind Englisch, M?ori und – in bestimmten Kontexten – New Zealand Sign Language. Englisch ist überall im Alltag dominierend. Deutsch wird vereinzelt im Tourismussektor gesprochen, etwa von europäischen Saisonkräften; im Regelfall erfolgt die Kommunikation jedoch auf Englisch. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich daher ein sicheres Englisch-Grundniveau oder die Nutzung digitaler Übersetzungshilfen. Informationsmaterialien in Mount Cook Village sind primär auf Englisch, teilweise auch mit M?ori-Bezeichnungen. - Zahlung und Trinkgeld
In Neuseeland ist Kartenzahlung sehr verbreitet. Kreditkarten wie Visa und Mastercard werden in der Regel akzeptiert; kontaktlose Zahlungen über Smartphone oder Smartwatch sind üblich. Bargeld in neuseeländischen Dollar ist vor allem für kleinere Beträge, ländliche Cafés oder gelegentliche Barzahlungen nützlich. Die in Deutschland verbreitete Girocard ist im Ausland nicht immer einsetzbar; viele Banken geben jedoch Debitkarten auf Mastercard- oder Visa-Basis aus, die im internationalen Netz nutzbar sind. Trinkgeld ist in Neuseeland weniger stark verankert als in Nordamerika; im Tourismusbereich freut man sich über kleine Aufrundungen oder 5–10 % bei sehr gutem Service, verpflichtend ist dies aber nicht. - Einreisebestimmungen und Gesundheit
Neuseeland gehört nicht zur Europäischen Union; Einreise- und Visabestimmungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Kurzaufenthalte in der Regel eine elektronische Reisegenehmigung (NZeTA) und müssen bestimmte Biosecurity-Bestimmungen beachten, etwa die Deklaration von Lebensmitteln und Outdoor-Ausrüstung am Zoll. Da sich Regelungen ändern können, sollten Reisende aus Deutschland vor der Buchung die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie auf den offiziellen Seiten der neuseeländischen Behörden prüfen. Eine Auslandskrankenversicherung ist bei Fernreisen wie nach Neuseeland dringend anzuraten, da medizinische Behandlungen ohne entsprechende Absicherung kostspielig sein können. - Zeitverschiebung
Neuseeland liegt üblicherweise 10 bis 12 Stunden vor Mitteleuropa, je nachdem, ob in Deutschland oder Neuseeland gerade Sommerzeit gilt. Dies hat Auswirkungen auf Kommunikationszeiten mit zu Hause und kann zu Jetlag führen. Bei der Planung von Mietwagenabholung und längeren Fahrten empfiehlt es sich, nach Ankunft mindestens eine Nacht an einem Zwischenstopp einzuplanen, bevor man lange Strecken oder alpine Fahrten unternimmt.
Warum Aoraki / Mount Cook auf jede Mount Cook Village-Reise gehört
Aoraki / Mount Cook ist mehr als nur der höchste Berg Neuseelands; er ist ein Symbol für die dramatische Landschaft der Südinsel und ein verdichteter Auszug dessen, was viele an Neuseeland fasziniert: unberührte Natur, indigene Kultur und die Mischung aus Abenteuer und Ruhe. Wo in Europa Gipfelregionen oft durch Seilbahnen, Skigebiete und dichte Infrastruktur erschlossen sind, bleibt Aoraki Mount Cook trotz touristischer Nutzung im Kern ein raues, weitgehend naturbelassenes Hochgebirge.
Wer in Mount Cook Village übernachtet, erlebt den Rhythmus des Tages im Gebirge hautnah. Morgens leuchten die Gipfel in Pastelltönen, tagsüber wechseln sich Sonne, Wolken und schnell einziehende Schauer ab, abends spiegeln sich die letzten Lichtstrahlen im Gletschereis. Nachts öffnet sich darüber der Sternenhimmel der Südhalbkugel. Viele Reisende berichten, dass die Kombination aus dieser Kulisse, der Abgeschiedenheit des Tals und der maorischen Legende um Aoraki einen seltenen Moment der Erdung bietet – ein Gegenpol zu dichtgedrängten Sightseeing-Programmen in Städten.
In der näheren Umgebung bieten sich zahlreiche Ausflüge an, die eine Reise in die Region abrunden:
- Hooker Valley Track mit Hängebrücken, Flusstälern und Blick auf den Hooker Lake mit Eisbergen.
- Tasman Lake mit Aussichtspunkten auf den Gletschersee und optionale Boots- oder Kajaktouren.
- Lake Pukaki mit türkisfarbenem Wasser und Panoramablick, der bei klarer Sicht den Blick auf Aoraki / Mount Cook von Weitem ermöglicht.
- Sternenbeobachtung im Mackenzie Dark Sky Reserve, entweder selbstständig oder in geführten Programmen.
Für Reisende aus Deutschland lässt sich Aoraki Mount Cook gut mit anderen bekannten Zielen der Südinsel kombinieren – etwa mit dem Fjordland um Milford Sound, der Halbinsel Banks Peninsula bei Christchurch oder den Weinregionen um Central Otago. Durch die relative Nähe zur Route zwischen Christchurch und Queenstown fügt sich Mount Cook Village oft als Zwischenstopp von zwei oder mehr Nächten in klassische Rundreisen ein.
Wer aus den Alpen kommt, wird Gemeinsamkeiten entdecken – schroffe Felswände, Gletscher, Lawinenhänge – und doch das Gefühl haben, in einer neuen Welt unterwegs zu sein. Die Flora, etwa endemische alpine Pflanzen und Tussock-Graslandschaften, unterscheidet sich deutlich von der Vegetation der europäischen Hochlagen. Auch die Tierwelt ist eigenständig: Anstelle von Murmeltieren oder Gemsen sind es Keas, neugierige Bergpapageien, die Besucher an Parkplätzen und Aussichtspunkten beobachten und schon einmal lose Gegenstände inspizieren.
Aoraki Mount Cook in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien taucht Aoraki / Mount Cook regelmäßig als Sehnsuchtsmotiv auf: Aurora- und Sternenhimmel-Aufnahmen, spektakuläre Drohnenperspektiven (wo erlaubt) und klassische Fotos vom Hooker Valley Track prägen den visuellen Kanon des Ortes. Viele Reisende teilen ihre Erlebnisse mit Hashtags wie #Aoraki, #MountCook oder #NewZealand, was nicht nur Inspiration liefert, sondern auch praktische Einblicke in aktuelle Bedingungen vor Ort – etwa Schneelage, Wolkenstimmungen oder Besucherandrang.
Aoraki Mount Cook — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Aoraki Mount Cook
Wo liegt Aoraki Mount Cook genau?
Aoraki Mount Cook liegt auf der Südinsel Neuseelands im Mackenzie District der Region Canterbury. Das zugehörige Mount Cook Village befindet sich am Ende der State Highway 80 am Nordufer des Lake Pukaki, rund 330–340 km Fahrstrecke von Christchurch und etwa 260–270 km von Queenstown entfernt.
Wie hoch ist Aoraki Mount Cook und wie ist der Name zu verstehen?
Aoraki Mount Cook ist mit rund 3.724 m der höchste Berg Neuseelands. „Aoraki“ bedeutet in der Sprache der M?ori sinngemäß „Wolkenstecher“ oder „Durchbohrer der Wolken“ und geht auf eine maorische Schöpfungslegende zurück, während „Mount Cook“ den britischen Entdecker James Cook ehrt. Offiziell wird heute die kombinierte Form Aoraki/Mount Cook verwendet.
Wie kommt man aus Deutschland nach Aoraki / Mount Cook?
Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel mit ein bis zwei Zwischenstopps nach Auckland oder direkt auf die Südinsel (Christchurch, seltener Queenstown). Von dort geht es mit Mietwagen oder Campervan über gut ausgebaute Fernstraßen nach Mount Cook Village. Eine durchgehende Bahnverbindung besteht nicht; Busse bedienen die Region nur begrenzt, weshalb individuelle Mobilität klar im Vorteil ist.
Welche Aktivitäten bieten sich am Aoraki/Mount Cook National Park an?
Beliebt sind Wanderungen wie der Hooker Valley Track, Kea Point oder Sealy Tarns, dazu Gletscher- und Bergtouren mit Guides, Helikopterflüge, Sternenbeobachtung im Dark-Sky-Reservat und Besuche im Sir Edmund Hillary Alpine Centre. Die Bandbreite reicht von einfachen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Hochgebirgstouren.
Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch?
Die beliebteste Reisezeit ist der neuseeländische Sommer von Dezember bis Februar, wenn viele Wege schneefrei und die Tage lang sind. Frühling (Oktober/November) und Herbst (März/April) bieten oft schöneres Licht und weniger Andrang, können aber wechselhafter sein. Im Winter (Juni bis August) locken verschneite Gipfel und klare Luft, dafür sind Straßen und Wanderwege teilweise eingeschränkt nutzbar.
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