Deutschland, Hessen

Hitzealarm im Westen – Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf

19.06.2026 - 04:00:50 | dpa.de

Am Donnerstag war es bereits heiß, der Freitag legt noch eine Schippe drauf. Wo es wie warm wird - und für wen das besonders kritisch ist.

  • Freibäder können für Abkühlung sorgen. - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
    Freibäder können für Abkühlung sorgen. - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
  • So mancher freut sich auch über Wolken am Himmel. - Bild: Sebastian Gollnow/dpa
    So mancher freut sich auch über Wolken am Himmel. - Bild: Sebastian Gollnow/dpa
  • Beim Southside-Festival ist die Hitze ebenfalls ein Thema. - Bild: Silas Stein/doa/dpa
    Beim Southside-Festival ist die Hitze ebenfalls ein Thema. - Bild: Silas Stein/doa/dpa
  • Abkühlung ist nicht nur bei Menschen willkommen. - Bild: Robert Michael/dpa
    Abkühlung ist nicht nur bei Menschen willkommen. - Bild: Robert Michael/dpa
Freibäder können für Abkühlung sorgen. - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa So mancher freut sich auch über Wolken am Himmel. - Bild: Sebastian Gollnow/dpa Beim Southside-Festival ist die Hitze ebenfalls ein Thema. - Bild: Silas Stein/doa/dpa Abkühlung ist nicht nur bei Menschen willkommen. - Bild: Robert Michael/dpa

Es wird noch heißer - und es könnte gewittern: Am Freitag wird fast ganz Deutschland unter dem Einfluss der Hitze stehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weitete seine Hitzewarnungen auf alle Bundesländer aus - ausgenommen sind einige Gebiete an der Ostsee. Für mehrere Regionen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und kleine Teile Hessens gilt von 11.00 bis 19.00 Uhr sogar eine Warnung vor extremer Hitze. Ein Überblick:

Wo wird es am Freitag besonders warm?

Im Westen und Südwesten Deutschlands kann es laut der Vorhersage bis zu 38 Grad warm werden. In den anderen Landesteilen erwarten die Meteorologen schwülheiße Temperaturen von 30 bis 35 Grad. Wem das zu viel ist, der sollte den Norden ansteuern: An den Küsten und im äußersten Norden soll es zwischen 24 und 29 Grad warm werden. Auch im äußersten Süden gibt es vereinzelt Gemeinden ohne eine Hitzewarnung. 

Der Wetterdienst warnte, die Hitzebelastung könne zur gesundheitlichen Gefahr werden - und appellierte: «Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl.»

Neue Gewitter stehen bevor

In einigen Landesteilen könnte es ab den Mittagsstunden ungemütlich und mitunter auch gefährlich werden. Bis in den Abend und in die Nacht zum Samstag hinein drohen laut Vorhersage von den Mittelgebirgen ausgehend einzelne kräftige Gewitter. Lokal können Starkregen, Hagel, Sturmböen und Unwetter auftreten. Vor allem in Südbaden und Schwaben seien bei einzelnen Gewittern auch schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen.

So heiß war es am Donnerstag

Das erste Mal in diesem Jahr wurde die 35-Grad-Marke geknackt. Der bundesweite Spitzenwert sei an der Station Saarbrücken-Burbach mit 35,6 Grad gemessen worden, sagte ein DWD-Sprecher am Abend. Dabei handelt es sich um einen vorläufigen Wert. In Müllheim am Oberrhein waren es 35,4 Grad. In Rheinau-Memprechtshofen nahe der französischen Grenze stieg das Quecksilber auf einen vorläufigen Wert von 35,1 Grad. 

Weshalb Hitze nicht unterschätzt werden sollte

«Extreme Hitze kann genauso tödlich sein wie extreme Kälte – das ist noch zu wenig im Bewusstsein vieler Verantwortlicher», sagte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ältere, Pflegebedürftige und andere gesundheitlich anfällige Gruppen seien besonders gefährdet. «Ganz unmittelbar trifft es Menschen ohne festen Wohnsitz. Sie brauchen Zugang zu sicheren, gekühlten Unterkünften und zu sauberem, kühlem Trinkwasser.» Städtische Trinkbrunnen könnten hier helfen.

Für einen besseren Schutz für obdachlose Menschen vor Hitze sprach sich ebenfalls das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus. Eine Sprecherin sagte der «Rheinischen Post»: «Die meisten können sich in ihre kühle Wohnung zurückziehen. Dies gilt nicht für obdachlose Personen, die der Sonne ohne Schutz ausgesetzt sind und häufig bereits körperlich geschwächt sind.» Städte und Kommunen sollten nach ihren Worten im Sommer kühle Orte und öffentliche Trinkbrunnen bereitstellen. 

Was bedeutet das Wetter für Festivals?

Einen Blick zum Himmel und auf die Wetter-Aussichten werden auch Besucher von Veranstaltungen unter freiem Himmel haben. Beim Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck werden an diesem Wochenende rund 60.000 Menschen erwartet. Sie müssen sich auf eines der heißesten Festival-Wochenenden der vergangenen Jahre einstellen. Auf dem Gelände stehen kostenlose Trinkwasserstellen bereit, leere Flaschen dürfen mitgebracht werden. Zusätzlich wurden Schattenplätze ausgebaut und Sonnencremespender aufgestellt.

78.000 Besucher wollen zum Festival Hurricane nach Scheeßel, einer Gemeinde zwischen Bremen, Hannover und Hamburg, anreisen. Beim Hessentag in Fulda stockt der DRK-Sanitätsdienst wegen der Hitze sein Personal auf. Zusätzliche ehrenamtliche Einsatzkräfte aus ganz Hessen sollten in den kommenden Tagen für die Sicherheit der Besucher sorgen, sagte Notarzt Adrian Böhm vom DRK Fulda. 

Mit Blick auf die Temperaturen appellierte der Notarzt an die Besucherinnen und Besucher des Landesfestes, ausreichend zu trinken, möglichst leichte, aber schützende Kleidung zu tragen und auf Kopfbedeckung sowie Sonnenschutz zu achten.

de | unterhaltung | 69578437 |

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