USA, Notfall

Zahl der Todesopfer bei US-Flugzeugabsturz steigt auf zwölf

06.11.2025 - 03:12:49

Die Rettungskräfte suchen in dem Trümmerfeld nach weiteren Opfern. Die Ursache für den Absturz ist noch unklar - die Black Box wird ausgewertet.

Die Zahl der Todesopfer nach dem Absturz eines Frachtflugzeugs im US-Bundesstaat Kentucky steigt weiter. Mindestens zwölf Menschen kamen an Bord der Maschine und am Boden ums Leben, wie US-Medien unter Berufung auf Behördenangaben berichteten. Unter den Opfern sei auch ein kleines Kind, erklärte Gouverneur Andy Beshear.

Zudem gab es nach offiziellen Angaben mehr als ein Dutzend Verletzte. Einige von ihnen sind demnach schwer verletzt - sie erlitten Verbrennungen, Rauchvergiftungen und Splitterverletzungen. Die Ursache des Absturzes in einem Außenbezirk der Großstadt Louisville blieb unklar.

Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA hob die Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-11 am Dienstag gegen 17.15 Uhr (Ortszeit) vom Louisville Muhammad Ali International Airport ab. Aufnahmen vom Unglücksort zeigen, dass sie unweit der Startbahn über einem Industriegebiet abstürzte und in einem Feuerball aufging. Das US-Logistikunternehmen UPS teilte mit, an Bord des firmeneigenen Frachtflugzeugs seien drei Besatzungsmitglieder gewesen.

Behörden rechnen mit weiteren Toten

Nach Angaben der Rettungskräfte werden mehrere Menschen noch vermisst. Es werde jedoch nicht mehr damit gerechnet, Überlebende zu finden, sagte Gouverneur Beshear auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. «Wir wechseln vom Rettungs- in den Bergungsmodus.» Die Identifizierung der Toten gestaltet sich nach Angaben des Gouverneurs aufgrund ihres Zustands schwierig. Beshear sagte, die drei Besatzungsmitglieder seien vermutlich unter den Opfern. Bei den restlichen Toten handle es sich um Menschen am Boden.

Die Nationale Verkehrs- und Sicherheitsbehörde NTSB teilte unter Berufung auf ein Video mit, das linke Triebwerk sei beim Start in Brand geraten und vom Flügel abgefallen, das habe zu dem Großbrand geführt. Der Flugschreiber und der Flugdatenschreiber seien geborgen. 

Das Langstreckenflugzeug war laut FAA auf dem knapp 7.000 Kilometer langen Weg zu einem Flughafen in Honolulu auf der US-Inselgruppe Hawaii. Es war voll betankt, Berichten zufolge befanden sich 144.000 Liter Treibstoff an Bord. Den Behördenangaben zufolge liegt die Absturzstelle im Umfeld einer Recycling- und einer Autoteile-Firma.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Raub auf Pokémon-Laden in New York: 100.000 US-Dollar Beute. Die Beute: wertvolle Sammelkarten, Bargeld und ein Telefon. Ein Fan-Event wird überschattet, als mitten in Manhattan Bewaffnete einen Pokémon-Laden überfallen. (Unterhaltung, 16.01.2026 - 11:02) weiterlesen...

Minnesota und Illinois ziehen gegen ICE vor Gericht. Minnesota wehrt sich nun gegen die Einsätze auf seinem Boden – und ist dabei nicht allein. Die tödlichen Schüsse eines Beamten der Einwanderungsbehörde auf eine Frau in Minnesota wühlen die USA auf. (Ausland, 13.01.2026 - 12:57) weiterlesen...

Minnesota zieht vor Gericht gegen Einsatz von Bundesbeamten. Der betroffene Bundesstaat wehrt sich gegen die Einsätze auf seinem Boden nun vor Gericht. Die tödlichen Schüsse eines ICE-Beamten auf eine Frau in Minnesota wühlten die USA auf. (Ausland, 13.01.2026 - 02:15) weiterlesen...

US-Regierung schickt noch mehr Bundesbeamte nach Minneapolis. Tödliche Schüsse eines ICE-Beamten auf eine Frau befeuern das. Das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE unter Trump stößt in demokratischen Städten auf Widerstand. (Ausland, 12.01.2026 - 05:07) weiterlesen...

US-Ministerin: Senden Hunderte Bundesbeamte nach Minneapolis. Nachdem ein ICE-Beamter dort eine Frau erschoss, werden nun weitere Beamte geschickt. Eine Senatorin erhebt indes schwere Vorwürfe gegen die Regierung. Tausende Bundesbeamte sind schon in Minneapolis. (Ausland, 11.01.2026 - 22:30) weiterlesen...

Minnesota: Welche Schlüsse Videos zulassen und welche nicht «Die Beweise sprechen für sich», schreibt das US-Heimatschutzministerium zu einem Video, das Momente vor den Schüssen auf Renee Good zeigt. (Ausland, 11.01.2026 - 11:55) weiterlesen...