Hamburg, Deutschland

Zeugin: Block wollte Jugendamt erst nicht zu Kindern lassen

19.01.2026 - 10:43:50 | dpa.de

Nach der Entführung der Block-Kinder aus Dänemark hat eine Securityfirma das Haus der Mutter in Hamburg bewacht. Eine Mitarbeiterin beschreibt die Ankunft der Kinder in ihrem alten Zuhause.

Block soll nach der Rückkehr mit ihren Kindern nach Hamburg zunächst keinen Kontakt zum Jugendamt gewünscht haben.  - Bild: Marcus Brandt/dpa
Block soll nach der Rückkehr mit ihren Kindern nach Hamburg zunächst keinen Kontakt zum Jugendamt gewünscht haben. - Bild: Marcus Brandt/dpa

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat eine Security-Frau die Rückkehr der Kinder ins Haus ihrer Mutter geschildert. Block habe zunächst nicht gewollt, dass die Kinder von Mitarbeitern des Jugendamtes und der Polizei in Augenschein genommen werden, sagte die 52 Jahre alte Zeugin, die Anfang Januar 2024 zur Bewachung des Hamburger Wohnhauses der Unternehmerin Christina Block engagiert worden war.

«Frau Block hat zuerst geäußert, dass sie das nicht möchte», sagte die Mitarbeiterin einer Security-Firma. «Sie war besorgt, dass die ganze Situation noch zu aufgewühlt ist und sie auch nicht sicher war, ob das für ihre Kinder schon gut ist.» 

Zeugin: Block war aufgewühlt und emotional angespannt

Der damals zehnjährige Sohn und die 13-jährige Tochter Blocks waren laut Anklage in der Silvesternacht 2023/24 von einer israelischen Sicherheitsfirma gewaltsam aus der Obhut ihres Vaters in Dänemark entführt und zunächst nach Süddeutschland gebracht worden. Dort soll Christina Block die Kinder abgeholt und mit ihnen nach Hamburg gefahren worden sein.

Jugendamt und Polizei hätten Block dann aber davon überzeugt, dass es auch in ihrem Interesse sei, die Kinder vom Jugendamt in Augenschein nehmen zu lassen, sagte die Zeugin. «Es sind dann zwei Damen rein gegangen mit Frau Block.» Die Unternehmerin habe in diesem Moment «sichtlich aufgewühlt» und «emotional angespannt» gewirkt.

Christina Block ist angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in Auftrag gegeben zu haben. Sie weist die Anschuldigung zurück. Es gibt sechs weitere Angeklagte.

de | unterhaltung | 68499793 |

Weitere Meldungen

Mehrere Verletze bei Brand in Hotel in Hamburg. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Kurz nach Mitternacht wird ein Brand in einem Hotel in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs gemeldet. (Unterhaltung, 21.06.2026 - 08:22) weiterlesen...

Anwalt: Mutmaßlicher Block-Entführer will sich nur entlasten. Nach Abschluss der Zeugenaussage wählen die Verteidiger scharfe Worte. An neun Prozesstagen hat der Chef einer Firma ausgesagt, die für die Entführung der Block-Kinder verantwortlich sein soll. (Unterhaltung, 17.06.2026 - 16:13) weiterlesen...

«Die Hope stirbt zuletzt»: Drama um Ostsee-Wal auf der Bühne Die Rettungsversuche für den gestrandeten Wal in der Ostsee haben bundesweit viele Menschen über Wochen bewegt. (Unterhaltung, 17.06.2026 - 15:51) weiterlesen...

Neues Verfahren um Mogelvorwurf gegen Milka-Packung Weniger Schokolade, fast gleiche Verpackung: Warum der Streit um die Milka-Tafel in die nächste Runde geht. (Wirtschaft, 17.06.2026 - 14:29) weiterlesen...

Mutmaßlicher Block-Entführer: Ich war beim Geheimdienst. Der Chef gilt als Drahtzieher. Zum Abschluss seiner Zeugenaussage gibt es die Antwort auf eine Frage, die sich viele lange stellten. Eine Sicherheitsfirma soll die Block-Kinder entführt haben. (Unterhaltung, 17.06.2026 - 13:16) weiterlesen...

Appell an Innenminister: Mehr Schutz vor rechter Gewalt. Der Vorwurf: Sie schauten nicht auf Sicherheitsrisiken für Migranten und ihre Nachkommen. Ein Dachverband, der Menschen mit türkischen Wurzeln vertritt, ist unzufrieden mit den Innenministern. (Politik, 17.06.2026 - 11:27) weiterlesen...