Laos, Thailand

Experte: Kaum noch Hoffnung für zwei Vermisste in Laos-Höhle

29.05.2026 - 05:24:59 | dpa.de

In der engen Höhle im Norden von Laos stoßen selbst erfahrene Höhlentaucher an ihre Grenzen. Während fünf eingeschlossene Goldsucher auf ihre Rettung warten, schwinden die Chancen für zwei Vermisste.

  • Die eingeschlossenen Goldsucher gelten Experten zufolge als körperlich und mental sehr stabil. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
    Die eingeschlossenen Goldsucher gelten Experten zufolge als körperlich und mental sehr stabil. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
  • Retter hatten die fünf Männer am Mittwoch in der Höhle entdeckt. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
    Retter hatten die fünf Männer am Mittwoch in der Höhle entdeckt. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
  • Die Männer leben - aber die Bergung gestaltet sich schwierig. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
    Die Männer leben - aber die Bergung gestaltet sich schwierig. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa
  • Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefährlich. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefährlich. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Retter können teilweise nur durch die engen Tunnel kriechen. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Retter können teilweise nur durch die engen Tunnel kriechen. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi beteiligen sich an der Rettungsmission.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi beteiligen sich an der Rettungsmission. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Retter müssen während ihres Einsatzes einiges aushalten.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Retter müssen während ihres Einsatzes einiges aushalten. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
Die eingeschlossenen Goldsucher gelten Experten zufolge als körperlich und mental sehr stabil. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa Retter hatten die fünf Männer am Mittwoch in der Höhle entdeckt. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa Die Männer leben - aber die Bergung gestaltet sich schwierig. - Foto: Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefährlich. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Retter können teilweise nur durch die engen Tunnel kriechen. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Internationale Spezialisten wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi beteiligen sich an der Rettungsmission.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Retter müssen während ihres Einsatzes einiges aushalten.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa

Im dramatischen Höhlendrama in Laos schwinden die Hoffnungen, zwei weiterhin vermisste Goldsucher lebend zu finden. Rettungskräfte hätten inzwischen rund 95 Prozent des überfluteten Tunnelsystems durchsucht, bislang aber keine Spur der beiden Männer entdeckt, sagte der bekannte finnische Höhlentaucher Mikko Paasi dem Sender ThaiPBS World. «Wir haben nicht mehr viele Orte übrig, an denen wir suchen können», erklärte der Experte. Die Chancen seien «sehr gering».

Paasi gilt als einer der erfahrensten Höhlentaucher weltweit und hilft bei der Koordination der Mission in Laos. Bereits bei der erfolgreichen Rettung eines in der Tham-Luang-Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballteams im Jahr 2018 spielte er eine entscheidende Rolle. Als am Mittwoch fünf der in Laos Eingeschlossenen lebend entdeckt wurden, war er an vorderster Front dabei.

Es gebe in den bislang unzugänglichen Bereichen der Höhle keine trockenen Stellen, an denen Menschen eine Woche lang hätten überleben können, betonte Paasi mit Blick auf die zwei als verschollen geltenden Männer. Auch hätten die fünf Überlebenden selbst nicht gewusst, dass zwei weitere Personen vermisst würden. 

«Wir tasten mit Armen und Beinen»

Derweil arbeiten die Einsatzkräfte fieberhaft daran, die Männer aus der Höhle in der nördlichen Provinz Xaisomboun zu bergen. Die Gruppe sitzt seit zehn Tagen Hunderte Meter vom Eingang fest, nachdem heftige Regenfälle die Goldmine geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst hatten. Kollegen, die sich retten konnten, hatten Alarm geschlagen.

Die Rettung gilt als extrem gefährlich. Nach Angaben der Taucher herrscht in den engen Tunneln praktisch keine Sicht. «Unter Wasser tasten wir mit Armen und Beinen», sagte Paasi. Teilweise müssten Taucher sogar ausatmen, um sich durch die engen Passagen zwängen zu können. Zudem bestehe bei Regen jederzeit die Gefahr neuer Überflutungen oder Einstürze.

Die Retter erwägen zwei Möglichkeiten: Entweder soll weiter Wasser aus der Höhle gepumpt werden, oder die Überlebenden müssen durch die überfluteten Tunnel tauchend herausgebracht werden - obwohl sie damit keine Erfahrung haben. Das Abpumpen wäre laut Paasi die sicherere Lösung, habe bislang wegen der engen Schächte aber kaum funktioniert. 

Eingeschlossene sind körperlich und mental stabil

Die fünf Überlebenden seien jedoch körperlich und mental erstaunlich stabil. Als Bergarbeiter seien sie an enge unterirdische Räume gewöhnt und litten nicht unter Platzangst, sagte Paasi. Auch hätten sie ausreichend Nahrung und Wasser dabeigehabt, weil sie ohnehin mehrere Tage in der Mine verbringen wollten. 

Nach Angaben einer thailändischen Rettungsorganisation wurden inzwischen weitere internationale Spezialisten angefordert. Unter anderem werden Experten aus Malaysia, Japan und Frankreich erwartet. Auch der australische Tauchspezialist Josh Richards ist auf dem Weg.

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