Al Jabal al Akhdar: Kalkhochland und Terrassen über Nizwa
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 17:56 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Al Jabal al Akhdar über der Oasenstadt Nizwa in Oman ist ein hohes Kalkhochland der westlichen Hadschar-Berge, dessen Schluchten, Plateaus und Terrassenfelder in großer Höhe eine eigene Landschaft formen. Der „Grüne Berg“ liegt in der Wilayat Nizwa des Gouvernements Ad Dakhiliyah und gehört zu einem Abschnitt der Gebirgskette, in dem Gipfelhöhen von über 3.000 m und das zentrale Saiq-Plateau auf rund 2.000 m Höhe zusammentreffen.
Al Jabal al Akhdar als Kalkmassiv im Westen der Hadschar-Berge
Der Bergzug von Al Jabal al Akhdar bildet einen hohen Abschnitt der westlichen Hadschar-Berge im Norden von Oman, in dem Kalkgestein, steile Abbrüche und tief eingeschnittene Täler das Bild bestimmen. Das Massiv gehört zu einem Gebirgsbogen, der sich über den Norden des Landes zieht und dessen höchste Erhebung, Jabal Shams, im selben System liegt.Der höchste Berg Jabal Shams im Al-Hajar-Gebirge Die arabische Bezeichnung „Al Jabal al Akhdar“ bedeutet „der Grüne Berg“ und verweist auf ein Hochland, das sich von der trockenen Ebene deutlich absetzt.Die arabische Namensform Al-Jabal Al-Akh?ar
Innerhalb des Massivs bildet das Saiq-Plateau eine breite, relativ flache Hochfläche in etwa 2.000 m Höhe, die an ihren Rändern abrupt in Schluchten und Stufen abbricht.Das Saiq-Plateau als zentrales Hochland Die kalkigen Hänge des Plateaus sind von Wadis eingeschnitten, deren Täler die Hochfläche mit tiefer gelegenen Regionen verbinden. In diesen Steilflanken liegen Terrassenfelder und kleine Siedlungsbereiche, die den Übergang vom Hochland zu den tieferen Lagen begleiten.
Terrassenfelder, Gärten und traditionelle Bewässerung
Der Name „Grüner Berg“ ergibt sich aus der Vegetation, die sich auf den Terrassenfeldern und in den geschützten Lagen des Hochlands entwickelt hat. Auf schmalen, aus dem Fels gewonnenen Stufen wachsen unter anderem Granatäpfel, Walnussbäume, Aprikosen und Trauben, ergänzt durch andere Obstsorten, die auf die größere Niederschlagsmenge und die geringere Hitze in dieser Höhe angewiesen sind.Die landwirtschaftlichen Produkte des Hochlands In einigen Dörfern werden Rosen kultiviert, deren Blüten in traditionellen Verfahren zu Rosenwasser verarbeitet werden, das im Landesinneren einen festen Platz hat.
Die Bewässerung der Terrassen erfolgt über Kanäle, die Wasser aus Quellen oder Galerien in die Felder leiten und an das Falaj-System der Oasen im Tiefland anknüpfen, also an jene langen Bewässerungskanäle, die in Oman seit Jahrhunderten genutzt werden.Das Falaj-Bewässerungssystem in Oman Entlang der Saiq-Hochfläche haben sich über lange Zeit kleine Siedlungen gebildet, in denen Häuser aus Stein und Lehm mit den Terrassen und Wegen zu einem zusammenhängenden Gefüge aus bebauter Fläche, Wegen und Mauern geworden sind.
Schutzgebiet und Hochlandlandschaft über Nizwa
Ein Teil des Hochlands von Al Jabal al Akhdar ist als Naturlandschaftsreserve ausgewiesen, in der die Höhenlage, die Schluchten und die Terrassenfelder gemeinsam den Charakter des Gebiets prägen.Die Al Jabal al Akhdar Natural Landscapes Reserve Das Hochland liegt im Zuständigkeitsbereich der Wilayat Nizwa in Ad Dakhiliyah und erhebt sich deutlich über die Oasenregion, in der die Stadt Nizwa entstand. Zwischen der Ebene und der Hochfläche liegt eine Zone aus Berghängen und Felsstufen, die die beiden Landschaften trennt.
Auf dem Saiq-Plateau und in seiner Umgebung wächst neben Obstgehölzen auch ein Bestand an Bäumen, der für die Region bemerkenswert ist. Dazu zählen alte Wacholderbäume und Olivenbäume, die in dieser Höhe gedeihen und ein eigenes Landschaftsbild schaffen.Alte Wacholder- und Olivenbäume im Hochland Die Hochfläche wird von Steilhängen begrenzt, an deren Kanten Aussichtspunkte eingerichtet sind, von denen aus sich der Blick über Schluchten, Terrassen und die tiefer gelegene Landschaft richtet.
Al Jabal al Akhdar besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Al Jabal al Akhdar liegt nördlich der Stadt Nizwa im Norden von Oman und gehört zum westlichen Teil der Hadschar-Berge, erreichbar über eine Bergstraße, die von der Verbindung zwischen Nizwa und dem Norden des Landes auf das Saiq-Plateau führt.
- Die Hochfläche von Al Jabal al Akhdar liegt in großer Höhe, Wege verlaufen über Treppen, Hangpfade und Terrassenstufen, die teilweise eng und steil sind und damit Trittsicherheit verlangen.
- In der Umgebung von Al Jabal al Akhdar liegt die Oasenstadt Nizwa mit ihrem historischen Fort und dem Souq, die als Ausgangspunkt für Fahrten in das Hochland dient.
- Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Omanischen Rial. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Al Jabal al Akhdar auf Social-Media-Plattformen
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Al Jabal al Akhdar: häufige Fragen
Wo liegt Al Jabal al Akhdar in Oman?
Al Jabal al Akhdar liegt nördlich der Stadt Nizwa im inneren Norden von Oman und gehört zur Wilayat Nizwa im Gouvernment Ad Dakhiliyah in den westlichen Hadschar-Bergen.
Was bietet ein Besuch auf Al Jabal al Akhdar?
Ein Besuch führt in ein Hochland mit Kalkfelsen, tiefen Schluchten, Terrassenfeldern und Hochgärten, in denen Obstbäume und Rosen wachsen und traditionelle Bewässerungssysteme die Felder mit Wasser versorgen.
Was kennzeichnet Al Jabal al Akhdar besonders?
Kennzeichnend sind die Kombination aus großer Höhenlage, dem Saiq-Plateau als Hochfläche, den steilen Terrassenfeldern und der Lage über der Oasenstadt Nizwa im westlichen Abschnitt der Hadschar-Berge.
