Häftling flieht in Essen mit zwei Helfern aus Arztpraxis
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 15:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFahndung nach drei Männern in Essen
- Der Häftling wurde aus einer Justizvollzugsanstalt zu einer Praxis am Kennedyplatz gebracht.
- Zwei bislang unbekannte Personen sollen ihm dort zur Flucht verholfen haben.
- Die Polizei schließt eine Bewaffnung der Flüchtigen derzeit nicht aus und bittet um Hinweise über 110.
Häftling flieht bei Arztbesuch in Essen
Zwei Männer sollen einem Häftling während eines Arztbesuchs in der Innenstadt von Essen zur Flucht verholfen haben. Die Polizei ist im Großeinsatz und warnt, die drei Männer könnten bewaffnet sein.
Gefangener entkommt am Kennedyplatz
Der Gefangene war aus einer Justizvollzugsanstalt zu einer Arztpraxis am Kennedyplatz gebracht worden. Dort sollen ihm zwei bislang unbekannte Personen zur Flucht verholfen haben.
Die drei Männer seien nun gemeinsam auf der Flucht, sagte eine Polizeisprecherin. Zu den genauen Umständen der Befreiung machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Polizei bittet um Hinweise
Unklar blieb zunächst auch, weshalb der Mann in Haft saß und wie gefährlich er sein könnte. Die Polizei schrieb im Kurznachrichtendienst X, eine Bewaffnung der Täter könne derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Wer eine verdächtige Person bemerkt, soll sie nicht ansprechen und umgehend die 110 anrufen.
Fluchten während medizinischer Behandlungen außerhalb einer Justizvollzugsanstalt gelten als besondere Einsatzlagen, weil Gefangene dabei zeitweise in den öffentlichen Raum gebracht werden. Der Arztbesuch am Kennedyplatz betraf nach der Meldung einen Häftling, der aus einer Justizvollzugsanstalt in eine Praxis gebracht worden war.
Für die Polizei steht zunächst die Gefahrenabwehr im Vordergrund. Die Warnung vor einer möglichen Bewaffnung richtet sich deshalb unmittelbar an Passanten und soll verhindern, dass Zeugen die Flüchtigen ansprechen oder deren Verfolgung aufnehmen. Der Notruf 110 ist in einer solchen Lage der vorgesehene Kontakt.
Offene Fragen zum Ablauf
Unklar sind zunächst die Identität der beiden Helfer, die genaue Art der Befreiung und die Richtung, in der das Trio geflüchtet sein könnte. Ebenso offen bleiben der Haftgrund und die Einschätzung, welche konkrete Gefahr von dem Gefangenen ausgehen könnte. Diese Angaben dürften für die weitere Fahndung und die spätere Aufarbeitung des Transports eine zentrale Rolle spielen.
