Zeitumstellung, Winterzeit

Zeitumstellung: Deutschland stellt Uhren auf Winterzeit zurück

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 02:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
In Deutschland und den meisten Ländern Europas gilt bis Ende März wieder die Mitteleuropäische Zeit. Die Umstellung erfolgt automatisch bei vielen Funk- und Bahnhofsuhren über das Zeitsignal DCF77.

Signalgeber und europäischer Zeitrhythmus

  • Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig ist für die automatische Umstellung in Deutschland zuständig.
  • Das Zeitsignal DCF77 wird aus Mainflingen bei Frankfurt am Main ausgesendet.
  • Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Industrieuhren empfangen das Signal automatisch.
Die dunklere Jahreszeit beginnt, die Uhren werden auf Winterzeit umgestellt. (Archivbild) - Bild: Jennifer Brückner/dpa

Deutschland wechselt zurück zur Mitteleuropäischen Zeit

Pünktlich um 3.00 Uhr sind die Uhren in Deutschland um eine Stunde zurückgestellt worden. Damit gilt bis Ende März wieder die normale Mitteleuropäische Zeit, auch Winterzeit genannt.

Sommerzeit endet Ende Oktober

Die Umstellung auf die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 wieder eingeführt, um Energie zu sparen. Seitdem werden die Uhren jedes Jahr Ende März vorgestellt und Ende Oktober zurückgestellt.

Ziel der Regelung ist eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit. Mit der Rückkehr zur Normalzeit beginnt zugleich die dunklere Jahreszeit mit früher einsetzender Abenddämmerung.

PTB steuert das Zeitsignal

Für die automatische Umstellung ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig zuständig. Experten der Behörde sorgen dafür, dass Uhren über das Langwellensignal DCF77 mit der korrekten Zeit versorgt werden.

Der Sender steht in Mainflingen bei Frankfurt am Main. Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren in der Industrie empfangen das Signal und stellen sich automatisch um.

Die Rückkehr zur Normalzeit beendet die diesjährige Sommerzeit in Deutschland und den meisten europäischen Ländern. Die Regelung folgt einem seit 1980 wieder geltenden Rhythmus: Ende März wird die Uhr vorgestellt, Ende Oktober wird sie zurückgestellt.

Die Zeitumstellung bleibt politisch umstritten. In der Europäischen Union gab es bereits einen Vorstoß, die halbjährliche Umstellung abzuschaffen. Eine gemeinsame Entscheidung über eine dauerhaft geltende Zeit ist jedoch bislang nicht umgesetzt, weil die Mitgliedstaaten unterschiedliche Präferenzen haben und eine unkoordinierte Lösung Probleme für grenzüberschreitende Verkehrs- und Wirtschaftsabläufe schaffen könnte.

Schlaf und Tageslicht

Auch gesundheitliche Fragen prägen die Debatte. Schlafforscher Albrecht Vorster spricht sich für eine dauerhafte Normalzeit aus und verweist darauf, dass sich die innere Uhr am Sonnenlicht orientiert. Befürworter einer längeren Sommerzeit betonen dagegen die helleren Abendstunden nach Arbeit und Schule.

Für den Alltag bedeutet die Umstellung zunächst eine zusätzliche Stunde in der Nacht. Gleichzeitig wird es am Nachmittag früher dunkel. Die nächste Umstellung ist für Ende März 2027 vorgesehen; bis dahin gilt die Mitteleuropäische Zeit.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „Zeitumstellung 2026: Wann Sie die Uhren umstellen müssen“ (24.10.2026)

Der Beitrag bestätigt den Zeitpunkt der Rückstellung von 3 auf 2 Uhr und konzentriert sich auf praktische Hinweise zur Umstellung. Anders als die dpa-Meldung stellt er die Anleitung für den Alltag in den Mittelpunkt.

tagesschau: „Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz: Zeitumstellung abschaffen? Schlafforscher plädiert für dauerhafte Normalzeit“ (23.10.2026)

Der Beitrag bestätigt die Rückkehr zur Normalzeit und beleuchtet vor allem die gesundheitliche Bewertung. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer dauerhaften Normalzeit sowie ein möglicher Kompromiss mit einer kürzeren Sommerzeit.

Gemeinsam ist den Beiträgen die Einordnung des Wochenendes als Ende der Sommerzeit. Unterschiede gibt es beim Schwerpunkt: Während der Stern praktische Orientierung gibt, rückt die tagesschau die Schlafdebatte und mögliche Alternativen in den Vordergrund.

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