Pakistan, Peshawar

Pakistan: Schuldach stürzt ein – 29 Tote in Peshawar

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 09:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
In Peshawar bergen Einsatzkräfte weiter Verschüttete aus einem dreistöckigen Schulgebäude. Mehr als 40 Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht, während die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen.

Folgen für Schule und Rettungseinsatz

  • Die Polizei nahm den Eigentümer des dreistöckigen Schulgebäudes fest.
  • Mehr als 40 Verletzte kamen zur Behandlung in ein städtisches Krankenhaus.
  • Sechs Mädchen gehörten zu den bislang gemeldeten Todesopfern.
  • Viele Schüler sterben beim Einsturz eines Schuldaches in Pakistan. - Bild: Maaz Awan/AP/dpa
  • Ein Helfer trägt ein verletztes Kind, das er es aus den Trümmern geborgen hat. - Bild: Arif Khan/AP/dpa
  • Viele Rettungskräfte und Freiwillige sind im Einsatz. - Bild: Maaz Awan/AP/dpa
Viele Schüler sterben beim Einsturz eines Schuldaches in Pakistan.  - Bild: Maaz Awan/AP/dpa Ein Helfer trägt ein verletztes Kind, das er es aus den Trümmern geborgen hat. - Bild: Arif Khan/AP/dpa Viele Rettungskräfte und Freiwillige sind im Einsatz. - Bild: Maaz Awan/AP/dpa

Schuleinsturz in Peshawar fordert 29 Tote

Beim Einsturz des Daches einer Schule in Peshawar im Nordwesten Pakistans sind mindestens 28 Schüler und eine Lehrerin ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchen weiter nach Menschen unter den Trümmern, während mehr als 40 Verletzte in ein städtisches Krankenhaus gebracht wurden.

Kinder während des Unterrichts verschüttet

Das Dach stürzte am frühen Morgen ein, als Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren in ihren Klassenräumen waren. Nach Angaben des Sprechers der pakistanischen Rettungsdienste, Bilal Faizi, wurden mehrere Kinder von Stahlstangen getroffen und befanden sich in kritischem Zustand.

Unter den Toten seien sechs Mädchen, teilten die Behörden mit. Der Sprecher des Krankenhauses, Mohamed Asim, sagte, mehr als 40 Menschen seien teils schwer verletzt zur Behandlung eingeliefert worden.

Rettungskräfte räumen Trümmer

Dutzende Rettungskräfte, unterstützt von schwerem Gerät und Freiwilligen, suchten nach eingeschlossenen Kindern. Fernsehbilder zeigten Eltern, die durch die Straßen liefen, sowie Krankenwagen, die Verletzte in Kliniken brachten.

Das Gebäude hatte laut Polizei drei Etagen. Der Eigentümer der Schule wurde festgenommen; die Ermittlungen dauern an. Die Ursache des Einsturzes war zunächst unklar.

Mehr als 100 Kinder vermutet

Ersten Medienberichten zufolge sollen sich zum Zeitpunkt des Einsturzes mehr als 100 Kinder in der Schule aufgehalten haben. Eine offizielle Bestätigung für diese Zahl lag zunächst nicht vor.

In Pakistan kommt es immer wieder zu Gebäudeeinstürzen. Als mögliche Ursachen gelten häufig Mängel bei Sicherheitsstandards und minderwertige Baumaterialien.

Tödlicher Dacheinsturz in Lahore

Erst im Juni starben in Lahore mehr als ein Dutzend Kinder, als das Dach eines privaten Nachhilfeinstituts einstürzte. Teile des Gebäudes befanden sich Berichten zufolge noch im Bau.

Der Einsturz ereignete sich in Peshawar, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Die Stadt liegt im Nordwesten Pakistans und ist von einer großen, teils schnell wachsenden Bevölkerung geprägt.

Gebäudeeinstürze zählen in Pakistan zu wiederkehrenden Unglücken. Als begünstigende Faktoren gelten häufig unzureichende Bauaufsicht, Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften und die Verwendung minderwertiger Materialien. Besonders gefährdet sind Schulen und andere Gebäude, die ohne ausreichende Wartung betrieben oder erweitert werden.

Rettung und Verantwortungsfrage

Für die Angehörigen steht zunächst die Bergung der verschütteten Kinder und die Versorgung der Verletzten im Mittelpunkt. Die Festnahme des Schuleigentümers zeigt zugleich, dass die Behörden mögliche Verantwortlichkeiten prüfen. Entscheidend für die weitere Aufklärung sind nun die Bauunterlagen, der Zustand der Tragkonstruktion und die Frage, ob Sicherheitsmängel bekannt waren.

Der Verweis auf den tödlichen Dacheinsturz in Lahore im Juni verdeutlicht, dass es sich nicht um ein isoliertes Problem handelt. Sollten sich bauliche oder organisatorische Mängel bestätigen, dürfte der Fall den Druck auf Behörden und Betreiber erhöhen, Schulgebäude regelmäßiger zu kontrollieren und Sicherheitsstandards konsequenter durchzusetzen.

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