Niedersachsen, Deutschland

Feuer an Bord: manövrierunfähiger Frachter wieder im Hafen

27.01.2026 - 22:47:20 | dpa.de

Mitten auf See schlagen Flammen aus dem Maschinenraum. Mehr als 60 Einsatzkräfte kämpfen stundenlang um die Sicherheit von Crew und Ladung - mit Erfolg.

  • Der Frachter wurde zurück in den Emder Hafen geschleppt. - Foto: --/Havariekommando/dpa
  • Einsatzkräfte wurden per Helikopter an Land gebracht. - Foto: --/Havariekommando/dpa
  • Die ersten Einsatzkräfte erreichten gegen Mitternacht den Frachter. - Foto: -/DGzRS/dpa
Der Frachter wurde zurück in den Emder Hafen geschleppt. - Foto: --/Havariekommando/dpa Einsatzkräfte wurden per Helikopter an Land gebracht. - Foto: --/Havariekommando/dpa Die ersten Einsatzkräfte erreichten gegen Mitternacht den Frachter. - Foto: -/DGzRS/dpa

Der nach einem Brand manövrierunfähige Autotransporter «MS Thames Highway» ist zum Emder Hafen zurückgeschleppt worden. Das sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am späten Abend. Einsatzkräfte löschten die Flammen vollständig, laut Havariekommando wurde niemand verletzt.

Flammen auf See entdeckt

Der Autotransporter war mit fast 1.300 Fahrzeugen - darunter knapp 480 Elektroautos - am Montagabend von Emden unterwegs nach Grimsby in Großbritannien, wie das Havariekommando mitteilte. Das Schiff war noch nicht weit gekommen, als die Crew Flammen im Maschinenraum entdeckte. Die Besatzung verschloss den Raum luftdicht und verhinderte so, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.

Der 149 Meter lange und 25 Meter breite Transporter ankerte außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung nordwestlich der Nordseeinsel Borkum. Rund um das Schiff türmten sich die Wellen zeitweise auf bis zu zwei Meter.

Hilfe aus der Luft

Gegen Mitternacht kam Hilfe: Ein Hubschrauber brachte die ersten Einsatzkräfte an Bord. Sie löschten die Flammen. Zwei Teams speziell ausgebildeter Feuerwehrleute aus Cuxhaven und Wilhelmshaven blieben bis zum späten Vormittag auf dem Schiff, um nach Glutnestern zu suchen. Sie stellten nach eigenen Angaben keine weiteren Brand- und Rauchentwicklungen mehr fest.

Das Havariekommando gab schließlich Entwarnung: «An Bord befinden sich 18 Besatzungsmitglieder, es gibt keine Verletzten und keinen Schadstoffaustritt», hieß es in einer Mitteilung. Ein Hubschrauber brachte die letzten Helfer mittags zurück an Land. Mehr als 60 Einsatzkräfte, vier Schiffe und zwei Hubschrauber waren beteiligt.

Frachter wird im Hafen überprüft

Ein privates Bergungsunternehmen schleppte das Schiff zurück in den Emder Hafen. Der Frachter wird voraussichtlich einige Tage dort liegen bleiben. Wegen des Brandes darf er nicht auslaufen.

Experten prüfen den Angaben zunächst nun, welche Schäden es gibt und wie diese repariert werden können. Auch alle Sicherheitsbedenken müssten geklärt werden, bevor der Autotransporter den Hafen wieder verlassen darf. 

Die Wasserschutzpolizei ermittelt noch, wie es zu dem Brand kommen konnte. «Die Ladung ist in keinster Weise in Mitleidenschaft gezogen worden», sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei. Unklar ist noch, wie hoch der Schaden am Schiff ist.

Schon 2023 brannte Autofrachter

Unweit entfernt hatte im Jahr 2023 der Brand des Autofrachters «Fremantle Highway» für Aufsehen gesorgt. Tagelang lag das brennende Schiff damals mit 1,6 Millionen Litern Schweröl an Bord vor der niederländischen Wattenmeerküste. Eine Ölpest war befürchtet worden. Nach mehr als einer Woche wurde das Schiff zuerst nach Eemshaven an der Grenze zu Niedersachsen geschleppt, später dann nach Rotterdam. Bei der Evakuierung des Schiffes war ein Mann ums Leben gekommen, die anderen 22 Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Das Feuer hatte schwere Zerstörungen an dem Frachter und der Ladung angerichtet.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 68525853 |

Weitere Meldungen

VW verkauft weniger Autos - in China aber wieder Nummer 1. In China gelingt trotzdem ein Überraschungserfolg. Der wird aber nicht von Dauer sein. VW verkauft immer weniger Autos: Vor allem in China und den USA muss der Konzern deutliche Rückgänge hinnehmen. (Wirtschaft, 13.04.2026 - 12:12) weiterlesen...

VW-Konzernabsatz sinkt weiter - USA und China belasten. In Europa läuft es dagegen besser. VW verkauft weltweit weniger Autos: Vor allem in China und den USA muss der Konzern deutliche Rückgänge hinnehmen. (Wirtschaft, 13.04.2026 - 11:13) weiterlesen...

Besondere Werkstatt: Wie kaputte Flugzeuge repariert werden. Wie die Experten auch aussichtslose Fälle wieder flugtauglich machen. Vom geplatzten Reifen bis zum Blitzschaden: In einer Werkhalle in Niedersachsen werden Flugzeugteile aus ganz Europa repariert. (Wirtschaft, 12.04.2026 - 05:00) weiterlesen...

Wolfsburg wie ein Absteiger: Pleite gegen Frankfurt. Der Gang in die Zweite Liga wird immer wahrscheinlicher. Auch im vierten Spiel unter Dieter Hecking gibt es für Wolfsburg keinen Sieg. (Politik, 11.04.2026 - 17:32) weiterlesen...

Mehr Beschäftigte und weniger Arbeitslose nur vereinzelt Die Beschäftigung in Deutschland - jahrelang auf einem kontinuierlichen Weg nach oben - wird im laufenden Jahr nur noch in den Bundesländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg leicht zulegen. (Boerse, 10.04.2026 - 12:36) weiterlesen...

Mordversuch mit Ameisensäure? - Angeklagte bestreitet Tat. Ihr Partner überlebt den Säureangriff, erblindet aber vollständig. Vor Gericht wehrt sich die Frau nun. Als ihr Mann die Scheidung will, soll eine Frau aus Niedersachsen dessen Tötung geplant haben. (Unterhaltung, 09.04.2026 - 11:23) weiterlesen...