USA, Notfall

Polizei zu Schüssen in US-Kirche: Opfer und Verdächtiger tot

28.09.2025 - 19:31:29

Im US-Bundesstaat Michigan fallen Schüsse in einer Kirche, das Gebäude steht in Flammen. Nun gibt die Polizei ein Update zu den Opfern - und auch der US-Präsident äußert sich.

  • In einer Kirche hat es Schüsse gegeben und ein Feuer. - Foto: Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpa

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  • Nach den Schüssen in einer Kirche gibt es ein Todesopfer.  - Foto: Isabella Volmert/AP/dpa

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In einer Kirche hat es Schüsse gegeben und ein Feuer. - Foto: Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpaNach den Schüssen in einer Kirche gibt es ein Todesopfer.  - Foto: Isabella Volmert/AP/dpa

Bei Schüssen in einer Kirche in den USA ist ein Opfer gestorben. Neun weitere wurden verletzt, wie die Polizei auf einer Pressekonferenz über den Vorfall in der Kleinstadt Grand Blanc im US-Bundesstaat Michigan mitteilte. Mehrere der Opfer befänden sich in kritischem Zustand. Auch der Tatverdächtige, ein 40-jähriger Mann, ist demnach tot. Ein Motiv ist noch unklar - der US-Präsident geht allerdings von einem «gezielten Angriff auf Christen» aus.

Kirche soll komplett in Flammen gestanden haben

Der Vorfall soll sich während eines Gottesdienstes ereignet haben, als sich Hunderte Menschen in der Kirche befanden. Dabei gab es auch einen Brand, die Polizei geht davon aus, dass der Tatverdächtige diesen vorsätzlich gelegt habe. Nach ihren bisherigen ersten Erkenntnissen soll der Tatverdächtige mit einem Fahrzeug die Eingangstür gerammt haben, dann ausgestiegen sein und angefangen haben, zu schießen. Die Ermittler versuchten, genau zu bestimmen, wann und wo das Feuer ausgebrochen ist. Inzwischen soll es den Angaben zufolge gelöscht sein.

Nach vorherigen Angaben des zuständigen Sheriffs stand die gesamte Kirche in Flammen. Auf Aufnahmen im US-Fernsehen war viel Rauch zu sehen. Die Polizei geht davon aus, dass sich Menschen in der Nähe des Feuers befanden, die die Kirche nicht verlassen konnten. Sie rechnet daher damit, weitere Opfer zu finden, sobald sie die Kirche durchsuchen kann. 

Trump geht von gezieltem Angriff auf Christen aus

US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: «Der Verdächtige ist tot, aber es gibt noch viel zu klären. Es scheint sich um einen weiteren gezielten Angriff auf Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu handeln.» Er nannte aber keine Details und legte zunächst keine Belege dafür vor. Trump schrieb weiter: «DIESE EPIDEMIE DER GEWALT IN UNSEREM LAND MUSS SOFORT BEENDET WERDEN!»

Vor Wochen fielen Schüsse in einem Schulgottesdienst

Im August hatte eine Person während eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Norden der Vereinigten Staaten durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf Kirchenbänken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Die Bundespolizei FBI ging später von einem Terrorverdacht aus. Die tatverdächtige Person habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geäußert. Der Hass soll sich auch gegen Juden gerichtet haben. Die Staatsanwaltschaft erwähnte darüber hinaus auch Hass auf Schwarze und Mexikaner.

Vizepräsident und Justizministerin bitten um Gebete

US-Vizepräsident JD Vance zufolge verfolgt die gesamte US-Regierung die aktuelle Lage in Michigan. Er bat auf der Plattform X um Gebete für die Opfer - genau wie US-Justizministerin Pam Bondi. «Solche Gewalt an einem Ort der Andacht ist herzzerreißend und erschreckend», schrieb sie.

Auch die Gouverneurin des Bundesstaats, Gretchen Whitmer, verurteilte den Vorfall auf X. «Gewalt ist überall, insbesondere an einem Ort der Andacht, inakzeptabel», betonte sie. Sie bedankte sich bei den Ersthelfern, die schnell gehandelt hätten. 

Wie es jetzt weitergeht

Nach Angaben der Polizei soll ein Durchsuchungsbefehl für die Wohnung des Verdächtigen ausgestellt werden. «Wir werden herausfinden, ob es ein Motiv gab.» Man werde Handyaufzeichnungen und Ähnliches überprüfen. Die Bundespolizei FBI unterstützt die Ermittlungen demnach mit 100 Mitarbeitern. Da viele Personen in der Kirche waren, müsste man viele Zeugenaussagen einholen, hieß es.

@ dpa.de

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