USA, International

Nasa: Mars-Stein könnte Zeichen von früherem Leben zeigen

10.09.2025 - 19:08:52

2024 fand der Nasa-Rover «Perseverance» auf dem Mars einen außergewöhnlichen Stein. Untersuchungen zeigen: Er könnte Spuren von früherem mikrobiellen Leben zeigen - aber sicher ist das nicht.

Eine vom Nasa-Rover «Perseverance» im vergangenen Jahr auf dem Mars entnommene Gesteinsprobe könnte nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde möglicherweise Spuren von früherem mikrobiellen Leben enthalten. «Dies könnte das deutlichste Zeichen von Leben sein, dass wir auf dem Mars je gefunden haben», sagte der von US-Präsident Donald Trump vor einigen Wochen als Interimschef der Nasa eingesetzte Verkehrsminister Sean Duffy bei einer Pressekonferenz. Sicher sei das allerdings nicht, betonte die stellvertretende Nasa-Chefin Nicky Fox. Es seien noch mehr Daten und Studien notwendig. 

Die Gesteinsprobe hatte «Perseverance» im vergangenen Sommer in einer Gegend namens Jezero Crater in einem ausgetrockneten Flussbett auf dem Mars entnommen. Dem Nasa-Team war das Gestein aufgefallen, weil es Flecken zeigte, die einem Leoparden-Muster ähnelten. Die Probe war dann mit allen wissenschaftlichen Instrumenten, die der Rover an Bord hat, untersucht worden. Die Ergebnisse wurden nun im Fachmagazin «Nature» veröffentlicht. 

Probe müsste auf der Erde untersucht werden

Das Gestein bestehe unter anderem aus Ton und Schlick und enthalte unter anderem Kohlenstoff, Schwefel, oxidiertes Eisen und Phosphor, hieß es. Die Flecken im Gestein bestünden unter anderem aus den Mineralen Vivianit und Greigit, die in Kombination auf früheres mikrobielles Leben hindeuten können, allerdings auch ohne biologische Reaktionen entstehen können. 

Für weitere Untersuchungen müsste die Probe eigentlich zur Erde gebracht werden, eine entsprechende Nasa-Mission ist aber derzeit auf dem Prüfstand. 

«Perseverance» (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) war 2021 mit einem riskanten Manöver auf dem Mars gelandet und erforscht den Planeten seitdem. Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert.

@ dpa.de

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