Mexiko, Baja California

Mexiko verurteilt drei Männer zu je 158 Jahren Haft

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 18:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Drei Männer sind wegen der Tötung zweier australischer Brüder und eines US-Amerikaners verurteilt worden. Zusätzlich zur Haft ordnete das Gericht eine Entschädigung für die Angehörigen an.

Ermittlungen führen zu langen Haftstrafen

  • Ein Richter im Bundesstaat Baja California verurteilte drei Männer jeweils zu mehr als 158 Jahren Haft.
  • Die Opfer waren zwei Brüder aus Australien und ein Freund aus den USA im Alter zwischen 30 und 33 Jahren.
  • Die Leichen wurden in einem etwa 15 Meter tiefen Brunnen nahe Ensenada gefunden.
Nach dem Verschwinden der drei Ausländer hatten Surfer gegen die Kriminalität in Baja California protestiert. (Archivbild) - Bild: Karen Castaneda/AP/dpa

Urteil nach tödlichem Überfall auf Surfer

Drei Männer sind in Mexiko wegen der Tötung von drei Surfern zu jeweils mehr als 158 Jahren Haft verurteilt worden. Die Opfer aus Australien und den USA waren 2024 beim Zelten an der Pazifikküste von Kriminellen angegriffen worden.

Raubüberfall bei Ensenada

Ein Richter im nordwestlichen Bundesstaat Baja California ordnete außerdem die Zahlung einer Entschädigung für die Angehörigen an. Die Täter wurden wegen Mordes mit Vorsatz, schweren Diebstahls und gewaltsamen Fahrzeugdiebstahls verurteilt.

Bei den Opfern handelte es sich um zwei Brüder aus Australien und einen Freund aus den USA. Sie waren laut Ermittlungen beim Zelten in einem abgelegenen Küstenort rund 80 Kilometer südlich der Stadt Ensenada angegriffen worden, als sie sich gegen den Raub ihres Geländewagens wehrten.

Leichen in Brunnen entdeckt

Die drei Männer im Alter zwischen 30 und 33 Jahren galten mehrere Tage als vermisst. Ihre Leichen wurden schließlich in einem rund 15 Meter tiefen Brunnen nahe Ensenada geborgen; alle drei wiesen Kopfschüsse auf.

Das Fahrzeug der Surfer wurde ausgebrannt aufgefunden. Die Freundin eines der Angeklagten war zuvor wegen ihrer Beteiligung an dem Diebstahl zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Proteste der Surfergemeinschaft

Der gewaltsame Vorfall hatte in Mexiko für große Aufmerksamkeit gesorgt. Dutzende Surfer demonstrierten in Baja California für mehr Sicherheit und gegen die Gewalt.

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Der Fall steht im Zusammenhang mit der anhaltenden Gewaltkriminalität in Teilen des mexikanischen Bundesstaats Baja California. Die Region ist ein beliebtes Ziel für Touristen, zugleich gibt es dort abgelegene Küstenabschnitte, an denen Reisende und Bewohner einem erhöhten Risiko durch organisierte und opportunistische Kriminalität ausgesetzt sein können.

Der Angriff löste nach der dpa-Meldung Proteste der Surfergemeinschaft aus. Damit richtete sich die öffentliche Reaktion nicht nur gegen die konkrete Tat, sondern auch gegen Sicherheitsdefizite an den Küsten und den Schutz von Menschen, die abgelegene Strände zum Campen oder Surfen aufsuchen.

Folgen für Angehörige und Tourismus

Das Urteil beendet das Strafverfahren gegen die drei Männer in erster Instanz, soweit die dpa-Meldung reicht. Die angeordnete Entschädigung soll neben der Haftstrafe die Angehörigen der Opfer berücksichtigen; über ihre konkrete Höhe wird in der Meldung nichts mitgeteilt.

Für Reisende macht der Fall sichtbar, dass touristische Bekanntheit keinen gleichmäßigen Sicherheitsstandard garantiert. Besonders abgelegene Übernachtungsplätze, lange Wege zu Hilfe und der Besitz eines Fahrzeugs können das Risiko bei Raubüberfällen erhöhen. Die Verurteilung dürfte deshalb auch die Debatte über Polizeipräsenz und Sicherheitsmaßnahmen in den Küstenorten von Baja California beeinflussen.

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