Zeitumstellung: Deutschland dreht am 25. Oktober die Uhren zurück
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 06:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie doppelte Stunde am 25. Oktober
- Deutschland stellt die Uhren am Sonntag von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurück.
- Die erste doppelte Stunde heißt 2A, die zweite 2B.
- Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt steuert die Funkübertragung über DCF77.
Winterzeit beginnt am 25. Oktober
In Deutschland und den meisten europäischen Ländern werden die Uhren am Sonntag, 25. Oktober, von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Die zusätzliche Stunde verlängert die Nacht, doch die regelmäßige Umstellung bleibt wegen möglicher gesundheitlicher Belastungen und der ungelösten EU-Debatte umstritten.
Eine Stunde erscheint zweimal
Bei der Umstellung gibt es die Stunde zwischen 2.00 und 3.00 Uhr zweimal. Die erste wird als 2A, die zweite als 2B bezeichnet; bis zum 28. März 2027 gilt anschließend wieder die Normalzeit.
Deutschland hatte die Umstellung 1980 erneut eingeführt, um Energie zu sparen und das Tageslicht besser zu nutzen. Für viele Menschen ist der Wechsel im Herbst zunächst angenehm, weil sie eine Stunde länger schlafen können.
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Kritik an der Zeitumstellung
Gegner bemängeln, dass der Wechsel Verwirrung stiftet und die innere Uhr aus dem Takt bringen kann. Genannt werden unter anderem Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Migräne; Studien sehen zudem mögliche Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf- und Darmerkrankungen sowie Schlaganfällen.
EU-Staaten suchen gemeinsame Lösung
Die Europäische Kommission hatte 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Zuvor hatten sich mehr als 80 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung dafür ausgesprochen.
Nach dem Vorschlag sollten die Mitgliedstaaten selbst entscheiden, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit verwenden. Sie müssten sich dafür abstimmen, damit der Binnenmarkt nicht durch unterschiedliche Regelungen beeinträchtigt wird. Eine Einigung der EU-Staaten ist bislang nicht erreicht; eine Studie zu den Folgen einer möglichen Abschaffung soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
PTB sorgt für die automatische Umstellung
Für die technische Verbreitung des Zeitsignals ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig zuständig. Der Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main versorgt Funkuhren, Bahnhofsuhren und zahlreiche Industrieanlagen mit dem Signal.
Die Zeitumstellung bleibt trotz jahrelanger politischer Debatte Bestandteil des europäischen Alltags. In Deutschland gilt seit 1980 wieder die Regel, im Frühjahr auf Sommerzeit und im Herbst auf Normalzeit umzustellen. Das Verfahren soll die Nutzung des Tageslichts verbessern, sein ursprünglicher Energiespareffekt ist jedoch seit Langem Gegenstand unterschiedlicher Bewertungen.
Die gesundheitliche Debatte richtet sich vor allem gegen den wiederkehrenden Wechsel der biologischen Uhr. Schlafrhythmus, Konzentration und Wohlbefinden können vorübergehend beeinträchtigt werden. Beim Wechsel zur Winterzeit fällt die Anpassung vielen Menschen leichter als im Frühjahr, weil eine Stunde hinzukommt. Gleichzeitig wird es am Abend früher dunkel, was den Alltag und die Verkehrssicherheit beeinflussen kann.
Politische Lösung bleibt offen
Eine dauerhafte Abschaffung wäre nur mit einer abgestimmten europäischen Regelung sinnvoll, weil unterschiedliche Zeitzonen innerhalb des Binnenmarkts Probleme für Verkehr, Handel und grenzüberschreitende Arbeitszeiten schaffen könnten. Der Vorschlag der EU-Kommission aus dem Jahr 2018 führte deshalb nicht zu einer Entscheidung: Die Mitgliedstaaten konnten sich weder auf eine gemeinsame dauerhafte Zeit noch auf einen verbindlichen Zeitplan einigen.
Für Verbraucher bedeutet das, dass die bekannten Umstellungen vorerst fortbestehen. Praktisch wichtig ist vor allem die doppelte Stunde in der Umstellungsnacht: Funkuhren korrigieren sich häufig automatisch, analoge Uhren sowie Geräte ohne Funk- oder Internetabgleich müssen von Hand angepasst werden. Die nächste Umstellung auf Sommerzeit ist für den 28. März 2027 vorgesehen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Beitrag bestätigt den bevorstehenden Wechsel am 25. Oktober und setzt einen Schwerpunkt auf die Einstellungen der Bevölkerung. Anders als die dpa-Meldung rückt er eine aktuelle DAK-Erhebung und den Umgang jüngerer Menschen mit der Debatte in den Mittelpunkt.
Bayerischer Rundfunk: „Eine Stunde zurück: Die Winterzeit kommt“ (20.10.2026)
Der BR bestätigt Datum und Richtung der Umstellung und konzentriert sich auf die praktischen Folgen für den Alltag. Gemeinsam bleibt offen, wann und ob die EU-Staaten eine dauerhafte gemeinsame Regelung beschließen.
Beide Beiträge stimmen beim konkreten Umstellungstermin überein, setzen aber unterschiedliche Akzente: Während die Frankfurter Rundschau aktuelle Einstellungen zur Zeitumstellung beleuchtet, erklärt der BR vor allem den praktischen Ablauf.

