Hurrikan Polo, Mexiko

Hurrikan Polo: Mexiko schließt Häfen und Schulen wegen Starkregen-Gefahr

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 05:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Hurrikan «Polo» hat vor Mexiko die höchste Kategorie erreicht. Obwohl das Sturmzentrum voraussichtlich nicht direkt auf die Küste trifft, warnen die Behörden vor Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen.

Wirbelsturm «Polo» hat schnell die höchste Hurrikan-Stufe 5 erreicht. - Bild: Uncredited/NOAA/AP/dpa
Wirbelsturm «Polo» hat schnell die höchste Hurrikan-Stufe 5 erreicht. - Bild: Uncredited/NOAA/AP/dpa

Der extrem starke Hurrikan «Polo» hat vor der mexikanischen Pazifikküste die höchste Kategorie erreicht und sorgt dort für geschlossene Häfen, teilweise ausfallenden Schulunterricht und ein Badeverbot.

Vorsichtsmaßnahmen an der Küste

Einige Häfen, darunter Acapulco, blieben geschlossen, wie die zuständigen Behörden mitteilten. An den Stränden wurden rote Flaggen gehisst. Der mexikanische Wetterdienst warnte vor örtlichem Starkregen, der Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen könne.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums (NHC) in Miami bildete sich «Polo» erst am Montagmorgen und erreichte bereits am Dienstag die Kategorie 5. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte: «Nach den bisherigen uns vorliegenden Informationen wird er die Küste nicht direkt erreichen».

Sturm zieht langsam an Mexiko vorbei

Heftige Regenfälle werden insbesondere in den Bundesstaaten Michoacán, Jalisco und Colima erwartet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Empfehlungen des Zivilschutzes zu folgen.

In der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) befand sich «Polo» rund 335 Kilometer südlich des Urlaubsorts Zihuatanejo. Die anhaltenden Windgeschwindigkeiten lagen bei 270 Kilometern pro Stunde, dazu kamen noch stärkere Böen.

Stärkste Annäherung am Donnerstag erwartet

Das NHC erwartete, dass sich der Wirbelsturm in den folgenden Tagen langsam über das Meer und entlang der Küste bewegen werde. Schwankungen der Windstärke seien möglich. Der mexikanische Wetterdienst prognostizierte die stärkste Annäherung am Donnerstag vor dem Bundesstaat Michoacán in einer Entfernung von rund 200 Kilometern.

Die Hurrikansaison beginnt im Pazifik am 15. Mai und endet am 30. November. Im Atlantik hatte sich in diesem Jahr bis zuletzt kein Hurrikan gebildet. Nach Angaben der US-Klimabehörde Noaa war die Saison dort damit so ruhig wie seit Jahrzehnten nicht; als Grund wurde das besonders stark ausgeprägte Klimaphänomen El Niño genannt.

Sturmgefahr durch Regen

Auch wenn der Hurrikan nach Angaben der mexikanischen Behörden nicht direkt auf die Küste treffen soll, kann seine Nähe erhebliche Folgen haben. Bei tropischen Wirbelstürmen entstehen Schäden nicht nur durch Orkanwind, sondern häufig auch durch lang anhaltenden Starkregen. Besonders gefährdet sind tiefliegende Orte, Flussläufe und Regionen an steilen Hängen.

Die angekündigten Niederschläge betreffen mit Michoacán, Jalisco und Colima mehrere Bundesstaaten an der Pazifikküste. Dort können überflutete Straßen, Erdrutsche und unterbrochene Verkehrsverbindungen den Alltag beeinträchtigen. Für Bewohner und Reisende bedeutet das, dass Warnungen des Zivilschutzes, Hafensperren und Badeverbote auch dann ernst zu nehmen sind, wenn das Sturmzentrum auf dem Meer bleibt.

Langsame Bewegung erschwert Einschätzung

Die langsame Verlagerung von «Polo» verlängert den Zeitraum, in dem der Sturm Regen und hohe Brandung in Küstennähe bringen kann. Zugleich sind Schwankungen der Windstärke möglich. Deshalb bleiben genaue Auswirkungen regional unterschiedlich und hängen davon ab, wie nah der Wirbelsturm an der Küste vorbeizieht.

«Polo» fällt in die laufende Pazifik-Hurrikansaison, die offiziell bis Ende November dauert. Die Lage zeigt, dass auch ein Sturm ohne direkten Landfall erhebliche Vorsorgemaßnahmen auslösen kann: Schulen werden geschlossen, Häfen sichern den Schiffsverkehr, und Gemeinden müssen sich auf Überschwemmungen sowie mögliche Evakuierungen vorbereiten.

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