USA, Kriminalität

Video zeigt mutmaßlichen Mörder Luigi Mangione vor Festnahme

10.12.2025 - 01:44:08

Er soll den Chef eines Krankenversicherers vor einem Jahr auf einer Straße in New York erschossen haben. Nun zeigt ein Video die Momente vor der Festnahme Mangiones in einem Fast-Food-Restaurant.

Rund ein Jahr nach der Tötung des Vorstandschefs eines Krankenversicherers in New York zeigt ein Video den Moment vor der Festnahme des mutmaßlichen Mörders Luigi Mangione wenige Tage nach der Tat. Es wurde bei den Vorverhandlungen im Prozess in New York gezeigt, wie mehrere amerikanische Medien berichteten.

Auf dem Video, das etwa der Sender CBS ausstrahlte, ist zu sehen, wie Mangione in einem Fast-Food-Restaurant an einem Tisch sitzt, vor ihm eine braune Essenstüte. Der 27-Jährige trägt eine Mütze und Gesichtsmaske, die Mund und Nase bedeckt. Ein Polizist, gefilmt von einer Bodycam, nähert sich ihm und bittet ihn, seine Maske abzulegen. Mangione bleibt äußerlich ruhig, zieht seine Maske ab. 

Tatverdächtiger zeigt gefälschten Ausweis

Der Beamte fragt nach seinem Namen, Mangione antwortet «Mark». Auf die Frage nach seinem Nachnamen entgegnet er: «Rosario». Als der Beamte nach einem Ausweis fragt, reicht Mangione ihm einen gefälschten Ausweis, wie CBS berichtet. 

Kurz darauf wurde er festgenommen. Die Beamten hatten auf einen Notruf reagiert. Mehrere Kunden hatten den Flüchtigen erkannt. 

Tat und Spurensuche hatten weltweit für Aufsehen gesorgt

Er wird beschuldigt, am 4. Dezember 2024 den Chef des milliardenschweren US-Krankenversicherers United Healthcare, Brian Thompson, gezielt auf einer Straße im New Yorker Stadtteil Manhattan erschossen zu haben.

Die von Überwachungskameras gefilmte Tat sowie die öffentliche Fahndung führten weltweit zu Schlagzeilen. Der Schütze floh zunächst auf einem Fahrrad und verschwand dann. Fünf Tage später wurde Mangione in dem Lokal in der Stadt Altoona im US-Bundesstaat Pennsylvania als Tatverdächtiger verhaftet. Nach der Tat hatte es in den USA ungewöhnlich viel Sympathiebekundungen für den mutmaßlichen Schützen gegeben. Millionen US-Amerikaner verzweifeln an dem teuren Gesundheitssystem ihres Landes.

Mehrfach angeklagt

Bei den Vorverhandlungen in New York will die Verteidigung erreichen, dass eine bei seiner Festnahme in einem Rucksack gefundene Waffe und einige seiner Äußerungen nicht als Beweismittel vor Gericht verwendet werden dürfen. 

Die Vorgespräche beziehen sich auf eine Anklage des Bundesstaats New York gegen Mangione. Er ist außerdem auch auf Bundesebene und im Bundesstaat Pennsylvania angeklagt - unter anderem wegen Mordes, Stalkings und Vergehen in Zusammenhang mit Waffen. US-Justizministerin Pam Bondi hatte die Todesstrafe für ihn gefordert, seine Verteidigung kritisierte dieses Einmischen als «unverfroren politisch». Mangione hatte zuvor in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert.

@ dpa.de

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