Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Winterhoff-Urteil: Staatsanwaltschaft will Revision einlegen

05.03.2026 - 12:14:12 | dpa.de

Das Bonner Landgericht hat den Kinderpsychiater wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Damit ist die Staatsanwaltschaft nicht einverstanden.

Das Bonner Landgericht hat Winterhoff zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Das Bonner Landgericht hat Winterhoff zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. - Bild: Federico Gambarini/dpa

Nach der Verurteilung des Kinderpsychiaters Michael Winterhoff wegen Körperverletzung will die Staatsanwaltschaft in Revision gehen. «Insgesamt ist das Urteil in mehreren Punkten hinter unserem Antrag zurückgeblieben. Deshalb werden wir Revision einlegen», sagte ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Bonner Landgericht hatte Winterhoff am Mittwoch wegen vorsätzlicher Körperverletzung in sieben Fällen zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Laut Urteil hatte er Kindern und Jugendlichen ein umstrittenes Psychopharmakon zur Dauerbehandlung verordnet - anders als von der Staatsanwaltschaft angenommen jedoch nicht, um Patienten zu schaden, sondern «in heilender Absicht». Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ob die Verteidigung auch in Revision geht, ist noch unklar

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert, weil er jungen Patienten das Psychopharmakon ohne medizinische Notwendigkeit verordnet habe. 

Winterhoff hatte die Anklagevorwürfe im Prozess bestritten. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Ob sie ebenfalls Revision gegen das Urteil einlegt, werde sie mit ihrem Mandanten besprechen, teilten Winterhoffs Medienanwälte mit.

de | unterhaltung | 68637726 |

Weitere Meldungen

Bangen um Jobs treibt Tausende Stahlarbeiter auf die Straße. In Berlin und dem Saarland beteiligen sich Tausende an Protesten. Gewerkschafter sehen Jobs in Gefahr. Billigstahl aus Asien, teure Energie und Klimavorgaben machen der Stahlindustrie zu schaffen. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 14:51) weiterlesen...

Protest in Berlin: IG Metall bangt um Zehntausende Stahljobs. Nun will die Branche mehr Unterstützung von der Politik. Gewerkschafter sehen Arbeitsplätze in Gefahr. Billigstahl aus Asien, teure Energie und Klimavorgaben belasten die deutsche Stahlindustrie. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 12:27) weiterlesen...

Zivilprozesse nach Einbruchscoup: «Es geht um Gerechtigkeit». Kunden fordern Schadenersatz, es geht um viel Geld. Die Lage vor Gericht ist komplex. Nach dem spektakulären Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025 beginnen die ersten Zivilprozesse. (Unterhaltung, 11.06.2026 - 17:08) weiterlesen...

OHB und Rheinmetall schmieden Kooperation für Militärprojekt. Mit der neuen Gesellschaft in Bremen wollen sie Verantwortung für ein großes Bundeswehrprojekt. Der Satellitenhersteller OHB und der Rüstungskonzern Rheinmetall gründen ein Gemeinschaftsunternehmen. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 15:49) weiterlesen...

Sparkassen-Einbruch: Streitparteien lehnen Vergleich ab. In den ersten zwei Zivilprozessen verlangen Kunden Schadenersatz, einen Vergleich lehnen alle Seiten ab. Mehr als 3.000 Schließfächer wurden aufgebrochen, der Schaden geht in die Millionen Euro. (Unterhaltung, 11.06.2026 - 15:18) weiterlesen...

Erste Zivilprozesse um Sparkassen-Coup gestartet. Zwei Kunden fordern Schadenersatz für den Inhalt ihrer Schließfächer. Mit Kernbohrer in den Tresorraum: Nach dem Einbruch mit Millionen-Beute in Gelsenkirchen starten die ersten Zivilprozesse. (Unterhaltung, 11.06.2026 - 14:30) weiterlesen...