Erdbeben, Tibet

Erdbeben in Tibet: Beben der Stärke 7,0 erschüttert China

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 18:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein Beben der Stärke 7,0 hat die Autonome Region Tibet im Westen Chinas getroffen. Behörden entsandten eine Arbeitsgruppe, während Angaben zu Schäden und möglichen Opfern zunächst ausstanden.

Behörden prüfen Lage in Baqing

  • Das Erdbeben ereignete sich im Kreis Baqing, der zur Stadt Nagqu gehört.
  • Das Epizentrum lag rund 180 Kilometer nordöstlich von Nagqu in zehn Kilometern Tiefe.
  • Der Staatsrat und das Katastrophenschutzministerium informierten sich per Videoschalte über die Lage.
Ob bei dem Erdbeben Menschen zu Schaden kamen, war zunächst nicht bekannt. (Symbolbild/ Archiv) - Bild: Johannes Neudecker/dpa

Erdbeben der Stärke 7,0 trifft Tibet

Ein schweres Erdbeben hat China erschüttert und die Autonome Region Tibet im Westen des Landes getroffen. Nach ersten Angaben ereignete sich das Beben um 16.33 Uhr MESZ rund 180 Kilometer nordöstlich der Stadt Nagqu in zehn Kilometern Tiefe.

Schäden und Opfer zunächst unbekannt

Der US-Geologische Dienst und die chinesische Erdbeben-Beobachtungsstelle gaben die Stärke mit 7,0 an. Über mögliche Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt.

Behörden entsenden Arbeitsgruppe

Der Staatsrat und das Katastrophenschutzministerium ließen sich nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua per Videoschalte über die Lage vor Ort unterrichten. Zudem machte sich demnach eine Arbeitsgruppe auf den Weg in das Erdbebengebiet.

Epizentrum liegt in dünn besiedelter Hochgebirgsregion

Das Beben trat im Kreis Baqing auf, der zur Stadt Nagqu gehört. Die Hauptstadt Lhasa liegt etwa 400 Kilometer entfernt. Die Gegend gilt als dünn besiedelt, das Epizentrum liegt durchschnittlich auf einer Höhe von 4.800 Metern.

Mit einer Stärke von 7,0 war das Erdbeben das bisher stärkste in diesem Jahr in China.

Erdbeben dieser Stärke können auch in dünn besiedelten Regionen erhebliche Schäden verursachen. Entscheidend sind dabei neben der Magnitude die geringe Herdtiefe, die Qualität der Gebäude und die Erreichbarkeit betroffener Orte.

Das Epizentrum liegt in großer Höhe und rund 180 Kilometer nordöstlich von Nagqu. Die durchschnittliche Höhenlage von etwa 4.800 Metern erschwert mögliche Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen, weil Straßen, Wetter und die dünne Besiedlung die Arbeit der Einsatzkräfte beeinflussen können.

Höhenlage erschwert Rettungseinsätze

Für die Bevölkerung im weiteren Umkreis bleibt zunächst vor allem die Entwicklung der Lage vor Ort entscheidend. Die Behörden müssen mögliche Gebäudeschäden, Verletzte und Unterbrechungen der Verkehrs- und Versorgungswege erfassen. Dass sich bereits eine Arbeitsgruppe in das Gebiet begeben hat, deutet auf eine erste staatliche Lageaufnahme hin.

Das Beben ist nach den Angaben der chinesischen und US-amerikanischen Beobachtungsstellen das stärkste in China in diesem Jahr. Für die Bewertung der Folgen sind nun belastbare Angaben aus den betroffenen Gemeinden maßgeblich; frühe Meldungen können sich in abgelegenen Gebieten verzögern.

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