Deutschland, Katastrophenschutz

Handys und Sirenen alarmieren am Warntag

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 11:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Um 11.00 Uhr sind die Menschen in Deutschland vorsätzlich aufgeschreckt worden: Die Behörden wollten so testen, ob sie die Bevölkerung bei einem Notfall schnell genug warnen können.

  • Handys machten um 11.00 Uhr lärmend auf sich und die Probe-Warnung aufmerksam. (Archivbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa
    Handys machten um 11.00 Uhr lärmend auf sich und die Probe-Warnung aufmerksam. (Archivbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa
  • Um 11.00 Uhr machten deutschlandweit die Mobiltelefone Alarm. - Bild: Jens Kalaene/dpa
    Um 11.00 Uhr machten deutschlandweit die Mobiltelefone Alarm. - Bild: Jens Kalaene/dpa
  • Der Probealarm stoppt auch Justizministerin Hubig im Bundestag. - Bild: Michael Kappeler/dpa
    Der Probealarm stoppt auch Justizministerin Hubig im Bundestag. - Bild: Michael Kappeler/dpa
Handys machten um 11.00 Uhr lärmend auf sich und die Probe-Warnung aufmerksam. (Archivbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa Um 11.00 Uhr machten deutschlandweit die Mobiltelefone Alarm. - Bild: Jens Kalaene/dpa Der Probealarm stoppt auch Justizministerin Hubig im Bundestag. - Bild: Michael Kappeler/dpa

Mit heulenden Sirenen und lärmenden Handys hat Deutschland den bundesweiten Warntag absolviert. Um 11.00 Uhr erhielten die Menschen auf verschiedenen Wegen eine Warnmeldung, um so die Alarmsysteme für eine eventuelle Notsituation zu testen. 45 Minuten später kam - wie geplant - die offizielle Entwarnung.

Der Alarm wurde über Tausende Sirenen und mehrere Smartphone-Apps verbreitet sowie über das Cell-Broadcast-Verfahren, das auch Handys ohne Warn-App erreicht. Weitere geplante Verbreitungswege waren digitale Anzeigetafeln, der UKW-Rundfunk sowie das Digitalradionetz DAB+.

Lärmende Warn-Apps auch im Bundestag

Bei der Premiere im September 2020 war so viel schiefgegangen, dass der Warntag für ein Jahr ausgesetzt wurde. Seit 2022 findet der deutschlandweite Probealarm aber einmal jährlich statt. Die Behörden wollen auf diesem Weg testen, ob sie die Bevölkerung im Notfall gut erreichen - etwa bei einer Naturkatastrophe oder einem militärischen Angriff auf die Bundesrepublik.

Die Warn-Apps machten auch vor den Haushaltsberatungen im Bundestag nicht halt: Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), die in diesem Moment gerade die Eckdaten ihres Etats vorstellte, musste ihre Rede kurz unterbrechen, bis im Plenarsaal alle Alarmtöne wieder ausgestellt waren - auch an ihrem eigenen Handy. Ebenfalls kurzzeitig gestoppt wurde der Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Fabian aus Güstrow. Der Richter unterbrach die Verhandlung bereits um kurz vor 11.00 Uhr, ehe am Rostocker Landgericht die Mobiltelefone schrillen konnten.

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